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Die NLA-Meisterschaft der Squash-Frauen ist in Gefahr

Die Schweizer Meisterschaft der Frauen wird nächste Saison in einem neuen Modus ausgetragen – an nur noch an zwei Wochenenden. In Kriens ist man erleichtert darüber, dass es im Herbst überhaupt noch eine höchste Spielklasse gibt.
Stefan Kleiser
Auch nächste Saison in der Nationalliga A: Das Krienser Frauenteam, mit Ambre Allinckx. Bild: Stefan Kleiser (Uster, 5. April 2019)

Auch nächste Saison in der Nationalliga A: Das Krienser Frauenteam, mit Ambre Allinckx. Bild: Stefan Kleiser (Uster, 5. April 2019)

Das Schweizer Frauen-Squash steckt in einer Krise. Zwar gibt es einige ambitionierte Spielerinnen, von denen die besten den Sport sogar zu ihrem Beruf gemacht haben. Aber für den Vergleich im Wettkampf interessieren sich neben den Spitzenspielerinnen immer weniger Squasherinnen. In der Nationalliga A massen sich im vergangenen Winter lediglich vier Auswahlen miteinander.

Im Frühjahr war sogar offen, ob es weiterhin eine NLA-Meisterschaft der Frauen geben würde. Weil sich der Squash Racket-Club Winterthur den Rückzug seiner Equipe überlegte – wegen zu wenig Spielerinnen, die für alle Partien eine Zusage abgeben wollten. Und im Squashclub Pilatus Kriens zügelt Ambre Allinckx nach Barcelona. Die Schweizer Vize-Meisterin für alle Partien einzufliegen, wäre für den Club mit finanziellen Mehrausgaben verbunden gewesen.

Imput für die Änderung kommt von Spielerinnen

In der höchsten Spielklasse der Frauen wird der Meister deshalb in der Saison 2019/2020 in einem neuen Modus ermittelt. Sämtliche Begegnungen der Regular Season werden an einem einzigen Wochenende ausgetragen, ungeachtet davon, wie viele Teams sich anmelden. Die besten vier Equipen spielen anschliessend im April an den Playoffs in Uster den Meister aus. Dies teilte der Verband vergangene Woche den Spielleiterinnen und Spielleitern der Clubs mit.

Die Idee für die Änderung kommt von den Spielerinnen selbst. «Wir haben uns direkt nach den Playoffs Gedanken gemacht, nachdem wir gehört hatten, dass es vielleicht nur noch zwei Teams geben wird», sagt Martina Pössl vom Squashclub Uster, die in den 1990er-Jahren sechs Mal Schweizer Einzel-Meisterin war. Nadine Frey vom Schweizer Meister Fricktal erzählt vom Abendessen nach dem Playoff-Final, an dem die Situation diskutiert wurde.

Eine Saison ohne Krienser Heimspiele

«Wir kamen auf die Idee, die Qualifikation als grossen Event zu veranstalten und daneben einen Ladies-Cup für alle Niveaus zu machen», berichtet Nadine Frey. So soll aus der und rund um die NLA-Meisterschaft ein zweitägiges Happening werden mit Abendunterhaltung, Übernachtungsmöglichkeit, tollen Preisen und vielen Zuschauern. Das Ganze sei «ein Versuch, die Frauen zu motivieren und ihnen zu zeigen, dass man nicht Spitzenspielerin sein muss, um an einem Wettkampf mitzuspielen», erklärt Martina Pössl.

«Es ist schade, dass die NLA nicht mehr gespielt werden kann wie bisher», sagt Yannick Lindemann, Spielleiter im Squashclub Pilatus Kriens. Denn für die Krienserinnen fallen im neuen Modus die Heimspiele weg. «Und das ist der Grund, warum wir ein Frauen-Team stellen: Um Frauen-Squash zu zeigen und zu fördern.» Kriens hatte auch für den Herbst ein Team angemeldet, «aber unter dem Vorbehalt, wie es mit dem Modus herauskommt», verrät Lindemann.

Drei Frauenteams bestreiten Meisterschaft

Die Anzahl Einsätze von Ambre Allinckx im alten Modus sei nie besprochen worden. Denn eine Änderung war absehbar. «Aber wir hätten vielleicht noch jemanden holen oder junge Spielerinnen einbauen müssen. Das Team wäre schwächer besetzt gewesen.» Vor allem sei es wichtig, dass es weiter eine Frauen-Liga gebe. In Kriens hatten zuletzt sieben Spielerinnen eine Lizenz gelöst. Nächste Saison werden aber drei Frauenteams an der Meisterschaft teilnehmen. Die Neuerungen in der NLA gelten vorerst für ein Jahr. Die Initiantinnen sehen diese Lösung als Überbrückung, bis es wieder genug Teams für einen Modus mit mehr Spielen gibt.

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