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Nidwaldner Fussball-Derby fällt zu einseitig aus

Die Hergiswiler 3.-Liga-Fussball-Reserven kassieren in Buochs eine 0:5-Derbyschlappe.
Ruedi Vollenwyder
Der Buochser Venhar Jakupi (Mitte) düpiert den Hergiswiler Dion Schmid (rechts).Bild: Philipp Schmidli (Buochs, 8. September 2019)

Der Buochser Venhar Jakupi (Mitte) düpiert den Hergiswiler Dion Schmid (rechts).Bild: Philipp Schmidli (Buochs, 8. September 2019)

Man freute sich beim SC Buochs II riesig, als bekannt wurde, dass die Nidwaldner nach drei 3.-Liga-Saisons im «Exil der Gruppe 1» wieder mit dem FC Alpnach und FC Hergiswil II in der Stadtgruppe spielen können. Denn das gewisse Etwas, das Kribbeln, welches die Derbys so speziell macht, fehlte den Buochser Spielern in den letzten drei Spielzeiten schon. So sorgte das erste Derby zwischen den Buochser Reserven und dem FC Hergiswil II schon im Vorfeld für viel Brisanz. Zumal beide Teams nach den ersten beiden Matches noch ohne Punkte dastanden und unbedingt auf Punktezuwachs angewiesen sind. Die Buochser verloren gegen Aufsteiger FC Meggen mit 3:4 und kassierten gegen den FC Rothenburg eine 1:7-Klatsche. Der FC Hergiswil unter dem neuen Trainerduo Oliver Stoop/Patrick Barmettler startete noch schlechter in die neue Saison: Gruppenfavorit FC Horw überfuhr die Nidwaldner mit 6:0. Gegen den Aufsteiger FC Meggen tauchte man mit 0:3.

Im packenden, aber spielerisch schwachen Derby war also eine positive Reaktion gefragt. Diese kam, nicht überraschend, von Buochser Seite. Das Team um Trainer Heinz Fellmann gewann souverän mit 5:0 (3:0) und löschte die Null auf dem Punktekonto aus. Nach zehn Minuten, in denen die Hergiswiler noch einigermassen mithalten konnten, lenkte der dreifache Torschütze Marco Cataldi sein Team mit einem Freistosstor zur 1:0-Führung auf die Siegesstrasse. Nach einer 3:0-Führung zur Pause machten die technisch viel besseren Buochser mit zwei weiteren Toren (48./85.) alles klar. Der erste Dreier war im Trockenen.

Sportliche Ziele müssen weichen

Buochs-Trainer Heinz Fellmann durfte aufatmen: «Wir waren klar besser und haben uns diesen Derbysieg verdient.» Was das Saisonziel angeht, will sich der Buochser Trainer nicht auf die Äste hinauslassen. «Wie immer in den letzten Saisons ist der Ligaerhalt das erklärte Ziel.»

Im Lager der Hergiswiler, welche mit nur drei Auswechselspielern in dieses Derby stiegen, war die Stimmung nach dieser Schlappe alles andere als berauschend. Man nahm diese erneute Niederlage emotionslos zur Kenntnis: «Nur zehn Minuten guter Fussball, das reicht nicht», haderte Co-Trainer Patrick Barmettler. «Nach dem ersten Gegentreffer lief von unserer Seite her überhaupt nichts mehr.» Obwohl der Einsatz stimmte, war aus Hergiswiler Sicht, vor allem im Offensivbereich, ein bedenklich schwacher Auftritt auszumachen. Nach drei Partien stehen die Hergiswiler immer noch ohne Torerfolg da. «Es kann nur noch besser werden», tönte der Hilfeschrei der beiden Teamverantwortlichen.

Das muss es auch, wenn der FC Hergiswil in der 3. Liga überleben will. «Die sportlichen Ziele stehen diese Saison nach dem grossen personellen Umbruch klar im Hintergrund. Vielmehr gilt es, das FCH-Gen wieder stärker in die Mannschaft einzuimpfen und die eigenen jungen Spieler sollen sich ans Aktiv-Niveau herantasten. Das heisst aber nicht, dass wir, ohne Druck auszuüben, alles unternehmen werden, um in der 3.Liga zu bestehen», umschreibt Co-Trainer Patrick Barmettler die Zielsetzung zur neuen Saison. Dass dies seine Zeit braucht, das haben die drei ersten Spiele gezeigt. Null Punkte, null Tore – das ist eine Bilanz, welche den Hergiswilern Verantwortlichen zu denken geben muss.

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