Die Ruderer des Seeclub Luzern trotzen dem Wind und den hohen Wellen

Der Seeclub Luzern gewinnt dreimal Gold an der «Challenge Prince Albert II» von Monte Carlo.

Timon Wernas
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Michael Schmid im Kampf mit den Wellen von Monaco.

Michael Schmid im Kampf mit den Wellen von Monaco.

Bild: Eric Marie MagAviro

Die «Challenge Prince Albert II» in Monaco wurde bereits zum 15. Mal ausgetragen und gehört zu einem der wichtigsten Coastal-Rowing-Anlässen in Europa. «Für uns ging es primär darum, im Wintertraining neue Erfahrungen zu sammeln», begründet Christian Braun, Leistungssport-Verantwortlicher im Seeclub Luzern, die Teilnahme einer achtköpfigen Mannschaft aus Luzern auf dem Mittelmeer. Mit Michael Schmid, Fabienne Schweizer und Manuel Baumann waren auch drei Athleten vertreten, welche dieses Jahr international erfolgreich waren.

Schmid, der Ende November seinen Rücktritt vom Spitzensport bekanntgab, startete im Einer und im gesteuerten Doppelvierer. Im Einer gelang ihm ein souveräner Start-Ziel-Sieg vor Lars Wichert (GER/Vizeweltmeister) und dem Weltmeister Adrian Miramon Quiroga aus Spanien. «Es hat Spass gemacht, sich durch zwei Meter hohe Wellen durchzukämpfen. Ich fühle mich jedoch auf dem flachen Vierwaldstättersee wohler», kommentiert Schmid seine erste Erfahrung auf dem welligen Salzwasser. Schmid ist der erste Schweizer, der einen internationalen Coastal-Rowing-Anlass im Einer gewann. Im gesteuerten Doppelvierer beendete er mit den Klubkameraden Luca Schuler, Manuel Baumann, Timon Wernas und Steuermann Christian Braun das Rennen auf dem 10. Rang.

Doppelzweier der Frauen ebenfalls siegreich

Fabienne Schweizer, die heuer an der U23-EM Bronze im Doppelvierer erkämpfte, war sowohl im Mixed-Doppelvierer als auch im Doppelzweier erfolgreich. Schweizer mit Partnerin Helena Hlasovà setzte sich bereits auf dem ersten Teilstück an die Spitze des Feldes und liess im weiteren Verlauf des Rennens nichts mehr anbrennen. Schweizer wird seit dem letzten Jahr durch das Spitzensportförderungsprogramm der Armee gefördert und gehört zu den grossen Nachwuchshoffnungen im Schweizer Rudersport. Ein Umstieg auf Coastal Rowing kommt für sie vorerst aber nicht in Frage. «Es war eine tolle Erfahrung, ich werde mich aber weiterhin auf das Flachwasser-Rudern konzentrieren.»

Dank einer weiteren starken Platzierung (6. Rang) im Männer Doppelzweier von Manuel Baumann und Matthias Rast konnte der Seeclub Luzern auch die Klubwertung knapp vor den Lokalmatadoren aus Monaco für sich entscheiden.