Schweizer Telemark-Skifahrer dominieren einmal mehr den Weltcup

Ab morgen Mittwoch steht in Norwegen mit der Weltmeisterschaft das grosse Highlight an. Die Schweizer hoffen auf einige Medaillen und setzen dabei auch auf zwei Unterwaldner.

Theres Bühlmann
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Die Stanserin Beatrice Zimmermann. Bild: PD

Die Stanserin Beatrice Zimmermann. Bild: PD

Die Schweizer sind im Telemark-Zirkus eine Macht. Nicht weniger als sieben Kristallkugeln holte sich das Team in der vergangenen Weltcupsaison. Dazu hat auch der Engelberger Stefan Matter beigetragen, der die Disziplinenwertung in der Classic für sich entschied. In der Gesamtwertung holte er sich hinter dem Norweger Trym Nygaard Loeken den zweiten Platz, sein Bestresultat, «denn ich stand im Weltcupgesamtklassement noch nie auf dem Podest», sagte Matter.

Zudem gewann der Obwaldner in der letzten Saison drei Weltcuprennen und klassierte sich je zweimal auf Platz 2 und 3. Grosse Gewinnerin war die 31-jährige Walliserin Amélie Wenger-Reymond, die sich den Gesamtweltcup sicherte und zudem die Disziplinen-Wertung in der Classic, im Sprint und im Parallel-Sprint. Die vielen guten Einzelwertungen führten dazu, dass die Schweiz zum vierten Mal in Folge die Teamwertung gewann.

Stefan Matter will eine Medaille

Nun soll es an den Weltmeisterschaften im norwegischen Rjukan (20. bis 23. März), welche den Abschluss der Saison bildet, in diesem Stil weiter gehen. «Wir möchten die Erfolge, die wir vor zwei Jahren an der WM feiern durften, wiederholen», gab Hans-Peter Birchler, Chef Telemark bei Swiss Ski bekannt. Damals kehrte die Schweiz mit acht Medaillen aus dem französischen La Plagne zurück. Darunter befand sich auch eine Goldene von Stefan Matter in der Disziplin Classic. «Mein Ziel in Norwegen ist ganz klar eine Medaille», sagte der Engelberger. «Das Tüpfchen auf dem i wäre natürlich die Titelverteidigung.» Stefan Matter gehörte auch jener Equipe an, welche in Frankreich vor zwei Jahren den WM-Titel im Team-Parallelsprint holte.

Beatrice Zimmermann wieder zurück im Geschäft

Wieder auf die Pisten kehrt die 28-jährige Beatrice Zimmermann aus Stans zurück. Die Nidwaldnerin stürzte Ende Januar beim Weltcuprennen im französischen Pra Loup, zog sich dabei eine Gehirnerschütterung zu und musste einen Monat pausieren. «Ich gehe das Ganze noch etwas vorsichtig an, aber ich fühle mich gut», sagte Zimmermann und fügt an: «Ich möchte mit einem Podestplatz von der WM nach Hause fahren.» Es müsse viel zusammenpassen, schob sie nach, «ich konnte während meiner Rennpause viel im mentalen Bereich arbeiten.» Viermal stand die Nidwaldnerin in der vergangenen Weltcupsaison auf dem Podest, dreimal holte sie Platz 2 und einmal Rang 3. Vor zwei Jahren gehörte die Stanserin mit einer bronzenen Auszeichnung im Parallel-Sprint ebenfalls zu den damaligen Schweizer WM-Medaillengewinnern.

Dass nun an diesen Weltmeisterschaften in Norwegen wieder mit ihr zu rechnen ist, bewies sie mit ihrem zweiten Platz in der Disziplin Sprint bei einem FIS-Rennen in Frankreich Anfang März.