Schwache Schlussphase kostet die  Altdorfer Handballer wohl den Ligaerhalt

Der KTV Altdorf verliert das Auswärtsspiel gegen die SG Wädenswil/Horgen mit 23:28. Damit haben die Urner wohl ihre letzte Chance verspielt, den Kopf doch noch aus der Abstiegsschlinge zu ziehen.

Urs Hanhart
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Auch (Spieler-)Trainer Sebastian Munzert konnte das Spiel nicht zum Guten wenden. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 16. März 2019)

Auch (Spieler-)Trainer Sebastian Munzert konnte das Spiel nicht zum Guten wenden. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 16. März 2019)

Drei Runden vor Schluss der Meisterschaft steht die Relegation zwar noch nicht definitiv fest, weil der Abstiegskampf rechnerisch noch nicht ganz entschieden ist. Aber die Chancen des KTV Altdorf, den Kopf in letzter Minute doch noch aus der Schlinge zu ziehen, sind auf ein absolutes Minimum gesunken. Schade aus Urner Sicht, wurde doch am Mittwochabend beim Gastspiel in Horgen einmal mehr eine gute Gelegenheit vertan, näher an die rettende zwölfte Position heranzurücken.

Vier Tage nach der brutalen 18:32-Heimschlappe im Derby gegen Stans war die KTV-Truppe eigentlich lange auf gutem Weg, etwas Wiedergutmachung zu betreiben. In der ersten Halbzeit lagen die Zürcher ständig leicht in Front, wobei der Abstand nie mehr als drei Längen betrug. Bei Halbzeit befanden sich die Gelb-Schwarzen mit 11:13 im Hintertreffen und bewahrten damit Schlagdistanz. Nach dem Wiederanpfiff zündeten die Altdorfer dann vorübergehend ein wahres Feuerwerk. Dank Treffern von Spielertrainer Sebastian Munzert und Linksaussen Ivan Fallegger schafften sie innert Kürze den 13:13-Ausgleich.

Totaleinbruch in der Schlussphase

Und es kam sogar noch besser, erarbeiteten sich die Gäste bis zur 42. Minute doch einen Drei-Tore-Vorsprung (18:15), den sie bis zur 47. Minute verteidigen konnten. Ganz ähnlich wie schon im Derby hatte das Munzert-Team in der Schlussphase einen veritablen Totaleinbruch zu verzeichnen. In den letzten 13 Minuten unterliefen ihm nicht weniger als sechs technische Fehler. Dazu gesellten sich auch noch mehrere Fehlwürfe. Altdorf brachte nur noch einen einzigen Treffer zu Stande, während die Platzherren im gleichen Zeitraum neunmal skorten. Ein in Reichweite liegender Sieg wurde also einmal mehr durch ein Blackout versiebt. Bitter, zumal der Tabellenelfte Biel gegen Steffisburg mit 24:28 den Kürzeren zog. Mit einem Sieg hätte Altdorf den Rückstand auf die Seeländer auf drei Punkte verkürzen können. Durch die Niederlage beträgt der Abstand aber weiterhin fünf Zähler.

In der Tabelle ist Altdorf aufgrund der schlechteren Torbilanz wieder hinter Emmen auf die letzte Position abgerutscht. Die beiden Schlusslichter, beide totalisieren je 10 Punkte, treffen in der nächsten Runde pikanterweise direkt aufeinander. Dabei geniessen die Luzerner Vorörtler Heimrecht. Den Urnern winkt somit die Chance, in diesem Kellerduell wenigstens die rote Laterne wieder abtreten zu können.

Resultate: Steffisburg – Biel 28:24. Kadetten Espoirs Schaffhausen – Endingen 27:40. Solothurn – Baden 33:26. SG Wädenswil/Horgen – Altdorf 28:23.

Rangliste: 1. Endingen 23/44 (762:572). 2. Stäfa 22/33. 3. Möhlin 23/33. 4. Stans 22/28. 5. Baden 23/25. 6. Kadetten Espoirs SH 24/24. 7. Solothurn 23/22. 8. Steffisburg 23/22. 9. SG Wädenswil/Horgen 23/21. 10. Birsfelden 23/19. 11. Biel 23/15. 12. SG Yellow/Pfadi Winterthur 22/14. 13. Emmen 23/10 (649:741). 14. Altdorf 23/10 (564:659).

Wädenswil/Horgen – Altdorf 28:23 (13:11)

Horgen Waldegg. – 282 Zuschauer. – SR Haldemann, Neumann. – Altdorf: Amrein, Dittli; Arnold (2), Gisler, Baumann, Ivan Fallegger (2), Aschwanden, Häusler, Flavio Fallegger, Auf der Maur (4), Henrich (2), Adamcik (1), Zildzic (9), Munzert (3).