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Schattdorfer werden im Kellerduell knapp geschlagen

Die Ringerriege Schattdorf verliert den Heimkampf gegen Schlusslicht Hergiswil mit 17:20 und übernimmt die rote Laterne.
Urs Hanhart
Der Schattdorfer Tanguy Darbellay (in Rot) machte mit dem Hergiswiler Philippe Kunz kurzen Prozess. (Bild: Urs Hanhart, Schattdorf, 21. September 2019)

Der Schattdorfer Tanguy Darbellay (in Rot) machte mit dem Hergiswiler Philippe Kunz kurzen Prozess. (Bild: Urs Hanhart, Schattdorf, 21. September 2019)

«Angesichts der verletzungsbedingten Ausfälle unserer beiden Topringer Nicolas Christen und Simon Gerig war uns klar, dass wir gegen Hergiswil einen schweren Stand haben würden. So gesehen müssen wir schon fast zufrieden sein, nur relativ knapp verloren zu haben», so lautete die Einschätzung von Schattdorf-Trainer Michael Jauch nach dem Fight gegen Hergiswil. Dann fügte er noch an: «Jetzt können wir nur darauf hoffen, dass sich die angeschlagenen Akteure möglichst schnell erholen und wieder einsatzbereit sind.» Im Falle von Christen steht schon so gut wie fest, dass er die gesamte Mannschaftsmeisterschaft verpassen wird. Gerig hingegen hat bessere Karten, relativ bald wieder ins Geschehen eingreifen zu können.

Die Gastgeber starteten in der nahezu voll besetzten Halle denkbar schlecht in dieses im Hinblick auf die Vermeidung der Abstiegsrunde ungemein wichtige Kräftemessen. Thomas Epp zog zum Auftakt in der 57-kg-Freistilklasse gegen Alexander Golin durch technische Unterlegenheit den Kürzeren. Anschliessend verlor auch Michael Jauch, der leicht angeschlagen mit einer Schulterzerrung auf die Matte stieg, seinen Kampf im Greco-Schwergewicht gegen Thomas Suppiger, wenn auch knapp mit 1:3-Punkten. Der dritte Fight brachte dann den ersten Lichtblick für die Platzherren. 61-kg-Grecomann Sven Gamma besiegte Patrick Rölli überzeugend durch technische Überlegenheit. Daraufhin blieb auch Andy Murer (97 kg Freistil) im Schwinger-Duell gegen Toni Kurmann siegreich und bescherte damit Schattdorf die erstmalige Führung in dieser Begegnung. Der letzte Fight vor der Pause in der 65-kg-Freistilklasse zwischen Sergio Gamma und David Wisler endete 12:12 Unentschieden, wobei der Hergiswiler Wisler per Kampfrichterentscheid zum Sieger erklärt wurde. Dennoch konnten die Hausherren eine knappe 10:8-Führung ins lange Break mitnehmen.

Dämpfer nach der Pause

Dieses dünne Polster schmolz zu Beginn des zweiten Durchgangs allerdings sehr schnell wieder dahin. Ramon Epp war in der 86-kg-Grecoklasse gegen Raphael Kaufmann chancenlos und kassierte eine Schulterniederlage. Und es kam noch schlimmer, denn Sven Epp zog anschliessend im 70 kg Greco gegen Martin Grüter deutlich nach Punkten den Kürzeren. Dadurch setzten sich die Gäste vorentscheidend mit 15:10-Punkten davon. Immerhin gaben sich die Lokalmatadoren noch keineswegs geschlagen. Doppellizenzringer Tanguy Darbellay trumpfte im 79-kg-Freistilfight gegen Philippe Kunz gross auf und bodigte diesen durch technische Überlegenheit. Dadurch kamen die Schattdorfer wieder bis auf zwei Zähler (14:16) heran. Allerdings folgte gleich der nächste Dämpfer. Kim Besse, nebst Darbellay der zweite Walliser in den Reihen der Urner, unterlag im vorletzten Kampf (74 kg Freistil) seinem Gegner Manuel Jakob nach Punkten, wodurch der Rückstand wieder auf vier Zähler (15:19) anwuchs.

Nun hätte Renato Kempf im letzten der zehn Duelle (74 kg Greco) gegen Patrick Kunz einen Schultersieg benötigt, um seinem Team wenigstens noch ein Remis zu retten. Kempf schlug sich zwar wacker und drehte den Kampf nach einem deutlichen Rückstand in der zweiten Runde noch um. Aber vom erhofften Schultererfolg war er weit entfernt. So resultierte letztlich eine doch recht bittere 17:20-Niederlage.

«Die Jungen, die eingesprungen sind, haben sich gut gehalten, aber zum Teil halt auch Lehrgeld bezahlt», bilanzierte Jauch. In der Tabelle ist Schattdorf nun auf den letzten Platz zurückgefallen. Sieben Runden vor Abschluss der Qualifikation beträgt der Rückstand auf Hergiswil und Einsiedeln zwar erst einen Punkt. Dennoch liegt der Halbfinaleinzug aufgrund der Verletzungsprobleme wohl in weiter Ferne. Das sieht auch Jauch so. Er betonte: «Unser Ziel ist es, den Gang in die Abstiegsrunde zu verhindern und den Ligaerhalt vorzeitig sicherzustellen. Diesbezüglich ist Hergiswil sicherlich unser härtester Konkurrent. Wir werden alles daran setzen, den Rückkampf im Luzerner Hinterland für uns zu entscheiden.» Willisau, Freiamt, Kriessern und auch Einsiedeln dürften mit dem momentanen Schrumpfkader ausser Reichweite liegen.

Schattdorf – Hergiswil 17:20
57 kg: Thomas Epp v. Alexander Gollin 0:4. – 61 kg: Sven Gamma s. Patrick Rölli 4:0. – 65 kg: Sergio Gamma v. David Wisler 1:2. – 70 kg: Sven Epp v. Martin Grüter 0:3. – 74 kg: Kim Besse v. Manuel Jakob 1:3. Renato Kempf s. Patrick Kunz 2:1. – 79 kg: Tanguy Darbellay s. Philippe Kunz 4:1. – 86 kg: Roman Epp v. Raphael Kaufmann 0:4. – 97 kg: Andy Murer s. Toni Kurmann 4:0. – 130 kg: Michael Jauch v. Thomas Suppiger 1:2.

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