Noch verzeichnet der Biathlet Elias Kägi zu viele Fehlschüsse

Das Urner Aushängeschild Elias Kägi will sich für die Biathlon-Weltmeisterschaften der Junioren in der Schweiz qualifizieren.

Roland Bösch
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Läuferisch ist Elias Kägi «bei den Leuten».

Läuferisch ist Elias Kägi «bei den Leuten».

Bild: pd (Sörenberg, 17. Februar 2019)

Während die Frauen-Staffel im schwedischen Östersund mit Rang 2 Schweizer Biathlon-Geschichte schreibt, ist der Nachwuchs zu den ersten Alpencup-Rennen angetreten. Obertilliach in Österreich bildete dazu eine ideale Kulisse mit guten Schneebedingungen. Die Innerschweizer Delegation wurde angeführt von Elias Kägi. Der 21-jährige Biathlet aus dem Urserental gehört dem C-Kader von Swiss-Ski an. Vorneweg das Fazit von Elias Kägi zu seinem ersten Rennwochenende: «Als Athlet wünscht man sich natürlich einen besseren Einstieg in die Saison.»

Beim Sprintrennen am Samstag wurde der gelernte Polymechaniker lediglich 54. Bereits am Sonntag konnte sich Elias Kägi steigern und belegte beim Super-Einzelrennen als drittbester Schweizer den 29. Schlussrang. Mit dieser Klassierung gibt sich Elias Kägi natürlich nicht zufrieden. «Es ist wichtig, dass ich zu Beginn der Saison möglichst rasch in den Rennmodus komme und insbesondere im Schiessstand an Sicherheit gewinne», erklärt Kägi. Die Schiessleistungen waren in Obertilliach ausschlaggebend für die Platzierung. Mit lediglich 5 von 10 möglichen Treffern am Samstag und 13 (von 20) am Sonntag sind keine Spitzenrangierungen möglich. Zum Vergleich: Der zweifache Sieger und Teamkollege Niklas Hartweg aus Einsiedeln verzeichnete am ganzen Rennwochenende lediglich zwei Fehlschüsse.

Mitarbeit auf der Biathlon-Anlage in Realp

«Etwas irritiert bin ich schon über die vielen Fehler im Liegendschiessen. In den Vorbereitungen bereitete mir die Stabilität im Stehendschiessen eher Mühe», blickt Elias Kägi zurück. Im Sommer pendelte der Athlet des Skiclubs Gotthard-Andermatt zwischen der Lenzerheide und Andermatt hin und her. In der Regel verbrachte das Junioren-Team von Swiss-Ski mindestens eine Woche im Monat im Bündnerland. Hinzu gesellten sich weitere Zusammenzüge im Ausland, sodass Kägi jeweils rund zwei Wochen im Monat in Andermatt trainierte.

Kägi gilt als Profisportler. Dennoch hat er es in den Sommermonaten geschätzt, während eines Tages in der Woche für das Bundesamt für Sport beim Unterhalt der Biathlon-Anlage in Realp mitzuarbeiten: «Man kommt so auf andere Gedanken und kann sich zudem etwas Sackgeld verdienen.» Die Saisonvorbereitungen verliefen für Elias Kägi wunschgemäss. Abgesehen von einer Erkältung im September, welche ihn an der Teilnahme am Nordic-Weekend in Andermatt hinderten, konnte er das Training voll durchziehen. Die Leistungen auf den Langlaufskis haben in Obertilliach auch gezeigt, dass Elias Kägi läuferisch bei den Leuten ist. Am Sonntag verzeichnete er die 13.- schnellste Zeit in der Spur.

Ende Januar 2020 steht die Junioren-WM an

Der Urner blickt deshalb positiv in Richtung Pokljuka. Am kommenden Wochenende finden in Slowenien die IBU-Juniorcup-Rennen statt. Diese Wettkämpfe sind für Elias Kägi und das restliche Schweizer Team für die Selektionen sehr wichtig, steht doch Ende Januar 2020 die Heim-Junioren-WM auf dem Programm. «Die letzten zwei, drei Jahre war der Grossanlass auf der Lenzerheide immer wieder ein Thema. Selber dabei zu sein, wäre grossartig», zeigt sich Elias Kägi begeistert und meint: «An der Unterstützung von Verwandten und Freunden aus dem Urnerland würde es sicherlich nicht fehlen.»