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Aus im Basketballcup: Der Pully-Express ist zu stark für Luzern

Luzerns NLB-Basketballerinnen verlieren den Cup-Achtelfinal gegen Pully. Dafür läuft es in der Meisterschaft gut.
Theres Bühlmann
Die Luzernerin Charlène Stieger (am Ball) setzt sich kraftvoll gegen die Westschweizerin Martina Gomes Pereira durch.Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 3. November 2019)

Die Luzernerin Charlène Stieger (am Ball) setzt sich kraftvoll gegen die Westschweizerin Martina Gomes Pereira durch.Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 3. November 2019)

Das sonntägliche Cupspiel hätte mehr als nur knapp 40 Zuschauer verdient. Immerhin gastierte beim Achtelfinal des Schweizer Cup der Frauen das NLA-Team aus Pully in der Luzerner Wartegg-Halle. Die Waadtländerinnen spielen seit Jahren in der obersten Schweizer Liga, sind zur Zeit in der Meisterschaft auf Platz 4 zu finden, holten sich 1985 und 1986 den Cupsieg und standen letztmals 2005 im Final. Dort mussten sie sich der Equipe aus Martigny geschlagen geben.

Luzern als Underdog und mit einem schmalen Kader in diese Begegnung gegangen, versuchte die Haut so teuer als möglich zu verkaufen. Die Gegnerinnen, mit drei ausländischen Profis in ihren Reihen, gaben von Beginn weg entsprechend den Tarif durch. Sie waren in allen Belangen überlegen, spielten ihre Routine, Schnelligkeit und technische Versiertheit aus, und überzeugten auch durch ihre Treffsicherheit. Jeder Punkt wurde vom mitgereisten Fananhang, mit Megafon und Trommel im Gepäck, laut bejubelt.

Pully deckt die Grenzen der Luzernerinnen auf

Dem konnte aber auch die kleine Supportergruppe der Einheimischen entgegenhalten, mit «Hopp-Lozärn-Rufen», auch mit Paukenschlägen untermalt, und dies unermüdlich bis zum Schlusspfiff. Aufgeben galt nicht, auch für die Luzernerinnen, die viel Kampfgeist an den Tag legten und mit sehenswert herausgespielten Kombinationen und erfolgreichen Abschlüssen Applaus ernteten. Doch sie bekamen, in einer gefälligen Partie, ihre Grenzen aufgezeigt. «In der ersten Halbzeit haben wir durchaus gut gespielt», sagte Luzerns Spielerin Kristina Milenkovic. Die 26-jährige in Knonau wohnhafte Informatik-Studentin verfügt über NLA-Erfahrung mit den einstigen Teams aus Brunnen und den Highflyers Luzern und somit über viel Routine. Auch wie man stark im Rückstand liegend wieder die nötige Motivation findet, dafür hat sie ein Rezept: «Die Fehler jeweils schnell vergessen und alles besser machen.»

Nach diesem verlorenen Cupspiel kann sich Luzern wieder auf die Meisterschaft konzentrieren – und da legte die Mannschaft einen guten Start hin. Fünf Partien sind gespielt, nach drei Siegen und zwei Niederlagen ist das Team von Trainerin Simona Soda auf Platz 2. Die Equipe ist wieder «im Lot», nachdem Ende des letzten Jahres einige Spielerinnen Luzern verliessen. Von Unstimmigkeiten und Empfindlichkeiten war die Rede und von unterschiedlichen Vorstellungen. Weil der damalige Übungsleiter Josip Cokara zusätzlich auch im Nachwuchsbereich engagiert war, wurde die Trainerstelle neu besetzt. Seit dem Februar 2019 steht die Kroatin Simona Soda (45) an der Seitenlinie, die von Aude Bonnaire assistiert wird – und es ging Schritt für Schritt wieder aufwärts. «Simona verfügt über sehr viel Wissen», sagte Kristina Milenkovic und schob nach: «In der Meisterschaft hoffe ich auf die Final-Four.» Aus der verlorenen Cuppartie zog sie für die Meisterschaft ein Fazit: «Wir müssen mehr kämpfen und auch von der Bank aus die Spielerinnen auf dem Feld noch stärker unterstützen.»

Assistenz-Coach Aude Bonnaire hat sich den NLB-Titel zum Ziel gesetzt. «Unser Team setzt sich aus jungen Spielerinnen und erfahrenen Akteurinnen zusammen, Verbesserungspotenzial besteht noch überall. Es gibt nur eines: Trainieren, und nochmals trainieren.» Als sehr positiv beschreibt sie die gute Atmosphäre und Stimmung innerhalb des Teams. Und dies ist ja auch ein Erfolgsfaktor.

STV Luzern Basket – Pully 43:88 (23:46)
Wartegg – 40 Zuschauer. – STV Luzern: Prsic, Frösch (5), Dijana Milenkovic (4), Kristina Milenkovic (3), Marjana Milenkovic (10), Zoccoletti (8), Stieger (13). – Bemerkung: Luzern ohne Kristina Pavlovic, Milena Schenk und Ana Volk.

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