Ad Astra Sarnen will rote Laterne abgeben

Am Samstag empfängt Ad Astra den UHC Thun. Gewinnen die Sarner, sind die Thuner das Schlusslicht der NLA.

Hören
Drucken
Teilen
Ad-Astra-Verteidiger Valerio Läubli (in Aktion): «Ein Sieg gegen Thun wäre für die Moral wichtig.»

Ad-Astra-Verteidiger Valerio Läubli (in Aktion): «Ein Sieg gegen Thun wäre für die Moral wichtig.»

Bild: André Düsel (Winterthur, 5. Oktober 2019)

Wenn es den perfekten Zeitpunkt für den ersten Heimsieg von Ad Astra Sarnen gibt, dann an diesem Samstag. Grund: Mit einem Sieg gegen Thun kann Ad Astra die ungeliebte rote Laterne, die seit dem ersten Saisonspiel in Sarner Hand ist, dem Gegner überreichen.

Deutlich abgeschlagen von den anderen zehn Teams zieren Thun und Sarnen das Ende der Tabelle in der NLA. Mit nur drei Punkten sind die Obwaldner auf Platz 12 rangiert, die Berner mit einem Zähler mehr direkt vor ihnen. «Am Samstag muss endlich ein Heimsieg her, da gibt es keine Ausrede», macht Ad-Astra-Verteidiger Valerio Läubli klar. Der letzte Punktgewinn der Sarner liegt mittlerweile schon ein paar Wochen zurück: Ende November nahmen sie einen Punkt mit nach Hause vom Auswärtsspiel gegen den UHC Uster. Mit leeren Händen kehrten Läubli und seine Teamkollegen hingegen im Oktober vom Hinspiel aus Thun zurück. «In dieser Partie haben wir die Punkte sehr fahrlässig verspielt, das wurmt uns heute noch. Wir lagen damals im Schlussdrittel in Führung, haben diese aber in naiver Art und Weise wieder verspielt», erinnert sich Läubli.

Gleiches soll am Samstag in Sarnen nicht nochmals passieren. «Ich denke, wir bewegen uns mit Thun ziemlich auf Augenhöhe. Es kann darum entscheidend sein, wer sich taktisch aufgrund von Video-Studium besser auf den Gegner einstellt», so Läubli. «Bei den Thunern müssen wir vor allem die erste Formation mit den tschechischen Verstärkungsspielern unter Kontrolle haben. Ansonsten ist es wichtig, dass wir unsere Ideen im Spiel mit Ball auf dem Feld umsetzen können. Diesbezüglich sind wir definitiv weiter als noch im Oktober beim letzten Aufeinandertreffen, darum bin ich sehr zuversichtlich.»

Vorbereitung auf die Playouts ist im Gang

Während Ad Astra ein Neuling in der NLA ist, sind es sich die Thuner gewohnt, gegen die hochdotierte Konkurrenz in der Liga hartes Brot zu essen. Die Berner absolvieren die sechste Saison in der höchsten Spielklasse, konnten in dieser Zeit die Qualifikation für die Playoffs jedoch nie sicherstellen. Die Playoffs bleiben auch in dieser Saison ein unerreichbares Ziel – sowohl für Thun als auch für Ad Astra. Stattdessen werden die beiden Mannschaften ab Ende Februar gegen den Abstieg spielen. In den letzten fünf Jahren kam es in den Auf-/Abstiegsspielen zweimal zur Paarung Sarnen – Thun, zweimal mit dem besseren Ende für die Berner Oberländer. In diesem Frühjahr wird dies jedoch nicht der Fall sein, ein weiteres Aufeinandertreffen ist aufgrund des Modus vom Verband schon jetzt ausgeschlossen. Im bevorstehenden Duell der Kellerkinder der NLA geht es deshalb hauptsächlich darum, welches der beiden Teams sich für die letzten beiden Runden in eine bessere Ausgangslage bringen kann und mit einem Sieg wieder mal etwas für das eigene Selbstvertrauen tun kann. «Ein Sieg gegen Thun wäre in erster Linie für die Moral wichtig. Im Hinblick auf mögliche Gegner in den Playouts könnte er sich zudem ebenfalls als sehr wertvoll erweisen», weiss Läubli. Grund genug für die Sarner, den Heimfluch am Samstag endlich abzulegen und den Thunern die rote Laterne mit auf den Heimweg zu geben. (JH)

Männer, NLA. Samstag. 20.00: Ad Astra Sarnen – Thun (Dreifachhalle). Das Spiel wird kostenlos im Livestream auf luzernerzeitung.ch übertragen.