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Sie misst sich mit den besten Squashspielerinnen der Welt

Die Krienserin Ambre Allinckx nimmt diese Woche an den Youth Olympic Games in Argentinien teil. Wird Squash dereinst olympisch, ist die 16-Jährige auch eine Kandidatin für die Teilnahme an den grossen Spielen.
Stefan Kleiser
Ambre Allinckx spielt derzeit in Buenos Aires – und bald regelmässig auf der Profi-Tour. (Bild: : Stefan Kleiser (Uster, 6. April 2018)

Ambre Allinckx spielt derzeit in Buenos Aires – und bald regelmässig auf der Profi-Tour. (Bild: : Stefan Kleiser (Uster, 6. April 2018)

Ambre Allinckx ist derzeit beinahe am anderen Ende der Welt. In Buenos Aires. Noch nie ist die 16-Jährige für einen Squash-Wettkampf so weit gereist. Doch das Turnier, an dem sie in Argentinien teilnimmt, ist ja auch kein normales Event: Es sind die Youth Olympic Games. An den Olympischen Jugend-Spielen mitmachen zu dürfen sei «eine einmalige Chance», erklärt Ambre Allinckx. Nur acht Squasher aus Europa sind dabei.

Am vergangenen Freitag ist die Teenagerin, im Schweizer Frauen-Ranking inzwischen auf Platz drei geführt und an der U19-Europameisterschaft in die Halbfinals vorgestossen, nach Amsterdam aufgebrochen, um sich der europäischen Delegation anzuschliessen. Sie wolle die Zuschauer in Buenos Aires mit ihrem Squash davon überzeugen, «dass ich gut bin», erklärt Allinckx. Eigentlich ist sie aber nicht in bester Verfassung: Vor drei Wochen hat sie sich den rechten Fuss übertreten.

Noch nicht wieder im Wettkampfrhythmus

Sie habe die gleiche Verletzung bereits mehrmals gehabt, klagt sie, es sei dumm gelaufen, sie sei auf ihren eigenen Fuss getreten. Zwei Bänder hat sich Ambre Allinckx überdehnt. «Zum Glück passierte es früh. Es ist nur schade wegen der Vorbereitung.» Eineinhalb Wochen konnte sie nicht normal trainieren. Nun fehlt die Sicherheit im Court, «und die Taktik stimmt manchmal nicht». Ein Turnier in Frankreich sagte Allinckx ab.

Der letzte Ernstkampf liegt daher drei Monate zurück. Doch die Zukunft gehört ihr. Seit April ist die Krienserin im Ranking der Professional Squash Association gelistet: Auf Platz 197. In der Rangliste vorwärts gehen soll es dank Punkten am Weltranglistenturnier von Frick Mitte November, und für Dezember ist die Teilnahme am PSA-Event von Riccione geplant. Die Starts sind allerdings noch nicht fix, da Ambre Allinckx wenige Weltranglistenpunkte aufweist.

Des weiteren hat sich die 16-Jährige erstmals für die französische Teammeisterschaft verpflichtet (mit Mulhouse), wird die wichtigen internationalen Juniorenturniere bestreiten, und Spitzenspielerin im NLA-Team aus Kriens ist sie ebenfalls. «Es wird eine volle Saison», weiss Ambre Allinckx. Noch dazu besucht die Squasherin seit einem Jahr das Gymnasium. «Der Abend ist voll mit Hausaufgaben und Lernen. Und ich habe in der Schulzeit nun weniger Zeit zum trainieren.»

Der Kampf gegen das Loch auf der Rückhand

Dafür hat das grösste Schweizer Squash-Talent an den schulfreien Nachmittagen am Mittwoch und Freitag zwei weitere Einheiten eingebaut. Um international nicht nur bei den Juniorinnen, sondern auch bei den Frauen vorne zu sein, fehle noch einiges, betont Ambre Allinckx aber. Sie müsse sich körperlich verbessern, die Gegnerinnen hätten mehr Qualität in den Schlägen, könnten mehr Druck machen und seien schneller zurück in der Mitte des Courts.

Zuletzt arbeitete sie mit Trainer Cédric Kuchen am Loch auf der Rückhand. «In der hinteren Ecke komme ich nicht so gut um den Ball herum und kann so zu wenig Druck machen.» Dieses Manko habe sie vermutlich immer gehabt. Aber jetzt mache sich das bemerkbar. «Wenn ich bei den U19 oder auf der PSA-Tour der Frauen spiele, dann machen die Gegnerinnen Druck und ich muss Gegendruck machen können.» Hat die 16-Jährige dieses Manko behoben, ist die Differenz zu den Besten auf dieser Welt erneut etwas kleiner.

4000 Athleten aus über 200 Ländern

Die Youth Olympic Games, die seit 2010 im Zweijahresrhythmus abwechselnd im Sommer und im Winter ausgetragen werden, richten sich an Sportler im Alter von 14 bis 18 Jahren. Der Event soll «junge Menschen aus allen Kontinenten durch sportliche Wettkämpfe auf Weltklasseniveau zusammenbringen», formuliert Swiss Olympic, der Dachverband der Schweizer Sportverbände. Die Wettkämpfe dauern vom 7. bis zum 18. Oktober. Rund 4000 Nachwuchscracks aus über 200 Ländern stehen in 32 Sportarten im Einsatz. Die Schweizer Delegation mit 40 Athleten sowie 30 Trainern und Betreuern ist so gross wie nie zuvor. Dabei ist Squash erstmals vertreten – als Schausportart mit 38 Athletinnen und Athleten (europäische Delegation), darunter auch die Krienserin Ambre Allinckx. Die nächsten Jugend-Winterspiele werden im Jahr 2020 in der Schweiz stattfinden. (bier/skl)
Sie vertreten die Zentralschweiz an den Youth Olympic Games in Buenos Aires (ARG): Elena Moosmann (Hünenberg/Golf), Jana Nussbaumer (Unterägeri/Rudern), Nadine Odermatt (Kerns/Leichtathletik), Anna Jurt (Beckenried/Moderner Fünfkampf), Kai Schätzle (Luzern/Rudern), Hannah Hermann (Luzern/Sportklettern), Maxime Chabloz (Beckenried/Segeln), Céline Baumann (Steinhausen/Beachvolleyball), Mara Betschart (Steinhausen/Beachvolleyball), Ambre Allinckx (Squash, Schauportart).

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