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Der Luzerner 800-Meter-Läufer Jonas Schöpfer hat harte Zeiten hinter sich

Der Sempacher 800-m-Läufer Jonas Schöpfer hat sich an der nationalen Spitze zurückgemeldet.
Jörg Greb
Bei der Athletissima von Lausanne läuft Jonas Schöpfer (rechts) die 800 Meter in 1:49,01, das ist seine drittbeste Zeit in seiner Karriere. Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Lausanne, 5. Juli 2019)

Bei der Athletissima von Lausanne läuft Jonas Schöpfer (rechts) die 800 Meter in 1:49,01, das ist seine drittbeste Zeit in seiner Karriere. Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (Lausanne, 5. Juli 2019)

Vom Winter hatte sich Jonas Schöpfer viel versprochen. Ende Oktober war in die Spitzensport-RS eingerückt. Unter professionellen Bedingungen konnte er in der Gruppe mit Tom Elmer und Marc Bill trainieren. Die fünf Monate verliefen aber nicht ganz nach Plan. «Ich hatte einen beschwerlichen Winter mit vielen Unterbrüchen», sagt Schöpfer rückblickend.

Es begann mit einer Lebensmittelvergiftung im Trainingslager in Südafrika. Im März schränkte ihn ein starker Husten ein. Und unmittelbar nach der RS bremste ihn im April eine Blutvergiftung – aufgrund eines Bienenstichs.

Zwei Monate 
konstantes Training

Nicht überraschend spiegelten sich diese Rückschläge in den Resultaten. «Ich kam nicht in die Gänge», sagt Schöpfer. Der Speed fehlte, das Stehvermögen. Sodann versuchte er die Mankos über Wettkämpfe über 1500 m zu beheben. Der Erfolg stellte sich langsam ein. 3:49,02 Minuten, gelaufen im belgischen Oordegem, sorgten weder für Sicherheit noch für Freude. Aber die Zuversicht verlor Schöpfer nicht.

Vielmehr glaubte er daran, dass «mich Wochen ohne Rückschläge und konstantem Training wieder auf die Spur zurückbringen werden». Zwei Monate dauert die Periode nun an. Und die Anspannung wechselte in Zuversicht. «Langsam begann der Speed zurückzukehren», sagt er. Mit seinen 1:49,23 Minuten in Mannheim vorletzte Woche glückte ihm eine überraschende Rückkehr über die beiden Bahnrunden. In Lausanne steigerte er sich auf 1:49,01. Er hat sich wieder an der Spitze der Schweizer Saison Bestenliste positioniert. Um die drittbeste Zeit seiner bisherigen Karriere hatte er somit realisiert. Von seiner Bestzeit von 1:48,51 befindet er sich nicht mehr fern. Und gut zu wissen: Die Saison begann er am 1. Juni mit 1:54,58 Minuten.

«Weiter so aufwärts soll es gehen», sagt Schöpfer. Drei Trainingswochen im Engadin folgen nun. Sodann will er zeigen, wozu er fähig ist: an den Schweizer Meisterschaften Ende August in Basel, sowie vorher beim Citius Meeting am 3. August in Bern. Zudem stehen die Chancen gut, dass Schöpfer von Swiss Athletics als aktuell schnellster 800-m-Läufer für die Team-EM am zweiten August-Wochenende in Bydgoszcz (POL) selektioniert wird. Und wahrscheinlich scheint, dass die harte Arbeit im Winter doch noch Früchte trägt.

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