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Schattdorfer NLA-Ringer geraten immer stärker in den Abstiegssog

Die Hergiswiler Ringer schlagen Schattdorf mit 22:16 und liebäugeln mit der Halbfinalteilnahme.
Simon Gerber
Der Schattdorfer Sven Gamma (in Rot) feierte in Hergiswil einen Sieg, das Team verliert dennoch. (Bild: Urs Hanhart, Schattdorf, 9. Dezember 2018)

Der Schattdorfer Sven Gamma (in Rot) feierte in Hergiswil einen Sieg, das Team verliert dennoch. (Bild: Urs Hanhart, Schattdorf, 9. Dezember 2018)

Nach der achten Runde der Teammeisterschaft in der NLA stehen nebst dem Topfavoriten Willisau Lions und dem Meister Kriessern auch Freiamt definitiv im Halbfinal. Um den vierten Platz buhlen nun noch Einsiedeln und Hergiswil. Kein einfacher Abend war es für Schattdorf. Mit dem Messer am Hals kämpften die dezimierten Urner im Zentralschweizer Derby gegen Hergiswil in der gut gefüllten Steinacherhalle um jeden Punkt. Bis zur Pause sah es für sie noch gut aus. Nach fünf Duellen führten sie dank drei souveränen Schultersiegen mit 12:7.

Eine Augenweide waren die präzisen Hüfterangriffe der beiden Routiniers Michael Jauch gegen den Kranzschwinger Toni Kurmann und Sven Gamma gegen David Wisler. Der von einer Verletzung zurückgekehrte Simon Gerig überlistete seinen Kontrahenten Patrick Rölli mit gezielten Beinangriffen. «Ich rechnete zwar mit einem Erfolg, aber nach dem Trainingsrückstand nicht unbedingt mit einem so schnellen Schultersieg», erklärte der angehende Maschinenbauingenieur FH.

Entscheidung fällt im letzten Kampf

Auf der Seite der Napfringer stach einmal mehr Joel Ambühl, der siebenfache Kranzschwinger in dieser Saison, heraus. Der 21-Jährige punktete dank den schnellen Beinangriffen den 23 Kilogramm schwereren Gegner Christoph Waser geschickt aus. Im zweiten Kampfabschnitt setzte der erwartete Steigerungslauf der Hergiswiler ein. Diesen startete der Ausnahmekönner Thomas Suppiger mit dem schnellen Schultersieg gegen den jungen Ramon Epp. Auch für Martin Grüter und Raphael Kaufmann lief es rund. Sie gingen ohne Punktverlust von der Matte. Die Entscheidung fiel erst im letzten Fight des Abends. Der Unternehmensberater Philippe Kunz imponierte mit gezielten Beinangriffen gegen das Jungtalent Yannick Epp. «Am Ende waren wir routinierter und abgeklärter. Der gelungene Start und die Steigerung nach der Pause gaben den Ausschlag. Unsere Chancen sind intakt, um im letzten Qualifikationskampf gegen Einsiedeln nach 2016 wieder in den Halbfinal einzuziehen», resümierte Marco Hodel, der Sportchef von Hergiswil.

Schattdorf muss wieder über die Barrage gehen

Schattdorf hingegen muss wie schon im letzten Jahr den Ligaerhalt über die Barrage gegen den NLB-Meister sichern. «Wir müssen erneut in den sauren Apfel beissen. Dies wird definitiv keine leichte Aufgabe. Ich bin jedoch optimistisch, dass wir auch nächstes Jahr wieder in der NLA kämpfen werden», glaubt Cheftrainer Michael Jauch.

NLA. Mannschafts-Meisterschaft. 8. Runde: Freiamt – Kriessern 21:17. Einsiedeln – Willisau 13:19. Hergiswil – Schattdorf 22:16. – Rangliste (nach 8 Runden): 1. Willisau 15. 2. Freiamt und Kriessern, je 10. 3. 4. Hergiswil und Einsiedeln, je 6. 6. Schattdorf 1.
Modus: Die Top 4 qualifizieren sich für die Halbfinals. Der Sechstplatzierte bestreitet einen Auf-/Abstiegskampf gegen den NLB-Meister.

Hergiswil – Schattdorf 22:16
57 kg: Alexander Golin s. Thomas Epp 3:0. – 61 kg: Patrick Rölli v. Simon Gerig 0:4. – 65 kg: David Wisler v. Sven Gamma 0:4. – 70 kg: Martin Grüter s. Sven Epp 4:0. – 74 kg: Patrick Kunz v. Renato Kempf 0:3. Philippe Kunz s. Yannick Epp 4:1. – 79 kg: Raphael Kaufmann s. Benjamin Gander 3:0. – 86 kg: Thomas Suppiger s. Ramon Epp 4:0. – 97 kg: Toni Kurmann v. Michael Jauch 0:4. 130 kg: Joel Ambühl s. Christoph Waser 4:0.

Einsiedeln – Willisau Lions 13:19
57 kg: Kay Nayer s. Marc Kaufmann 3:0. – 61 kg: Lars Neyer v. Timon Zeder 1:2. – 65 kg: Michael Schönbächler v. Rasul Israpilov 0:3. – 70 kg: Jan Neyer s. Mansur Mavlaev 2:1. – 74 kg: Lorenz Schönbächler v. Michael Portmann 0:4. Adrian Mazan v. Tobias Portmann 0:3. – 79 kg: Isa Usupov s. Florian Betschart 3:0. – 86 kg: Andreas Burkard v. Gergely Gyurits 1:2. – 97 kg: Sven Neyer s. Dominik Bossert 3:1. – 130 kg: Boris Illenseer v. Stefan Reichmuth 0:3.

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