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Der FCL-Frauentrainer sagt: «Ein Sieg mit 15 Toren war möglich»

Die NLA-Frauen des FC Luzern schlugen am Samstag Lugano mit 8:0. Wie das möglich wurde und was es mit der unbekannten Liga-Topskorerin auf sich hat, erklärt Trainer Glenn Meier.
Stephan Santschi
Glenn Meier, Trainer des Frauenteams vom FC Luzern. Bild: Dominik Wunderli

Glenn Meier, Trainer des Frauenteams vom FC Luzern. Bild: Dominik Wunderli










8:0 gegen Lugano, ein erstaunliches Ergebnis. Was war beim Gegner los?

Glenn Meier: Praktisch nur zwei, drei Spielerinnen des NLA-Kaders standen bei Lugano im Aufgebot, der Rest wurde vom Migrationsamt vorläufig gesperrt.

Weshalb?

Lugano spielt fast nur mit Amerikanerinnen, Kanadierinnen und Italienerinnen. Diese müssen im Angestelltenverhältnis engagiert sein, weil die NLA offiziell eine Profiliga ist. Diese Sperren hätten deshalb schon vor zwei, drei Jahren ausgesprochen werden sollen.

Auch für Sie war es wohl ein spezielles Spiel.

Wie ein Cupspiel gegen Unterklassige halt. Wenn wir es richtig zu Ende gespielt hätten, würden wir mit 15 Toren oder mehr siegen. Ich habe kurzfristig die Startaufstellung verändert, nahm müde und angeschlagene Spielerinnen raus. Wir konnten Kräfte sparen, hätten aber gerne eine Reaktion auf die Niederlage in St. Gallen gezeigt.

Der FCL steht auf Rang vier. Ihr bisheriges Fazit?

Durchzogen. Unsere Offensive ist stark, wir schiessen am meisten Tore. In der Abwehr mangelt es uns aber etwas an Schnelligkeit, wir kassieren zu viele Gegentore. Freude bereitet mir der breite Kader.

Irina Pando ist mit acht Treffern die Topskorerin der Liga. Ist Sie ein Neuzuzug?

(lacht). Das fragten mich viele bereits nach dem ersten Spiel gegen Basel, als sie einen Hattrick erzielte. Irina Pando ist Irina Brütsch, sie hat geheiratet. Alles beim Alten also.

In der Liga fehlt eine Übermannschaft. Was liegt drin?

Die Liga ist extrem ausgeglichen, ich gehe aber davon aus, dass sie sich bald in zwei Hälften spalten wird. Das Spiel am Samstag in Zürich ist für uns richtungsweisend. Ich traue es uns zu, an der Spitze zu spielen. Den Titel unbedingt gewinnen will Servette, die zahlen ihren Profis bis zu 5000 Franken im Monat. Damit können wir nicht mithalten.

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