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Schattdorfer Ringer wenden das Blatt und schaffen den Ligaerhalt

Schattdorf besiegt im Abstiegsrunden-Rückkampf trotz zweier Forfaitniederlagen seinen Erzrivalen Brunnen mit 22:14. Die Urner sichern sich mit einem Gesamtresultat von 38:36 den Verbleib in der NLA.
Urs Hanhart
Schattdorfs Trainer und Aushängeschild auf der Matte, Michael Jauch (in Rot), feiert gegen Ruedi Appert einen Schultersieg. Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 9. Dezember 2018)

Schattdorfs Trainer und Aushängeschild auf der Matte, Michael Jauch (in Rot), feiert gegen Ruedi Appert einen Schultersieg. Bild: Urs Hanhart (Schattdorf, 9. Dezember 2018)

In den letzten Wochen lief alles gegen die Ringerriege Schattdorf. Zunächst verpasste sie den vorzeitigen Ligaerhalt nur um Haaresbreite und dann gesellte sich auch noch grosses Verletzungspech hinzu. Im Hinkampf gegen NLB-Meister Brunnen um den Verbleib in der höchsten Liga – beziehungsweise den Aufstieg in dieselbe – setzte es für die arg geschwächten Urner eine brutale 16:22-Niederlage ab. Der Klassenerhalt schien in weite Ferne gerückt. «Nach diesem Taucher waren wir schon ziemlich am Boden zerstört», verriet Michael Jauch, Schattdorfs Trainer und Aushängeschild auf der Matte, fügte aber sogleich an: «Als sich während der Woche herauskristallisierte, dass unsere beiden Doppellizenz-Ringer Tanguy Darbellay und Kim Besse, die im Hinfight verletzungsbedingt passen mussten, wieder antreten können, ist bei uns die Zuversicht gestiegen, den Sechs-Punkte-Rückstand doch noch wettmachen zu können. Das war ein richtiger Moralschub. Ich war überzeugt, dass wir es schaffen.»

Nach verpatzten Start gewaltig aufgedreht

Allerdings gab es für die Platzherren im Startkampf (57 kg Greco) gleich den ersten Dämpfer. Thomas Epp verlor gegen Abd al Sada Maithem knapp nach Punkten. Aber Jauch sorgte im zweiten Kampf (130 kg Freistil) mit seinem Schultersieg gegen Ruedi Appert postwendend dafür, dass der Fahrplan wieder stimmte. Simon Gerig (61 kg Freistil) baute den Vorsprung für die Gastgeber dank seinem hart erkämpften Punktesieg gegen Rasul Israpilov gar auf fünf Längen (8:3) aus.

Dann kam Brunnen durch einen Forfaitsieg in der 97-kg-Grecoklasse wieder bis auf einen Punkt heran. Dies, weil Elias Kempf wegen einer im Hinkampf erlittenen Rippenverletzung nicht gegen Damian von Euw antreten konnte. Doch Sven Gamma lenkte seine Riege wieder zurück auf Kurs, indem er im letzten Kampf vor der Pause (65 kg Greco) seinen Gegner Abd al Sada Morteda ganz klar nach Punkten bodigte. Schattdorf führte bei Halbzeit mit 11:8 und hatte damit exakt die Hälfte des Rückstands aufgeholt.

Toller Lauf nach der Pause

Im zweiten Abschnitt lief es dann wie geschmiert für nun völlig entfesselt auftrumpfende Hausherren. Rückkehrer Tanguy Darbellay feierte in der 86-kg-Freistilklasse gegen Alexander Büeler einen hart erkämpften Punkteerfolg, nachdem er zwischenzeitlich ziemlich in Rücklage geraten war. Danach bescherten Fahim Haydari (70 kg Freistil), Nicolas Christen (80 kg Greco) und Mateo Dodos (74 kg Greco) Schattdorf drei weitere Siege. Eigentlicher Knackpunkt in diesem überaus stimmungsvollen Derby, das aufgrund des Grossaufmarschs beider Fangruppen in der schier aus allen Nähten platzenden Grundmatte-Turnhalle in Schattdorf ausgetragen wurde, war der vorletzte Fight von Dodos gegen Thomas von Euw. Er brachte nämlich das Kunststück fertig, seinen Gegner, dem er im Hinkampf noch deutlich unterlegen war, diesmal knapp nach Punkten zu bezwingen. Dadurch brachte er seine Riege uneinholbar mit 22:10 in Front. So konnten sich die Urner zum Schluss sogar den Luxus leisten, Kim Besse, der ohnehin nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, gar nicht mehr auf die Matte zu schicken. Brunnen verkürzte zwar dank dem Forfaitsieg noch auf 14:22. Aber das reichte nicht aus, um den Platzherren die Suppe noch zu versalzen.

«Diesmal ist fast alles optimal gelaufen für uns. Ich bin sehr erleichtert, dass wir das Blatt doch noch wenden konnten», freute sich Jauch und verteilte gleich noch Blumen: «Unsere frenetisch mitgehenden Fans haben massgeblich dazu beigetragen, dass es doch noch geklappt hat mit dem Ligaerhalt. Ihnen gebührt ein grosser Dank. Ich hoffe, dass Brunnen die Rückkehr in die NLA bald wieder schafft und es auf höchster nationaler Ebene wieder zu solchen Urnersee-Derbys kommt.»

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