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Urner Rollhockeyaner erneut von Biasca ausgebremst

Auch im zweiten Gotthard-Derby innert einer Woche zieht der RHC Uri gegen Biasca den Kürzeren und unterliegt mit 4:6. Mit einer besseren Abschlusseffizienz hätten die Urner ihren Erzrivalen besiegen können.
Urs Hanhart
Uri-Neuzugang Felipe Sturla (Bildmitte) sorgt für Gefahr vor dem gegnerischen Tor und zeichnet sich als Dreifachtorschütze aus. (Bild: Urs Hanhart, Seedorf, 3. November 2018)

Uri-Neuzugang Felipe Sturla (Bildmitte) sorgt für Gefahr vor dem gegnerischen Tor und zeichnet sich als Dreifachtorschütze aus. (Bild: Urs Hanhart, Seedorf, 3. November 2018)

Der RHC Uri spielte zwar zu Hause in der vereinseigenen Rollhockeyhalle in Seedorf, aber auf den Rängen gaben mehrheitlich die mitgereisten Biasca-Fans den Ton an. Das kleine, frenetisch mitgehende Fan-Grüppchen sorgte mit seinen Schlachtrufen fast durchgehend für einen ohrenbetäubenden Lärm und überstimmte damit die heimischen Anhänger bei weitem. Allerdings nützte dies in der Startphase wenig, denn die Platzherren rissen das Spieldiktat resolut an sich und dominierten zunächst das Geschehen. Dieser Blitzstart zahlte sich aus, denn bereits in der 3. Minute ging Uri durch einen von Neuzugang Felipe Sturla eiskalt verwandelten direkten Freistoss in Führung.

Danach blieben die Gastgeber am Drücker. Sie erarbeiteten sich mehrere erstklassige Torchancen, konnten diese aber nicht in Erfolge ummünzen. Die Strafe dafür folgte auf dem Fuss. In der 16. Minute erzielte Ivan Ruggiero praktisch aus dem Nichts den 1:1-Ausgleichstreffer für die bis dahin ziemlich blass gebliebenen Gäste. Ab diesem Zeitpunkt waren dann jedoch die Tessiner ganz klar spielbestimmend, zumindest bis zur Pause. Uri-Keeper Marc Blöchlinger musste mehrfach sein ganzes Können aufbieten und verhinderte mit mirakulösen Paraden einen weiteren Gegentreffer. Unter anderem parierte er einen direkten Freistoss, indem er den knallharten Schuss an die Latte lenkte.

Vorentscheidende Tor-Triplette von Biasca

Zu Beginn der zweiten Halbzeit lieferten sich die beiden Erzrivalen einen offenen Schlagabtausch. Es gab spektakuläre Torszenen hüben und drüben zu sehen. Biasca legte in der 32. Minute mit einem Freistosstreffer, bei dem die Urner Hintermannschaft keinen guten Eindruck hinterliess, zum 2:1 vor. Gleich im Gegenzug stellte Wirbelwind Sturla allerdings den Gleichstand (2:2) wieder her. Danach begann eine rund fünfminütige Phase, in der die wegen Ferienabwesenheiten nur gerade mit sechs Feldspielern angetretenen Urner von den Leventinern richtiggehend überrollt wurden.

Biasca zog dank eines weiteren Freistosstreffers und zwei Kontertoren bis zur 40. Minute vorentscheidend auf drei Längen (2:5) davon. Immerhin steckten die Urschweizer nach dieser kalten Dusche keineswegs auf. Sie rafften sich nochmals auf und setzten nun alles daran, um den Spiess umzudrehen. Zunächst mit Erfolg, denn Costa und Sturla mit seinem dritten Torerfolg brachten Uri wieder auf 4:5 heran.

Biasca war cleverer und abgezockter

Knapp drei Minuten vor Schluss machte aber Giacomo Scanavin mit einem erfolgreich abgeschlossenen Bilderbuchkonter zum 4:6 sämtliche Hoffnungen der Hausherren zunichte, noch eine Verlängerung zu erzwingen. Biasca schaukelte das Zwei-Tore-Polster problemlos über die restliche Spielzeit.

«Uns hat die Kaltblütigkeit im Abschluss gefehlt. Wir haben aus den vielen Torchancen zu wenig gemacht. Zudem war auch die hintere Verteidigungslinie nicht sonderlich sattelfest und es sind uns zu viele unnötige Fehler unterlaufen», bilanzierte Uri-Trainer Simon von Allmen nach dem Schlusspfiff. Dem Gegner machte er ein Kompliment: «Biasca hat viel cleverer und abgezockter agiert. Das Team hat seine deutlich grössere Routine gekonnt ausgespielt. Aber diesmal wären die Tessiner durchaus zu schlagen gewesen, obwohl wir mit einem Rumpfteam antreten mussten. Schade, dass wir diese Chance nicht gepackt haben.»

Uri – Biasca 4:6 (1:1)

Rollhockeyhalle Seedorf. – 400 Zuschauer. – SR Dornbierer, Cebulla. – Uri: Blöchlinger, Kellner; Sturla (3), J. Imhof, N. Imhof, Costa (1), Gasser, Aschwanden. – Biasca: Figueiredo, Tatti; Giger, Ruggiero (1), Rodoni, Ré (1), Olandi (2), Camillo Boll (1), Gregorio Boll, Scanavini (1).

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