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Spono Eagles sind bereits «platt»

Die Spono Eagles verlieren das Heimspiel gegen GC Amicitia Zürich mit 27:29 und rutschen auf Rang fünf ab. Der Doublegewinner Saison muss ernsthaft um die Teilnahme an der Finalrunde bangen.
Stephan Santschi
Eine der noch wenigen Routiniers: Topskorerin Pascale Wyder. (Bild: Manuela Jans-Koch (Nottwil, 17. Mai 2018)

Eine der noch wenigen Routiniers: Topskorerin Pascale Wyder. (Bild: Manuela Jans-Koch (Nottwil, 17. Mai 2018)

Er habe keine Angst vor dem Spiel gegen GC Amicitia. Er sei zuversichtlich, dass die Spono Eagles immer noch mehr Qualität hätten, als die Zürcherinnen, trotz dem grossen Verletzungspech. Das sagte Präsident Urs Wey vor einer Woche. Eine Fehleinschätzung, wie sich am Sonntag zeigte. Das Heimspiel gegen GC Amicitia verloren die Nottwilerinnen diskussionslos mit 27:29. Diskussionslos deshalb, weil sie nur eine Viertelstunde bis zum 9:9 mithalten konnten und danach bereits vorentscheidend den Faden verloren. Zur Pause lagen sie mit 10:16 zurück, nach 42 Minuten sogar mit 15:24. Erst im letzten Spielabschnitt gelang die Resultatkosmetik, die vor allem auf die starke Leistung des dritten Goalies, Kristina Ukaj, zurückzuführen war. «Während einer halben Stunde haben wir völlig versagt», haderte Spielmacherin Pascale Wyder, die mit zehn Treffern zum wiederholten Mal die beste Torschützin ihres Teams war.

Die Spono Eagles rutschen auf den fünften Platz der Tabelle ab und damit aus den Finalrundenrängen – GC Amicitia rückt an ihrer Stelle vor. Zwar haben die Luzernerinnen derzeit zwei Spiele weniger absolviert, als die Zürcherinnen und die Qualifikationsphase dauert noch bis Ende Januar 2019. Trotzdem ist der Einzug in die Finalrunde der besten vier Teams ernsthaft in Gefahr. «Wir haben aus dem ursprünglichen SPL1-Kader noch fünf gesunde Feldspielerinnen», sagt Trainer Urs Mühlethaler. Angesprochen auf die neuen Stärkeverhältnisse hält er fest: «Die letzten Spiele gegen Leimental und GC Amicitia haben gezeigt, dass die Realität eine andere ist. Wir sind nicht mehr besser als sie. Wir befinden uns im knallharten Kampf um die Finalrunde.»

Mühlethaler schraubt die Intensität herunter

Es ist in der Tat eine aussergewöhnliche Situation, in der sich der Club am Sempachersee derzeit befindet. Zu den sechs Abgängen (Hodel, Frey, Ramseier, Aegerter, Heini, Arnet) gesellen sich ein studienbedingter Auslandaufenthalt (Calchini), drei verletzte (Ljubas, Irman, Matter) und eine angeschlagene Spielerin (Aselmeyer erlitt eine leichte Gehirnerschütterung). Zudem stand am Sonntag Annika Hauptlin nach überstandener Krankheit nicht im Kader. Auf der Bank sassen mit Livia Wey, Jana Mumenthaler, Meltem Ylberi und Jennifer Rohr ausschliesslich Feldspielerinnen des SPL2-Teams und der U18-Juniorinnen. «Eine unserer grossen Stärken der letzten zwei Jahre war unsere Breite. Aktuell müssen alle in der Startaufstellung immer eine gute Leistung bringen, weil ich nicht ohne riesigen Leistungsabfall auswechseln kann», berichtet Mühlethaler.

Die Belastung für die gesunden Stammkräfte sei dadurch enorm, womit wiederum weitere Verletzungen riskiert würden. Eine Spielerin habe ihm vor kurzem gesagt, dass sich ihr Körper anfühle, als hätte sie gerade die Playoffs hinter sich. «Es ist erst Oktober und wir sind platt», stellt Mühlethaler fest. Die Intensität im Training habe er extrem heruntergeschraubt, teilweise wird mit der zweiten Equipe der SPL2 geübt. «Seit Wochen trainieren wir nicht mehr so, wie wir sollten. Auch das Taktiktraining kommt zu kurz. So macht man aus einer Negativspirale keinen Aufwärtstrend.»

Wyder: «Schnell den Draht zur Situation finden»

Eine Spielerin, die derzeit kaum zu Ruhepausen kommt, ist Spielmacherin Pascale Wyder. «Es ist nicht ganz so einfach im Moment. Verteilten wir die Aufgaben davor auf zehn Schultern, sind es nun noch drei oder vier», erklärt sie. Bereits morgen Mittwoch auswärts gegen Leimental steht die nächste Bewährungsprobe in der Meisterschaft auf dem Programm. «Trotz der vielen Absenzen können wir besser spielen als am Sonntag, vor allem die Deckung hat da nicht funktioniert», findet die 23-jährige Aargauerin. Die Qualifikation für die Finalrunde (Top 4) sei immer noch möglich. Anfang Jahr werden Irman, Ljubas und Calchini zurückerwartet.

Zu weit in die Zukunft schauen, möchte sie aber nicht, «jetzt geht es darum, Spiel für Spiel zu nehmen, gesund zu bleiben und möglichst viele Punkte mitzunehmen. Wir sind es uns nicht gewohnt, so zu spielen und zu trainieren. Jetzt müssen wir möglichst schnell den Draht zur neuen Situation finden.»

Spono sucht Verstärkung auf «trockenem Markt»

Durchhalteparolen nach sechs Meisterschaftsrunden. Kein Zweifel, der Doublegewinner der letzten Saison hängt arg in den Seilen. Stellt sich die Frage nach Verstärkungen. Präsident Wey hätte letzte Woche gerne einen Transfer vorgestellt, passiert ist aber noch nichts. «Mehr kann ich im Moment nicht sagen», lässt er ausrichten. Trainer Mühlethaler sagt derweil, dass er über Neuzuzüge höchst erfreut wäre, «und zwar schnell. Es muss schnell gehen!» Der nationale Markt aber sei derzeit sehr trocken, der internationale noch trockener, die Listen der Spielervermittler seien schmal.

8. Runde: Leimental – Brühl St. Gallen 24:25. Herzogenbuchsee – LK Zug 25:37. Spono Eagles – GC Amicitia Zürich 27:29.

Rangliste: 1. LK Zug 8/14 (296:212). 2. Brühl St. Gallen 7/13 (236:182). 3. Rotweiss Thun 7/11 (212:159). 4. GC Amicitia Zürich 8/8 (203:229). 5. Spono Eagles Nottwil 6/6 (170:170). 6. Leimental 7/3 (195:250). 7. Herzogenbuchsee 7/1 (181:245). 8. Yellow Winterthur 6/0 (141:187).

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