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Schattdorfer Ringer befinden sich in arger Rücklage

Im Abstiegs-Hinkampf zieht Schattdorf gegen Brunnen mit 16:22 Punkten den Kürzeren. Nun wird es für die Urner extrem schwierig, im Rückkampf die Kohlen in Bezug auf den Ligaerhalt noch aus dem Feuer zu holen.
Urs Hanhart
Im Schwergewicht ist der Schattdofer Elias Kempf (in Blau) gegen Damian von Euw chancenlos.Bild: Urs Hanhart (Brunnen, 1. Dezember 2018)

Im Schwergewicht ist der Schattdofer Elias Kempf (in Blau) gegen Damian von Euw chancenlos.Bild: Urs Hanhart (Brunnen, 1. Dezember 2018)

Auf Seiten der Schattdorfer Akteure und Fans gab es nach dem ersten Abstiegskampf gegen den NLB-Meister, der am Samstag in der voll besetzten Sporthalle in Brunnen ausgetragen wurde, nur lange Gesichter zu sehen. Es war eine echte Klatsche, die nun zuerst verdaut werden muss. Schattdorf-Coach Marco Gisler sprach nach diesem ziemlichen Desaster Klartext. Er betonte: «Diesmal ist es uns alles andere als wunschgemäss gelaufen. Einige unserer Akteure haben einen schlechten Tag eingezogen. Brunnen hat zweifellos verdient gewonnen.» Die deutliche Niederlage der Urner ist nicht zuletzt auf deren grosses Verletzungspech zurückzuführen. Gleich mehrere, momentan nicht fitte Tenöre konnten im Derby nicht eingesetzt werden.

Zu viele deutliche Niederlagen kassiert

Zunächst sah es gar nicht so schlecht aus für die Gäste. Thomas Epp vermochte den Auftaktkampf (57 kg Freistil) gegen Abd al Sada Maithem hauchdünn nach Punkten für sich entscheiden. Dann folgte jedoch bereits der erste Tiefschlag, denn der Schwergewichtler Elias Kempf kassierte gegen Damian Von Euw eine Schulterniederlage. Auch Sven Gamma kam nicht auf Touren. Er verlor seinen Kampf in der 61-kg-Grecoklasse gegen Rasul Israpilov ganz klar nach Punkten. Damit lag Schattdorf nach drei Fights bereits mit 3:8 im Hintertreffen. Aber Michael Jauch brachte die Gäste dank seinem Schultersieg über Ruedi Appert im 97-kg-Freistilfight wieder heran. Und Simon Gerig (65 kg Freistil) holte im letzten Duell vor der Pause mit seinem überlegenen Punkteerfolg über Abd al Sada Morteda die Führung gar wieder zurück. Die Urner lagen bei Halbzeit hauchdünn mit 10:9 Zählern in Front und konnten zu diesem Zeitpunkt noch auf ein gutes Endresultat hoffen.

Auch der zweite Durchgang begann durchaus vielversprechend. Schattdorfs Aushängeschild Nicolas Christen liess seinem Gegner Christian Zemp in der 86-kg-Grecoklasse nicht den Hauch einer Chance und bodigte diesen ganz klar nach Punkten. Nach diesem Highlight folgten allerdings wieder Rückschläge. Der Kampf von Luca Lussi (70 kg Greco) endete vorzeitig durch technische Überlegenheit seines Gegners Thomas Murer. Auch das Kräftemessen in der 79-kg-Freistilklasse dauerte nicht lange. Dies deshalb, weil der Schattdorfer Luca Kempf von Raphael Suter bereits in der ersten Runde auf die Schultern gelegt wurde.

Vor den beiden letzten Kämpfen lag der NLA-Vertreter schon fast hoffnungslos mit 13:17 zurück. Immerhin konnte Muhammad Fahin Haydari (74 kg Freistil) den Abstand durch seinen Punkteerfolg über Sämi Fuchs nochmals auf zwei Längen verkürzen. Doch im letzten, alles entscheidenden Kampf in der 74-kg-Grecoklasse war dann Mateo Dodos gegen Thomas von Euw chancenlos. Der Schwyzer entschied dieses von mehreren kurzen Verletzungspausen geprägte, teils schon fast gehässig geführte Duell vorzeitig durch technische Überlegenheit für sich. Unter dem Strich setzte sich Brunnen deutlich mit 22:16 durch. Beide Riegen holten je fünf Einzelsiege. Jene der Platzherren brachten aber fettere Punkte ein. Dadurch kam dieses erstaunlich klare Verdikt zustande.

Der Zug Richtung Verbleib in der höchsten Liga ist zwar noch nicht ganz abgefahren, aber es dürfte ungemein schwierig werden, im Rückkampf, der am kommenden Sonntag (15 Uhr) in der Grundmatte-Turnhalle in Schattdorf über die Bühne gehen wird, den grossen Rückstand wettzumachen. Zumal die Urner auch zu Hause nicht in Bestbesetzung werden antreten können. Für Gisler ist klar: «Zurzeit haben wir ein sehr schmales Kader. Deshalb brauchen wir jetzt einige Exploits von unseren jungen, noch unerfahrenen Ringern. Sonst wird es nicht reichen.»

Brunnen – Schattdorf 22:16

57 kg: Maithem Abd al Sada v. Thomas Epp 1:2. – 61 kg: Rasul Israpilov s. Sven Gamma 3:1. – 65 kg: Morteda Abd al Sada v. Simon Gerig 1:3. – 70 kg: Thomas Murer s. Luca Lussi 4:0. – 74 kg: Sämi Fuchs v. Muhammad Fahim Haydari 1:3. Thomas Von Euw s. Mateo Dodos 4:0. – 79 kg: Raphael Suter s. Luca Kempf 4:0. – 86 kg: Christian Zemp v. Nicolas Christen 0:3. – 97 kg: Ruedi Appert v. Michael Jauch 0:4. – 130 kg: Damian von Euw s. Elias Kempf 4:0.

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