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So steigt Kickers Luzern nicht in die 2. Liga regional ab

Kickers Luzern nützt die Gunst der Stunde, verschafft sich mit einem 4:0 gegen den Tabellenletzten Eschenbach Luft im Abstiegskampf. Zweifel am Sieger der Partie gibt es nie.
Roland Bucher
Kickers-Aussenverteidiger Stéphane Munduki (Mitte) klärt gegen den Eschenbacher Stürmer Robin Niederberger (links). Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 27. April 2019)

Kickers-Aussenverteidiger Stéphane Munduki (Mitte) klärt gegen den Eschenbacher Stürmer Robin Niederberger (links). Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 27. April 2019)

Man nehme eine Prise Wut, die sich vor einigen Tagen bei der unglücklichen Niederlage bei Leader Paradiso aufgestaut hatte, würze es mit einer gesunden Portion Selbstvertrauen, mische eine resolute Chancenauswertung bei – und fertig ist die Rezeptur fürs eminent wichtige Erfolgserlebnis: Kickers Luzern landete mit einem höchst souveränen 4:0-Sieg gegen Eschenbach, der grauen Maus der Liga, einen Quantensprung im Kampf gegen den Abstieg. «Am Schluss entscheidet die Qualität einer Mannschaft», erklärt Kickers-Chefcoach Faras Pour Hayavi, «und davon haben wir genug, um in dieser Liga zu verbleiben.»

Darf man in dieser Aussage durchaus so stehen lassen. Kickers dominierte eine Partie auf mässigerem Niveau mehr oder weniger nach Belieben. Kurzes Nervenflattern in der 7. Minute, als Höltschi und Peter ein Chancen-Doppelpack verduselten – dann war die Gegenwehr des Schlusslichtes nur noch aufflackernd zu erkennen.

Das Resultat schmeichelt dem Kickers-Trainer

Spätestens als Philippe Fischer nach 20 Minuten eine prächtige Kombination mit Leonardo Würmli als letzten Passgeber mit einem konsequenten Schuss ins hohe Eck brillant zum 1:0 vollendete, war klar: diese kostbaren Punkte im Kampf gegen den Abstieg wird sich Kickers nie und nimmer nehmen lassen. «Ich war überrascht», erzählte Fischer später, «wie dieser Ball wie an der Schnur gezogen lief und plötzlich vor meinen Füssen landete. Den musste ich einfach reinmachen.»

Vor der Pause noch besiegelte Würmli nach kluger Vorbereitung Mundukis mit dem 2:0 den Sieg, Villiger per Handspenalty und Blagojevic komplettierten das 4:0, das – betonte Kickers-Trainer Pour Hayavi – seinem Team eher schmeichle: «So überlegen waren wir wirklich nicht.» Nun, überlegen genug, um nie in Gefahr zu geraten, doch noch Eschenbacher Trotzgehabe abwehren zu müssen.

Kickers hatte nicht nur in seinem klar konzipierten Teamspiel klare Vorteile, sondern wies sich auch über individuell mehr Einfluss nehmende Kräfte aus.

Marko Brzovic ist das Herzstück des Teams

Routinier Fischer zum Beispiel, Villiger auch, der Mann mit dem grossen, oft aber nicht perfekt ausgeschöpften Fussballervolumen, Kidane, der Verteidiger, der zwischen Genie und Wahnsinn zu schweben pflegt.

Doch das Herzstück der Mannschaft war, auch gestern wieder, kein Rastelli, sondern ein ehrlicher, bravsamer Fussballarbeiter. Gilt es, in der neutralen Zone des Mittelfeldes Gegner und Bälle abzuklopfen, Zweikämpfe zu gewinnen und den ersten, öffnenden Pass in die Wege zu leiten, dann ist Marko Brzovic der Urheber. «Was soll ich dazu sagen», nickte sein Trainer, «wir sind uns das von ihm gewohnt. Er ist für meine Mannschaft unerhört wertvoll.» Pour Hayavi wies darauf hin, dass «wir den Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigt haben» und dass «wir im Prinzip nicht daran zweifeln, dass wir gut genug sind, im Endspurt den Ligaerhalt zu sichern». Gestern tat Kickers einen grossen Schritt in diese Richtung. «Weil wir sehr stark gekämpft und das Glück erzwungen haben», sagt Philippe Fischer. Und einfach besser war. Und gut genug, im Abstiegskampf zu bestehen.

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