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Schlagkräftige Talente aus dem Luzerner Hinterland

Sie ist noch jung, die Karateschule Schötz/Wauwil, heuer feiert sie ihr 10-Jahr-Jubiläum. Dass die Luzernerinnen bereits sehr schlagkräftig sind, zeigen sie am Turnier der Swiss Karate League in Lausanne.
Stephan Santschi
Jeanine Pozzi aus Nebikon bei einer Vorführung. (Bild: pd)

Jeanine Pozzi aus Nebikon bei einer Vorführung. (Bild: pd)

Sie zählt zum Mass der Dinge im Schweizer Karate-Nachwuchs: Diellza Sejdijaj. Die 18-jährige Zürcherin der Karateschule Schötz/Wauwil gewann im letzten Jahr alle drei U18-Wettkämpfe der Swiss Karate League und wurde Dritte am abschliessenden Finalturnier. Sie wurde auch Schweizer U18-Meisterin im Ippon Shobu und sie errang an der Shotokan-EM sogar die Silbermedaille bei den U21-Juniorinnen.

Auch 2019 sorgt sie nun wieder für Furore: Am letzten Wochenende sicherte sich Sejdijaj am zweiten Turnier der Swiss Karate League in Lausanne gleich zwei Podestplätze: Bei den U21-Juniorinnen gewann sie Gold und bei ihrer Premiere in der Elite reichte es gleich für Platz zwei. Ein sensationeller Auftritt des Toptalents, das alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere mit sich bringt.

Neben Sejdijaj sorgten auch ihre Luzerner Teamkolleginnen in der Karateschule Schötz/Wauwil für Aufsehen. Allen voran die erst 13-jährige Janine Pozzi aus Nebikon. Bei den U14-Mädchen schaffte sie es im Kata auf den zweiten Platz. «Auf nationaler Stufe ist das ihr bisher grösster Erfolg. Sie setzte sich gegen wirklich starke Konkurrenz durch», freut sich Trainerin Eveline Hafner.

Grosserfolg für Janine Pozzi

Im Kata geht es darum, klar definierte Kampfbewegungen gegen einen virtuellen Gegner möglichst einwandfrei vorzutragen. Die für ihr Alter bemerkenswert athletische und kräftige Janine Pozzi bestach mit explosiven und konzentrierten Leistungen. «Seit sie drei Jahre alt ist, kommt sie dreimal pro Woche ins Training. Dieses Meitschi fehlt nie», sagt Hafner und zeigt sich von der Leidenschaft der Sekundarschülerin begeistert.

Mittlerweile übt Janine Pozzi sogar viermal wöchentlich: zweimal in Techniktrainings, einmal Kraft und Kondition sowie Schnelligkeitseinheiten. Hinzu kommen dann noch die Reaktionstrainings. Dabei muss die 13-Jährige aus Nebikon mit einem Gesichtsschutz ausgerüstet beispielsweise Tennisbällen oder elastischen Bändern ausweichen.

Selin Bagderelli zurück von Nasenbeinbruch

In Lausanne nicht ganz ihr Rendement abzurufen, vermochte derweil Selin Bagderelli bei den U18-Juniorinnen im Kumite (über 59 Kilo). Eine Konzentrationsschwäche kostete sie den Finaleinzug, am Ende belegte sie immerhin Platz drei. «Vielleicht war Selin noch etwas gehemmt von ihrem Nasenbeinbruch, den sie in diesem Frühjahr operieren lassen musste», mutmasst Trainerin Hafner. Solche Verletzungen seien bei Bagderellis Kampfstil nicht auszuschliessen, «sie geht fair, offensiv und aggressiv in die Duelle». Auch das Potenzial der 17-jährigen Schötzerin sei noch längst nicht ausgeschöpft, betont Hafner.

Die Karateschule Schötz/Wauwil, welche sie gemeinsam mit Marcia Dokter führt, besteht erst seit dem Jahr 2009, heuer feiert sie also das 10-Jahr-Jubiläum. «Wir sind ein reines Frauen-Dojo und haben rund 100 Schülerinnen», sagt Hafner und vielversprechend hält sie fest: «Es werden noch einige Talente nachrücken.»

Lausanne. Swiss-Karate-League-Turnier. Zentralschweizer Resultate. Frauen. Mädchen U12. Kumite. Bis 28 kg: 3. Yara Gerber (Karateschule Sursee). – Bis 35 kg: 3. Lilofee Kuster (Karateschule Schötz/Wauwil). – Mädchen U14. Kata: 2. Janine Pozzi (Schötz/Wauwil). – Kumite. Über 48 kg: 3. Elena Rösch (Karate Taisho). – Juniorinnen U18. Kumite. Bis 53 kg: 3. Moira Dillier (Taisho). – Über 59 kg: 3. Selin Bagderelli (Schötz/Wauwil). – Juniorinnen U21. Kata: 2. Vanessa Ziegler (Sursee). – Kumite. Bis 68/Über 68 kg: 1. Diellza Sejdijaj (Schötz/Wauwil). – Elite (über 18). Kumite. Über 68 kg: 2. Diellza Sejdijaj.

Männer. Jugend U16. Kata: 3. Joel Frei (Sursee). – Junioren U18. Kumite. Bis 76 kg: 2. Elio Romano (Taisho). – Junioren U21. Kumite. Bis 60 kg: 2. Ivan Fajardo (Sursee).

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