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Schötz-Trainer André Grüter ist zurück auf der Bank, Buochs muss auf Trainersuche

Der FC Schötz und der SC Buochs lancieren am Samstag mit dem Derby die 1.-Liga-Rückrunde. Beide Teams müssen sich in der Winterpause mit wichtigen Personalfragen beschäftigen.
Stephan Santschi
Der Buochser Fabian Nickel gewinnt das Kopfballduell gegen den Schötzer Michael Koch. Am Ende dieses Vorrunden-Derbys siegt aber Schötz mit 2:1. Bild: Philipp Schmidli (Buochs, 11. August 2018)

Der Buochser Fabian Nickel gewinnt das Kopfballduell gegen den Schötzer Michael Koch. Am Ende dieses Vorrunden-Derbys siegt aber Schötz mit 2:1. Bild: Philipp Schmidli (Buochs, 11. August 2018)

40-jährig ist er mittlerweile, doch das hielt ihn am Ende der Vorrunde nicht davon ab, nochmals für Schlagzeilen auf dem Platz zu sorgen. Aufgrund Personalmangels sah sich der Schötzer Trainer André Grüter auch wieder zu Teilzeitarbeit als Spieler bemüssigt. Dreimal wechselte er sich ein, auf exakt 90 Spielminuten kam er insgesamt, und die reichten ihm, um gleich vier Tore zu erzielen. «Deine Quote ist besser als jene von Alcácer», scherzte Stürmer Michael Koch in Anlehnung an den Torjäger von Borussia Dortmund. Tatsächlich brauchte Grüter im Schnitt nur 22,5 Minuten für einen Treffer.

Und nun? Wird er seine Goalgetter-Qualitäten auch zum Auftakt der 1.-Liga-Rückrunde am Samstag im Heimspiel gegen ­Buochs (16 Uhr, Wissenhusen) wieder auf die Probe stellen? «Nein, nein», antwortet Grüter und lacht. «Bei mir weiss man nie, das stimmt schon. Aber so wie es im Moment ausschaut, muss ich nicht mehr in die Hosen steigen.»

Schötz ändert das System in der Verteidigung

Entspannt hat sich die Situation auf der Verletztenstation aber nicht wirklich. Mit Manuel Zobrist, Labinot Aziri, Till Fischer und Yanick Rapelli melden sich gleich vier Akteure für den Rest der Saison ab. Auch Samir Boussaha und Nahuel Allou werden zum Auftakt noch nicht zur Verfügung stehen. Dafür hat Schötz in der Winterpause mit Dario Kurmann, Oliver Jonjic, Matthias Erni, Emanuel Pinto, Ndue Daka und Nedim Brzina gleich sechs Neuzuzüge getätigt. «Wir dürfen von ihnen nicht erwarten, dass sie gleich grosse Stricke zerreissen werden. Sie haben viel Potenzial, sollen auch mit Blick auf die neue Saison hin aufgebaut werden.»

Die Vorbereitung mit dem Trainingslager auf Gran Canaria lässt André Grüter trotzdem mit Zuversicht auf die kommenden Wochen und Monate blicken. «Wir haben aufgrund der vielen Gegentore an der Abwehr gearbeitet. Die Spieler sollen mehr miteinander reden, wir müssen zusammen verteidigen.» Zudem hat er die Defensive auf ein System mit drei Innenverteidigern umgestellt. Auf eine Zielsetzung will sich Grüter noch nicht festlegen. «Vorderhand sieht es so aus, dass wir uns nach vorne und hinten orientieren müssen. Der Grat ist schmal und die Gruppe sehr ausgeglichen.» Aktuell belegt Schötz Platz sieben.

Selver Hodzic verlässt Buochs Ende Saison

Startgegner Buochs ist dabei unmittelbar vor den Schötzern auf Rang sechs klassiert und blickt wie die Luzerner auf eine unstete Vorrunde zurück. Bei den Nidwaldnern sorgte in der Winterpause ebenfalls Personelles für Diskussionsstoff, allerdings standen nicht Spieler, sondern die beiden Trainer im Zentrum: Chefcoach Selver Hodzic und Assistent Roberto Bertoni werden den SCB im Sommer verlassen – das teilten sie der Mannschaft letzte Woche mit. «Den Entscheid fällte ich nicht von heute auf morgen. In mir ist über längere Zeit das Gefühl gereift, dass es genug ist», erklärt Hodzic.

Aktuell steht er im zweiten Jahr als Trainer des SCB, 2017 hatte er die Nachfolge von David Andreoli angetreten. Seine Arbeit ist erfolgreich, und sie mache ihm auch weiterhin Spass, betont der 40-Jährige. Für eine Fortsetzung seiner Trainerkarriere in Buochs hätte er sich aber eine etwas ambitionierte Zielsetzung gewünscht, sprich den Aufstieg ins Visier genommen. «Ich hätte gerne angegriffen, der Verein ist aber mit der Etablierung im oberen Tabellendrittel zufrieden.»

Wird der neue SCB-Trainer bald vorgestellt?

Der SC Buochs nahm den Entscheid von Hodzic zur Kenntnis. «Ein neuer Wind wird dem Team guttun», sagt Sportchef ­Nicolas Lambert. Die Gespräche mit dem Wunschkandidaten für Hodzic’ Nachfolge seien bereits weit fortgeschritten. «Der SC Buochs ist durchaus ambitioniert», betont Lambert. Die Ressourcen für die Promotion League seien aber nicht vorhanden. «Wir machen es nicht nur mit Geld, wir sind ein familiärer Verein, der auch das Gesellschaftliche ausserhalb des Platzes pflegt.» Der neue Übungsleiter müsse neben dem fachlichen Können deshalb auch Sozialkompetenz mitbringen.

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