Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Niederlage und viel Ärger für Spono Nottwils Handballerinnen

Nottwil verliert gegen Brühl mit 30:34. In der Kabine kommt es zu einer Wutrede von Trainer Carlos Lima.
Stephan Santschi
Keine Lücke für Pascal Wydler in Brühls Abwehr. Bild: Eveline Beerkircher (Nottwil, 10. November 2019)

Keine Lücke für Pascal Wydler in Brühls Abwehr. Bild: Eveline Beerkircher (Nottwil, 10. November 2019)

Um die Meisterschaft ging es gestern in der SPZ-Halle noch nicht. Doch die Spono Eagles und der LC Brühl bearbeiteten sich in einer Intensität, als ob schon Frühling und Playoff-Final und nicht erst Herbst und Hauptrunde wäre. Am Ende gewannen die St.Gallerinnen verdient mit 34:30, weil sie den Sieg mehr wollten als ihre Gegnerinnen. Es war offensichtlich, dass sie Revanche nehmen wollten für das Duell in den Achtelfinals des Schweizer Cups, das sie vor einem Monat an selber Stelle mit 28:29 verloren hatten.

Obwohl rein rechnerisch in Sachen Titelchancen also noch nicht viel passieren konnte, kam es im Anschluss an die Partie in der Kabine der Spono Eagles zu einer Krisensitzung. Während die Ostschweizerinnen ihren Erfolg mit Partymusik feierten, ging es bei den Nottwilerinnen nicht weniger laut zu und her. Zu hören in den Katakomben ­waren aber keine fröhlichen Klänge, sondern Trainer Carlos Lima, der wutentbrannt auf seine Spielerinnen einredete. Nach 45 Minuten, als sich Brühl bereits auf den Heimweg gemacht hatte, öffnete sich schliesslich auch die Garderobentür der Nottwilerinnen wieder.

«Wir spielen nicht 3. Liga, sondern um Titel»

Zum Vorschein kamen sichtlich erschöpfte Spielerinnen und Trainer Lima, der festhielt: «Wir haben zu viele technische Mängel in unserem Spiel. Wir legen da zu wenig Wert darauf.» Auch mit der Mentalität war er nicht einverstanden. «Wir müssen lernen, mit der richtigen Emotionalität in ein solches Spiel reinzugehen.» Ihm sei bewusst, dass es zu diesem Zeitpunkt der Saison quasi noch um nichts gehe. «Wir spielen hier aber nicht 3. Liga, wir wollen um Titel mitspielen. Und dann kann man sich nicht viel erlauben.»

Damit ist vieles zum gestrigen Spiel bereits gesagt. Tatsächlich machten die St.Gallerinnen von Beginn weg den entschlosseneren Eindruck. Früh gingen sie mit drei Toren in Führung (6:3), und wenn sie sich auch nicht vorentscheidend distanzieren konnten, so hatten sie doch stets eine Antwort auf die Reaktion der Luzernerinnen. In der 27. Minute war das Skore zwar wieder egalisiert (12:12), zur Pause lag Brühl trotzdem mit drei Treffern vorne (13:16).

Dasselbe Bild nach dem Seitenwechsel: Die Nottwilerinnen schienen nun etwas giftiger zu werden in den Zweikämpfen, schafften nicht zuletzt dank der vier parierten Penaltys von Goalie Kristina Ukaj nach 40 Minuten wieder den Ausgleich (21:21). Fehlender Zugriff in der Abwehr und Ungenauigkeiten im Angriff führte bis zur 55. Minute aber zu einem klaren 26:34-Rückstand.

Handball, Frauen, SPL1

9. Runde: Spono Eagles – Brühl St.Gallen 30:34 (13:16). LK Zug – GC Amicitia Zürich 39:18 (17:12). Herzogenbuchsee – Kreuzlingen 29:30 (12:14).
Rangliste: 1. LC Brühl SG 9/16 (+106). 2. LK Zug 9/16 (+97). 3. RW Thun 9/12 (+61). 4. Spono Eagles 9/12 (+34). 5. Kreuzlingen 9/7. 6. Herzogenbuchsee 9/5. 7. Yellow Winterthur 9/2 (-94). 8. GC Amicitia Zürich 9/2 (-154).

Spono Eagles – LC Brühl 30:34 (13:16)
SPZ, Nottwil. – 233 Zuschauer. – SR Capoccia/Jucker. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Spono; 6-mal 2 Minuten gegen Brühl. – Spono Eagles: Troxler/Ukaj (20. bis 55.); Irman (3), Calchini (4), Wyder (8), Ljubas (6), Amrein (2), Stähelin; Traber, Decurtins (6/3), Schardt, Matter, Kashani (1/1). – Brühl St.Gallen: Dokovic/Schlachter (für 2 Penaltys); Tomasini (2), Schmitt (8/1), Kündig (8/3), Fudge (4), Özcelik (3), Pavic (3); Schmid (2), Olsovska (1), Albrecht (3). – Bemerkungen: Wyder wirft Penalty an den Pfosten (9./3:5). Ukaj pariert Penaltys von Kündig (20./8:11), Tomasini (20./8:11) und Schmitt (37./17:18; 49./24:29).

LK Zug – GC Amicitia Zürich 39:18 (17:12)
Stadthalle Herti. – 250 Zuschauer. – SR Kappler/Zürcher. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Zug; 4-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia. – LK Zug: Pétursdóttir, Innes; Wegmüller (3), Speerli (3), Tschamper (1), Hasler-Petrig (4), Scherer (6/1), Cavallari (5), Stutz (5/1), Baumann (1), Kähr (5), Eugster (4), Gwerder (2). – GC Amicitia: League; Wieland (3), Aellen (1), Holenstein (1), Hartmann, Schenkel (1), Wolff, Thomas (3), Abegg (1), Flückiger (5), Lüscher (3).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.