Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Die Sarner NLB-Unihockeyaner müssen über mindestens vier Spiele gehen

Nach dem souveränen Halbfinal-Auftaktsieg über Langenthal Aarwangen (8:3) muss Ad Astra Sarnen im NLB-Playoff eine ärgerliche 6:7-Niederlage nach Verlängerung hinnehmen. Zweimal vergeben die Obwaldner eine Drei-Tore-Führung.

Überzeugend schaffte der Gegner von Ad Astra Sarnen den Einzug in die Playoff-Halbfinals. Ohne Niederlage überstand Unihockey Langenthal Aarwangen die Viertelfinalserie. Ad Astra konnte sich also auf einen Halbfinal-Gegner einstellen, der offensichtlich in Form ist. Nur: Auch die Sarner sind in Form. Dass beide Teams mit Selbstvertrauen ans Werk gingen, zeigte sich am aktiven Forechecking auf beiden Seiten. Den Verteidigern wurde wenig Platz gelassen, früh wurde der ballführende Spieler unter Druck gesetzt. Genau nach so einer Situation gelang dem Heimteam der erste Treffer: Abegg und Liikanen luchsten den gegnerischen Verteidigern den Ball ab und nützten die 2:1-Situation eiskalt zur Führung aus. Nach einer eher hart gepfiffenen Strafe gegen Langenthals Mühlethaler schlug Ad Astra nach sieben Minuten bereits zum zweiten Mal zu: Liikanen überwand Niklaus im Tor der Gäste aus dem Hinterhalt.

Die Oberaargauer liessen sich davon jedoch nicht entmutigen und kamen nach einem Konterangriff in der 13. Spielminute wieder auf ein Tor heran. Kurz vor der Pause kamen auch die Gäste zu einer Überzahlgelegenheit und nutzten diese prompt aus. Mühlethaler traf mit einem platzierten Schuss ins weite Eck zum 2:2-Ausgleich. Der Routinier in den Reihen der Gäste prägte das erste Spiel auf beiden Seiten: Auch im Mittelabschnitt wanderte er aufgrund eines Stockschlags auf die Strafbank und wieder konnten die Sarner die Überzahlsituation ausnützen. Nach der einen oder anderen ausgelassenen Chance der Oberaargauer im Mitteldrittel war es Mühlethaler, der mit seinem zweiten persönlichen Treffer seine Farben kurz vor der zweiten Sirene nochmals heranbrachte. Weil Liikanen und Basil von Wyl zuvor schon für Ad Astra getroffen hatten, stand es nach 40 Minuten 5:3, jedoch für die Obwaldner.

Die Entscheidung in diesem ersten Spiel der Best-of-five-Serie führte Basil von Wyl mit einem wunderbaren Drehschuss in der 51. Minute herbei. Drei Tore Rückstand waren zu viel für die Gäste, Cornel von Wyl erhöhte ins verlassene Tor gar noch auf 7:3 und wenige Sekunden vor Spielschluss machte sein jüngerer Bruder Basil mit seinem dritten persönlichen Treffer den Deckel drauf. «Ich denke unser Sieg heute ist verdient, auch wenn das Resultat schliesslich etwas zu hoch sein mag», meinte Basil von Wyl nach Spielschluss.

Hart umkämpftes Spiel in Langenthal

Einen echten Playoff-Kampf lieferten sich die Berner und Ad Astra keine 24 Stunden nach dem Auftaktspiel in Langenthal. Erneut gelang den Sarnern der bessere Start, nach 20 Minuten lagen sie mit 2:0 im Vorsprung. Als Abegg kurz nach dem Seitenwechsel gar auf 3:0 erhöhte, war das Heimteam gefordert. Die Reaktion auf diesen dritten Gegentreffer war heftig, innert fünf Minuten gelangen den Langenthalern drei Treffer. «Nach dem dritten Treffer haben wir ein wenig nachgelassen und wurden dafür gnadenlos bestraft. Das darf uns nicht passieren», ärgerte sich Ad Astra-Captain Roman Schöni.

Die Sarner fingen sich jedoch wieder und lagen nach 43 Minuten erneut mit drei Toren in Vorsprung. Junior Mischa Furrer erlief sich einen langen Auswurf von Torhüter Mario Britschgi und netzte zum 6:3 ein. Langenthal liess jedoch nicht locker und kam bereits im nächsten Einsatz wieder auf zwei Tore heran. Endgültig den Glauben zurück brachte den Oberaargauern Mühlethalers 5:6 nach 48. Minuten, als je ein Spieler auf beiden Seiten auf der Bank sass. «Schade kassierten wir selbst auch eine Strafe. Wenn wir im Powerplay wieder zugeschlagen hätten, wäre es für sie sehr schwierig geworden», meinte Schöni zu dieser Schlüsselszene. So kam es, wie es kommen musste: Getrieben vom zahlreichen Publikum glich Känzig fünf Minuten vor Schluss aus. Bis zur Sirene hatten beide Teams noch gute Chancen auf den siebten Treffer, für Langenthal rettete bei Markströms Abschluss gar der Pfosten. Das Spiel ging somit in die Verlängerung, wo Mühlethaler nach einem Querpass von Beaud das Spiel für das Heimteam entschied. «Wir müssen uns an der eigenen Nase nehmen. Mit drei Toren Vorsprung im Rücken müssen wir im Schlussdrittel einfach cleverer spielen», meinte Schöni. Nach zwei Spielen stehen somit beide Teams bei je einem Erfolg. Weiter geht die Serie am Donnerstag mit Spiel drei in Sarnen (20.00, Dreifachhalle). (jh)

Halbfinals (best of 5). 1. Runde (Samstag): Sarnen – Langenthal Aarwangen 8:3. Basel Regio – Ticino 10:2. – 2. Runde: Langenthal Aarwangen – Sarnen 7:6 n. V.; Stand: 1:1. Ticino – Basel Regio 9:10 n. V.; Stand 0:2.

Sarnen – Langenthal Aarw. 8:3 (2:2, 3:1, 3:0)

Dreifachhalle. – 657 Zuschauer. – SR Stäheli/Zähnler. Tore: 4. Abegg (Liikanen) 1:0. 7. Liikanen (Markström/Ausschluss Mühlethaler) 2:0. 13. Eggerschwiler (Känzig) 2:1. 19. Mühlethaler (Ausschluss Dubacher) 2:2. 25. Liikanen (Berchtold) 3:2. 33. B. von Wyl (M. Schöni) 4:2. 38. Abegg (Liikanen/Ausschluss Mühlethaler) 5:2. 39:30 Mühlethaler (Moser) 5:3. 51. B. von Wyl (Eronen) 6:3. 58. C. von Wyl (Liikanen) 7:3 (ins leere Tor). 59:52. B. von Wyl (Markström) 8:3. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Sarnen; 3-mal 2 Minuten gegen Langenthal. – Sarnen: Britschgi; Höltschi, Markström; Läubli, Berchtold; Dubacher, Pass; Furrer, C. von Wyl, R. Schöni; Abegg, Boschung, Liikanen; B. von Wyl, M. Schöni, Eronen; Durot, Zurmühle. – Bemerkungen: Sarnen ohne Amrein, J. von Wyl und Bitterli (alle Ersatz). 56:43 Time-out Lantenthal, anschliessend mehrheitlich ohne Torhüter und mit 6. Feldspieler.

Langenthal Aarwangen – Sarnen 7:6 (0:2, 3:2, 3:2, 1:0) n. V.

Dreifachturnhalle Kreuzfeld, Langenthal. – 435 Zuschauer. – SR Ambühl/Brechbühler. – Tore: 6. Liikanen (Schöni) 0:1. 8. Eronen 0:2. 22. Abegg (Liikanen) 0:3. 25. Zumstein 1:3. 29. Känzig (Eggerschwiler) 2:3. 30. Lang (Dätwyler) 3:3. 33. Markström (Schöni) 3:4. 41. Markström (C. von Wyl) 3:5. 43. Furrer (Britschgi) 3:6. 44. Ingold (Akeret) 4:6. 48. Mühlethaler (Känzig) 5:6. 55. Känzig (Eggerschwiler) 6:6. 65. Mühlethaler (Beaud) 7:6. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Unihockey Langenthal Aarwangen; 2-mal 2 Minuten gegen Ad Astra Sarnen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.