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Siegreich und gastfreundlich– die Emmer Beachgirls präsentieren sich königlich

Das Frauenteam der Beach Kings Emmen trumpft beim Heimturnier ganz gross auf. Sportlich und organisatorisch verdienen sich die Zentralschweizerinnen Bestnoten.
Michael Wyss

«Sommerfeeling, Strand, gute Musik, Partystimmung und ein Gefühl, als wenn ich in den Ferien wäre. Was will ich mehr? Das ist die Faszination am Beachfussball, das gefällt mir an diesem Sport», sagt Livia Büchler. Die 26-Jährige aus Hildisrieden spielt die zweite Saison bei den Beach Kings Emmen in der Women League (höchste Liga), im Klubfussball gehört sie dem Kader des NLB-Absteigers FC Küssnacht an. «Mit dem Beachfussball habe ich einen guten Ausgleich zur fussballfreien Zeit. Es ist eine komplett andere Sportart und mit Rasenfussball nicht zu vergleichen. Ich schätze in unserer Mannschaft aber auch den Zusammenhalt.»

Doch Beachfussball ist nicht nur Sommerfeeling, Strand und ein bisschen im Sand «tschüttele». Diese Sportart ist nicht zu unterschätzen und eine Herausforderung. «Es fordert dich in verschiedenen Bereichen, in der Technik und Kondition. Es geht nicht nur um Talent und Können, sondern auch die Kraft und Balance spielen eine wichtige Rolle. Die Einsätze sind kurz, aber intensiv und je nach Temperaturen fordert es dir alles ab», weiss die Luzernerin Alina Grüter (35), die früher selber in der Frauen-Nationalliga (unter anderem bei Luwin.ch, Kriens und GC) spielte. Grüter gehörte am letzten Wochenende auch dem Organisationskomitee für das Heimturnier in der Mooshüsli-Arena in Emmen an. Wie wichtig war es, dass die Beach Kings ein Meisterschaftsheimturnier durchführten? «Jeder Auftritt vor Heimpublikum ist für uns von Bedeutung. Wir sind das Aushängeschild in der Zentralschweiz, da wir das einzige Team sind, das an der Beachsoccer-League teilnimmt. Es war natürlich beste Werbung in eigener Sache. Viele Zuschauer haben schon vom Beachfussball gehört, konnten sich darunter aber nichts vorstellen.»

Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
Drei Spiele, drei Siege: Die Beach Kings (schwarzes Dress) gewinnen auch gegen die Havana Shots Aargau. (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Drei Spiele, drei Siege: Die Beach Kings (schwarzes Dress) gewinnen auch gegen die Havana Shots Aargau. (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
Pause: Erholung für die Beach Kings – und Teambesprechung. (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Pause: Erholung für die Beach Kings – und Teambesprechung. (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
Emmens Melanie Fritzsche (links) kommt zum Abschluss. (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Emmens Melanie Fritzsche (links) kommt zum Abschluss. (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Claudia Budimir von den Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Claudia Budimir von den Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
Die Emmerin Claudia Budimir (rechts) schlägt nach erfolgtem Torschuss ihrerseits mit Kollegin Céline Küttel ein. (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Die Emmerin Claudia Budimir (rechts) schlägt nach erfolgtem Torschuss ihrerseits mit Kollegin Céline Küttel ein. (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Stephanie Bucher Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) kämpft sich gegen zwei Gegenerinnen vom BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress) durch. (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Stephanie Bucher Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) kämpft sich gegen zwei Gegenerinnen vom BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress) durch. (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Celine Küttel von den Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Celine Küttel von den Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Livia Büchler von den Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Livia Büchler von den Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)Beachfussball in der Beach-Arena im Mooshüsli in Emmen: Beach Kings Emmen (schwarzes Dress) gegen BSC Havana Shots Aargau (blaues Dress). (Bild: Pius Amrein, Emmen, 16. August 2019)
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Emmer Beachgirls präsentieren sich königlich – die Bilder vom Heimturnier

Trotz allem: Beachfussball ist eine Randsportart. «Es braucht immer wieder einen grossen zeitlichen und finanziellen Kraftakt der Spielerinnen. Sie bringen Leidenschaft und Enthusiasmus für diesen Sport mit», so Sponsor, Präsident und Team-Manager Jean Wicki. Der 46-Jährige, mit Wurzeln in Malters und in Hedingen (ZH) wohnhaft, war Mitgründer der Beach Kings Emmen im Jahr 2012. Zusammen mit dem früheren Beachsoccer-Profi Stephan Meier (37) hatte er den Verein gegründet. Früher stellten die Kings noch ein Männer- und Frauenteam in der höchsten Liga.

Der Stolz des Präsidenten

«Der grösste Erfolg ist natürlich der Meistertitel der Frauen 2013. Dass immer wieder Spielerinnen im Kader der Schweizer A-Nationalmannschaft stehen, macht mich sehr stolz. Aktuell sind es ein Drittel unseres Kaders.» Trainiert wird zwei Mal in der Woche, am Mittwoch und Freitag jeweils von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr in der Mooshüsli-Arena. «Wer Beachfussball spielen möchte, kann unverbindlich bei einem Training mitmachen und schnuppern», so Wicki. Gegenwärtig stehen 15 Spielerinnen im Kings Kader. Die Jüngste ist 19 Jahre alt, die Älteste 43. Neu dabei ist Céline Küttel (30) aus Oberarth, die beim FC Meggen in der 4. Liga kickt: «Es ist meine erste Meisterschaft im Beachfussball und es gefällt mir sehr gut hier in Emmen. Es ist familiär und wir haben einen guten Mix im Team. Wir profitieren alle voneinander.» Die Spielerinnen kommen aus den Kantonen Luzern, Zug, Nidwalden, Schwyz und Aargau.

Und wie steht es um den Standort Emmen? Wicki erklärt: «Emmen ist gut für uns, wir möchten diesen Platz in Zukunft behalten. Wir sind hier im Herzen der Schweiz und die Spielerinnen stammen alle aus der näheren Region.» Auch das Heimturnier, welches die Frauen nun erstmals organisierten, soll jedes Jahr stattfinden. «Wenn wir auch in Zukunft interessant sein wollen, müssen wir uns zeigen und Präsenz markieren. Die Präsentation ist enorm wichtig. Wir kämpfen nach wie vor um die Akzeptanz. Während Beachfussball in südlicheren Ländern am Boomen ist, haben wir zu kämpfen», weiss die 32-jährige Melanie Fritzsche, die in Rotkreuz wohnhaft ist und beim FC Küssnacht in der 4. Liga spielt. «Seit drei Jahren spiele ich nun Beachfussball bei den Kings. Es ist ein facettenreicher Sport. Hier kann man in eine eigene Welt eintauchen.»

Die Playoffs im Visier

Sportlich war der Auftritt vor heimischer Kulisse ein Erfolg. Mit Siegen gegen die Winti Panthers (9:1), Chargers Baselland (8:3) und Havana Shots Aargau (7:3) sind die Kings auf Playoff-Kurs. Nach dem sechsten Spieltag belegen sie mit vier Siegen und zwei Niederlagen den zweiten Rang. Nicole Heer (27) aus Emmenbrücke, von Beginn weg als Spielerin dabei, sagt: «Wir wollen nach Spiez an das Finalturnier und um den Titel mitspielen. Wir trainieren ja nicht aus Plausch zwei Mal wöchentlich und betreiben Wochenende für Wochenende einen derart grossen zeitlichen Aufwand.» Das Turnier der besten vier Teams bei den Frauen und Männer findet vom 16. bis 18. August in Spiez statt.

Übrigens: Weltweit gehört die Schweiz zu den Top-4-Nationen. Das nächste grosse Highlight ist die Frauen-Europameisterschaft im portugiesischen Nazaré vom 5. bis 7. Juli. Auch einige Spielerinnen der Beach Kings dürfen auf ein Aufgebot hoffen. Mit dem glanzvollen Auftritt in Emmen und den drei Siegen präsentierten sich die Zentralschweizerinnen ganz königlich und machten beste Werbung für sich und ihre Sportart. In der Meisterschaft geht es bereits am nächsten Sonntag (16.45 Uhr) im aargauischen Birr gegen die Rappiranhas aus Rapperswil weiter.

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