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Die Schwyzerin Raphaela Suter tritt vom Skirennsport zurück

Die mittlere der drei Suter-Schwestern hat die Freude am Spitzensport verloren. Nun macht die 22-jährige Raphaela Suter die Berufsmatura.
Peter Gerber
Raphaela Suter sagte dem Skirennsport am Wochenende ade. Bild: Urs Flüeler/Keystone (Hoch Ybrig, 21. März 2019)

Raphaela Suter sagte dem Skirennsport am Wochenende ade. Bild: Urs Flüeler/Keystone (Hoch Ybrig, 21. März 2019)

Im Edelweiss-Hemd und einer vom Vater geliehenen Lederhose über dem Rennanzug katapultierte sich Raphaela Suter am vergangenen Samstag an den Schweizer Meisterschaften auf dem Hoch-Ybrig zum letzten Mal als Rennfahrerin aus einem Starthaus. Drei kurze Zwischenstopps bei den an den am Pistenrand stehenden Trainern und ihrem Vater und 1:44,36 Minuten später war die Laufbahn als Rennfahrerin für die 22 Jahre alte Schwyzerin vorbei. «Das Herz hat gesagt, es reicht, ich will das nicht mehr», erklärt sich die mittlere der drei Suter-Schwestern.

Im Januar habe sie gemerkt, dass etwas anders sei, dass etwas einfach nicht mehr ganz stimme und nicht mehr stimmig sei, sagt Raphaela Suter. «Ich habe diese Situation analysiert und dabei gemerkt, dass mir die Freude am Rennsport abhandengekommen ist. Und dann war es nicht mehr weit zur Entscheidung, aufzuhören», so die Freundin von Noel von Grünigen.

Schwerer Unfall mit Schien- und Wadenbeinbruch

«Ich habe keine Schmerzen und kann als gesunde Skifahrerin aufhören. Das ist nicht selbstverständlich», hält sie noch fest. Gerade Raphaela Suter weiss, wovon sie spricht. 2015 war es, als sie quasi vor der Haustür auf dem Stoos im Training zur Junioren-SM schwer stürzte. Schien- und Wadenbeinbruch rechts, Kreuzbandriss links und die Auskunft eines Arztes, dass sie wohl nie mehr werde ein Rennen fahren können, waren die Folge. Suter kämpfte sich zurück, versöhnte sich im März 2018 mit einem Sieg mit der Unglücksstrecke – und wurde dennoch Ende der Saison 2017/2018 nicht mehr für die Swiss-Ski-Kader berücksichtigt.

Sie hat sich zurückgekämpft, war wieder mit von der Partie, wenn es im Winter 2018/19 um Europacup-Punkte gegangen ist – und war dennoch nicht mehr dieselbe. Bis zu jenem Zeitpunkt, als sie im Januar 2019 gemerkt hat, was nicht mehr passt. Im August geht es für Raphaela Suter wieder auf die Schulbank. Sie will die Berufsmatura in der Fachrichtung Gesundheit und Soziales in Angriff nehmen. Eine etwas andere Herausforderung als ein Skirennen gegen die tickende Uhr. «Wenn es die Zeit zulässt werde ich gerne beim einen oder andern Skirennen von Noel oder von meinen Schwestern als Fan dabei sein», sagt sie. Und schliesst damit ein Kapitel.

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