Radball-Duo Zotter/Marty kommen dank eines Exploits zu Bronze

Im Finalturnier holt Altdorf I hinter Mosnang und Pfungen die Bronzemedaille. Altdorf II muss sich mit dem 4. Platz begnügen.

Urs Hanhart
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Altdorf I mit Claudio Zotter (am Ball) und Simon Marty holen am Finalturnier das noch Mögliche heraus.

Altdorf I mit Claudio Zotter (am Ball) und Simon Marty holen am Finalturnier das noch Mögliche heraus.

Bild: Urs Hanhart

Zum Abschluss der zuvor doch eher verkorksten Saison mit deutlich mehr Tiefs als Hochs setzte das Fanionteam von Radsport Altdorf mit Claudio Zotter und Simon Marty im Finalturnier der Schweizer Meisterschaft, das am Samstag in Liestal ausgetragen wurde, doch noch ein Ausrufezeichen. Das erfahrene Duo vermochte sich im Vergleich zu den bisherigen Auftritten im Rahmen des nationalen Championats deutlich zu steigern. Zwar setzte es im ersten von vier Finalspielen eine (erwartete) 3:5-Niederlage gegen Titelverteidiger Pfungen ab. Aber davon liessen sich die Urner keineswegs entmutigen.

Das im Hinblick auf der Vergabe der Bronzemedaille vorentscheidende vereinsinterne Bruderduell gegen Altdorf II mit den aufstrebenden Jungspunden Beda Planzer und Fabian Hauri konnten Zotter und Marty nach hartem Kampf hauchdünn mit 4:3 für sich entscheiden. Mit diesem Erfolg machten die Routiniers den im ersten Finalturnier eingehandelten Rückstand von einem Punkt auf ihre Vereinskollegen mehr als wett. Das dritte Spiel gegen Winterthur gewann Altdorf souverän mit 6:3. Zum Abschluss des Turniers gab es dann noch einen budgetierten 3:6-Taucher gegen Cup-Sieger Mosnang. Die geholten sechs Punkte reichten jedoch locker für den Gewinn der Bronzemedaille.

Gold sicherte sich in überzeugender Manier Mosnang mit Lukas Schönenberger und Andreas Zaugg. Die Toggenburger brachten das Kunststück fertig, alle vier Finalpartien zu gewinnen und das Punktemaximum zu holen. Im alles entscheidenden Spiel gegen Vorjahresmeister und WM-Teilnehmer Pfungen mit Severin Waibel und Benjamin Weibel, der das erste Finalturnier noch dominiert hatte, triumphierte das neue Schweizer-Meister-Duo mit 6:4. Für die entthronten Zürcher, die im Vorjahr auf nationaler Ebene alles dominiert hatten, war dies bereits der zweite Dämpfer nach dem Ende Februar verlorenen Cupfinal gegen Mosnang.

Starkes NLA-Debüt von Altdorf II

Altdorf II mit Planzer und Hauri startete mit berechtigten Ambitionen auf die Bronzemedaille ins Finalturnier. Das Newcomer-Duo hatte sowohl die Qualifikation als auch die Meisterrunde und das erste Finalturnier jeweils auf dem dritten Platz abgeschlossen. Durch die knappe 3:4-Niederlage im Duell mit Altdorf I verspielte es jedoch die Chance auf eine Medaille. Immerhin waren Planzer und Hauri aber ganz nahe dran, für eine Sensation zu sorgen. Im Kräftemessen mit dem nachmaligen Turniersieger Mosnang zogen sie nur ganz knapp mit 1:2 den Kürzeren. Auch im Spiel gegen Pfungen konnten sie lange gut mithalten, verloren aber letztlich mit 1:3. Dank dem abschliessenden 5:3-Sieg gegen Winterthur brachten sie wenigstens den 4. Platz ins Trockene.

Altdorf II, das im letzten Jahr in die Nationalliga A aufgestiegen war, spielte alles in allem eine sehr starke erste Saison im Oberhaus. Planzer und Hauri gehört die Zukunft und es dürfte wohl nicht mehr lange dauern, bis dieses junge Team Mosnang und Pfungen tüchtig einheizen wird. Das Potenzial für eine grosse Karriere ist bei diesem Duo zweifellos vorhanden.