Stauffer schafft Premiere

Gute Windbedingungen ermöglichen ein schnelles Bürgenstock-Race. Bei der letzten Regatta im Rahmen des Vierwaldstättersee-Cups 2018 belegt der Regattaverein Brunnen alle Podestplätze in der Racer-Klasse 1.

Walter Rudin
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René Stauffer, Dieter Vischer und Dirk Tiemann (von links) auf flotter Fahrt zum ersten Saisonerfolg. (Bild: Walter Rudin (Gersau, 15. September 2018)

René Stauffer, Dieter Vischer und Dirk Tiemann (von links) auf flotter Fahrt zum ersten Saisonerfolg. (Bild: Walter Rudin (Gersau, 15. September 2018)

Es ist selten, dass bereits am frühen Morgen schon so viel Wind im Gersauer Becken anzutreffen ist wie am vergangenen Samstag, als Wettfahrtleiter Cyrill Kohler vom Segelclub Ennetbürgen die 34 Jachten um 9 Uhr vor Buochs ins Rennen schickte. Das Bürgenstock Race zählt zu den traditionellen Langstreckenregatten, und es galt für die Segler der Racer-Klassen die Strecke bis zur Wendeboje nach Sisikon und zurück möglichst schnell zurückzulegen. Mit flotter Fahrt auf Vorwindkursen, teilweise unter Gennaker, tauchten die schnellen Racer bereits nach gut einer Stunde im Urnersee auf.

Das Nessi Racing Team von Heinz und Pascal Marty vom Regattaverein Brunnen hatte am vorletzten Wochenende mit der Ceccarelli 33 auf dem Gardasee bei der Centomiglia und Trofeo Gorla erfolgreich regattiert und konnte hier gleich daran anknüpfen und die Spitze der Racer-1-Klasse übernehmen. Am Steuer war Philippe Erni aus Römerswil, ein Spitzensegler, der sonst mit dem Segelclub Cham um den Aufstieg in die 1. Schweizer Segelliga kämpft. Dicht hinter ihnen folgten zwei Esse-Jachten. «Es war schwierig, auf dem Down­windkurs einen entscheidenden Vorsprung herauszufahren, denn die Esse-Boote laufen auf Vorwind sehr gut», meinte Erni. Team Nessi rundete die Boje vor Sisikon nur knapp vor den beiden Esse-Jachten, ebenfalls vom Regattaverein Brunnen. René Stauffer war es gelungen, das Team von Philippe Weber an der Wendetonne zu überholen, weil es den Gennaker erst im allerletzten Moment barg.

«Wählten meist eine Linie in der Seemitte»

Dieses Trio konnte sich bei der Rückfahrt auf dem langen Kreuzkurs weiter vom übrigen Feld absetzen. Obwohl die drei Boote verschiedene Kurse wählten, lagen sie bis vor Gersau ziemlich gleichauf. «Wir wählten meist eine Linie in der Seemitte, während die beiden Konkurrenten auf mehr Wind in Ufernähe hofften. Das Team von Philippe Weber hat dann aber im Gersauer Becken einen Kurs vor Beckenried gewählt und ist dort versauert, während wir weiter am Marty-Team dran blieben», erklärte René Stauffer nach der Regatta. Nach knapp drei Stunden kreuzte die Marty-Jacht zwar als erstes Racer-Boot das Ziel, aber nur mit 90 Sekunden Vorsprung auf René Stauffer, das reichte nicht zum Sieg nach berechneter Zeit. René Stauffer holte damit den ersten Saisonerfolg beim Vierwaldstättersee Cup 2018.

In der Racer-Klasse 2 holte sich Roger Schumacher aus Ebikon auf einer Platu25 bereits den dritten Sieg in diesem Jahr, und zwar mit grossem Vorsprung. Die Jachten der Kreuzer-Klasse konnten bereits in Brunnen die Rückfahrt antreten. Hier siegte Erwin Schaller (Ennetbürgen) auf einer Dufour34.

Hinweis

Resultate unter: www. vierwaldstaettersee-cup.ch