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St. Otmars Handballer ziehen in der Lotterie den Kürzeren

St. Otmar erlebt ein aufwühlendes letztes Saisonspiel. Die Auswärtsniederlage gegen den BSV Bern steht erst nach drei Zusatzschichten fest. Zu reden geben die Schiedsrichterleistungen.
Daniel Good
Völlig am Anschlag: St.Otmars Kreisläufer Tobias Wetzel (links) gegen den Berner Tobias Baumgartern. (Bild: Urs Lindt/freshfocus)

Völlig am Anschlag: St.Otmars Kreisläufer Tobias Wetzel (links) gegen den Berner Tobias Baumgartern. (Bild: Urs Lindt/freshfocus)

St. Otmars NLA-Handballer können erhobenen Hauptes in die Meisterschaftspause. Es wäre für die Mannschaft und die Trainer gewiss schön gewesen, in die Halbfinals einzuziehen und in der kommenden Saison am Europacup teilzunehmen.

Aber im fünften und entscheidenden PIayoffspiel in Bern wurden die Ambitionen der St. Galler am späten Donnerstagabend nach zwei Verlängerungen im Penaltyschiessen durchkreuzt.

Der BSV Bern verwertete einen Siebenmeter mehr als die Ostschweizer und qualifizierten sich für die Halbfinals.

Mit Moral gegen die Widerwärtigkeiten

Dass es St. Otmar im Bernbiet überhaupt so weit brachte, spricht für die Moral des Teams. Mit Bo Spellerberg, Dominik Jurilj und Igor Milovic fehlten in der Schlussphase der Partie wichtige Spieler im Rückraum.

Spellerberg und Jurilj flogen mit roten Karten vom Feld, Milovic erlitt einen Riss der Achillessehne. Spielertrainer Spellerberg hätte auch mit einer Zweiminutenstrafe davonkommen können, aber die Schiedsrichter waren nicht auf der Seite der St. Galler.

Der starke Jurilj liess sich in der Hitze des Gefechts beim Stand von 32:31 für sein Team zu einer gefährlichen Aktion hinreissen. St. Otmar fühlte sich ab der 15. Minute von den Unparteiischen benachteiligt. Der Gesichtsausdruck eines Schiedsrichterdelegierten sprach Bände, äussern wollte sich dieser natürlich nicht.

Erfahrung aus WM- und EM-Finals

Wenn Spellerberg bis zum Ende des Spiel einsatzfähig gewesen wäre, hätte St. Otmar in der Entscheidung mit einen weiteren sicheren Penaltyschützen rechnen können. Der Spielertrainer mit der Erfahrung aus WM- und EM- Finals ist nervenstark und verwertete in der letzten Sekunde der regulären Spielzeit einen Penalty zum 29:29, der St. Otmar in die Verlängerung rettete.

In der Entscheidung scheiterten drei von fünf St. Gallern vom Siebenmeterpunkt. St. Otmars Goalie Aurel Bringolf intervenierte zweimal mit Erfolg. Penaltyschiessen wird im Training schon geübt. Aber unter Wettkampfbedingungen nach 80 emotionsgeladenen Spielminuten ist es schwierig, die eingeübten Muster abzurufen.

Alle am Anschlag

St. Otmar zog in der Penaltylotterie den Kürzeren. Wenn Spellerberg noch dabei gewesen wäre, hätten wohl auch die Ostschweizer wie die Berner drei Penaltys verwertet.

Nach der Partie waren den St. Galler Spielern die Strapazen ins Gesicht geschrieben. Alle waren am Anschlag. Dazu kam die Enttäuschung über den knapp verpassen Coup. Kreisläufer Tobias Wetzel sagte:

«Ich bin völlig kaputt»

Zu Hause war die Mannschaft St. Otmars erst um 2.40 Uhr wieder. Am Freitag war trainingsfrei.

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