Ringen: Schattdorf kann mit Schweizer Meister nicht mithalten

Die Ringerriege Schattdorf vermag den Doppel-Schweizer-Meister nicht zu überraschen. Die 13:23-Niederlage zeichnet sich erst in der zweiten Kampfhälfte ab.

Caroline Christen
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Sven Gamma (unten) beim 3:1-Sieg gegen Christoph Wittenwiler. (Bild: Regula Epp (Schattdorf, 1. September 2018)

Sven Gamma (unten) beim 3:1-Sieg gegen Christoph Wittenwiler. (Bild: Regula Epp (Schattdorf, 1. September 2018)

Nach neun Monaten Wettkampfpause startete die RR Schattdorf am letzten Samstag gegen Kriessern in die NLA-Meisterschaft. Die Urner konnten dabei auf die beiden Verstärkungen Kim Besse und Tanguy Darbellay zählen. Den Kampf eröffnete NLA-Neuling Thomas Epp gegen Urs Wild. Er geriet schnell 0:7 in Rückstand, konnte dann aber die ersten zwei Zähler markieren, und er zeigte sich in der Folge aktiver. Trotz grossem Kampfwille verlor er den Auftakt mit 6:11-Punkten.

Im zweiten Kampf trat Michael Jauch gegen Damian Dietsche souverän auf. Er hinterliess einen fitten und abgeklärten Eindruck, gestand dem jungen Ostschweizer kaum Chancen zu punkten. Der Routinier sicherte Schattdorf mit dem 4:0-Sieg weitere zwei Mannschaftspunkte. Die beiden routinierten Ringer Sven Gamma und Christoph Wittenwiler reichten sich im Anschluss die Hand. Gamma ging mit einem herrlichen Angriff mit 4:0 in Führung. Der Betreuerstab, an diesem Abend aus Marco Gisler (Coach) und Nicolas Christen zusammengesetzt, wurde danach ein erstes Mal gefordert. Doch Gamma liess sich durch die Kopfverletzung nicht beirren und rettete einen 14:8-Sieg über die Zeit.

Erster Saisonsieg für Elias Kempf

Elias Kempf untermauerte gegen jungen Noel Hutter einmal mehr, dass er nicht unterschätzt werden darf. Der Urner zeigte seine Ausdauerfähigkeit, sammelte kontinuierlich Punkte und kam so zu seinem ersten Saisonsieg (8:1). Simon Gerig hatte gegen den jungen Dominik Laritz ein schweres Los. Erst nach rund vier Minuten Kampfzeit konnte er die ersten Punkte realisieren. Gerig verlor sein erstes Duell nach verpatztem Start jedoch klar mit 8:18 nach Punkten.

In der ersten Kampfhälfte vermochten die Urner zu überzeugen. Drei der fünf Fights entschieden sie für sich und boten so dem Schweizer Meister aus Kriessern Paroli. Der Pausenstand von 10:8 liess auf eine weitere spannende Kampfhälfte hoffen.

Epp und Kempf mit klaren Niederlagen

Nach der Pause nahm der Rheintaler Fabio Dietsche gegen Lucas Epp das Zepter sofort in die Hand. Nach knapp drei Minuten war dieser Kampf bereits vorzeitig (0:15) entschieden. Danach machte sich Gabor Volnar gegen Renato Kempf konzentriert ans Werk. Trotz grossem Engagement blieb Kempf ohne Punkt. Er verlor klar 0:12.

Der mit Doppellizenz kämpfende Tanguy Darbellay musste nach einem beherzten Kampf gegen Tobias Betschart eine knappe 2:3-Niederlage hinnehmen. Im nächsten trat der wieder genesene Walliser Kim Besse auf Marc Dietsche. Mit einem sauberen Armangriff verbuchte Besse die ersten vier Punkte. Mit einer umstrittenen Aktion gelang es Dietsche jedoch noch vor der Pause, mit 5:4 in Führung zu gehen. Besse bewies grossen Kampfwille und versuchte seine Rücklage noch zu wenden, musste sich aber mit 4:6 knapp geschlagen geben.

Zweite Kampfhälfte geht klar an die Ostschweizer

Im nächsten Fight stockte Isa Usupov gegen Mateo Dodos in 4:30 Minuten Kampfzeit sein Konto auf 13:0 auf. Danach holte auch Dodos das erste Zählbare. Mit einem Suplex wie aus dem Lehrbuch konnte Usupov jedoch entscheidend punkten und gewann dank technischer Überlegenheit 18:2.

Die Schattdorfer forderten die Ostschweizer in der ersten Hälfte, konnten im zweiten Umgang nicht mehr mithalten. Kriessern gewann mit 23:13-Punkten. Nun gilt es, aus den Fehlern zu lernen, um im Innerschweizer Derby gegen Einsiedeln morgen Samstag reüssieren zu können.

1. Runde: Schattdorf - Kriessern 13:23. Hergiswil - Einsiedeln 14:19. Freiamt - Willisau 16:20. – 2. Runde. Samstag (alle 20.00 Uhr): Einsiedeln – Schattdorf (Brüel). Kriessern – Freiamt. Willisau – Hergiswil.

Schattdorf – Kriessern 13:23

57 kg: Thomas Epp v. Urs Wild 1:3. – 61 kg: Sven Gamma s. Christoph Wittenwiler 3:1. – 65 kg: Simon Gerig v. Dominik Laritz 1:3. – 70 kg: Renato Kempf v. Gabor Molnar 0:3. – 74 kg: Kim Besse v. Marc Dietsche 1:2. Mateo Dodos v. Isu Usupov 1:4. – 80 kg: Tanguy Darbellay v. Tobias Betschart 1:2. – 86 kg: Lukas Epp v. Fabio Dietsche 0:4. – 97 kg: Elias Kempf s. Noel Hutter 3:1. – 130 kg: Michael Jauch s. Damian Dietsch 2:0.