Stefan Briker holt zum fünften Mal den Titel

An den 61. Urner Meisterschaften im Riesenslalom auf dem Biel war das Podest der Frauen durch drei Zurfluh-Schwestern besetzt.

Paul Gwerder
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Stefan Briker auf dem Weg zum fünften Urner Titel.

Stefan Briker auf dem Weg zum fünften Urner Titel.

Bild: Paul Gwerder (Bürglen, 29. Februar 2020)

Mildes Bergwetter und toppräparierte Pisten erwarteten am Samstag die Skirennfahrer auf dem Biel zu den 61. Urner Meisterschaften im Riesenslalom. Dafür verantwortlich waren das OK unter der Leitung von Thomas Infanger sowie die Biel-Kinzig-Bahnen. Auf der leicht verkürzten Piste Eggen-Hundsschopf-Biel verstand es der Kurssetzer Hanspeter Infanger, einen fairen und rhythmischen Riesenslalom mit 24 Toren auszustecken, der zweimal absolviert werden musste.

Bei den Frauen dominierten die vier Isenthaler Schwestern Antonia, Marianne und Luzia Zurfluh sowie Christine Steiner-Zurfluh. Nachdem die letztjährige Siegerin Sarah Briker-Stucki wegen Schwangerschaft nicht am Start stehen konnte, blieb nur die Frage, welche Isenthalerin das Rennen für sich entscheiden konnte. Obwohl nur noch Antonia Zurfluh regelmässig im Skizirkus unterwegs ist, haben ihre drei Schwestern das Skifahren nicht verlernt. Den Grundstein zum Erfolg legte Christine Steiner beim ersten Lauf mit der glänzenden Zeit von 42,60 Sekunden und es gelang ihr dabei, ihre direkten Konkurrentinnen um fast zwei Sekunden zu distanzieren. Die Favoritin, Antonia Zurfluh, verlor wegen eines Fehlers 2,77 Sekunden auf ihre um zwei Jahr ältere Schwester. Im 2. Lauf fuhr Antonia Zurfluh zwar die schnellste Zeit, konnte aber den grossen Rückstand nicht mehr aufholen, zudem ihre führende Schwester nur eine halbe Sekunde auf sie verlor. Schliesslich siegte Christine Steiner vor Antonia Zurfluh und Marianne Zurfluh, alle vom Skiklub Isenthal. Die vierte im Bunde, Luzia Zurfluh, belegte in der Schlussabrechnung den 5. Rang.

Stefan Briker fährt zwei Mal Bestzeit

Im Vorfeld wurde der letztjährige Sieger Andreas Schuler als Favorit gehandelt. Aber ein Sturz machte ihm einen dicken Strich durch die Rechnung und somit war der Weg für den um 16 Jahre älteren Stefan Briker (SC Edelweiss-Bürglen) frei. Es gelangen ihm zwei gleichmässige Läufe und mit der Schlusszeit von 1:21,49 Minuten distanzierte er den zweitplatzierten Isenthaler Thomas Bissig um fast 2 Sekunden. Den dritten Podestplatz erreichte David Ziegler (SC Gotthard-Andermatt) mit 2,22 Sekunden Rückstand auf den Sieger. Nach dem Sieg sagte der 36-jährige Stefan Briker im Interview: «Die Piste war in einem guten Zustand, obwohl der Schnee durch die warmen Temperaturen eher etwas weich geworden ist. Weil das Rennen auf der verkürzten Strecke durchgeführt wurde, galt es besonders aufzupassen, denn der kleinste Fehler wirkt sich dabei viel gravierender aus.» Briker freute sich, dass es ihm gelang, zum fünften Mal Urner Meister zu werden und er fügte an: «Ein solcher Sieg ist immer wieder schön. Meine Kollegen und ich haben eine gewisse Vorbildfunktion für den Nachwuchs und wir hoffen, dass wir weitere junge Burschen und Mädchen für diesen Sport animieren können, denn ohne Breitensport gibt es auch nie einen Spitzensport.»

Der Präsident des Urner Skiverbandes, Urs Briker, meinte beim Rennen: «Die Organisatoren des SC Edelweiss-Bürglen hatten das Glück des Tüchtigen. Erst vor ein paar Tagen konnte durch den Schneefall das Rennen gesichert werden und dies war aber nur durch einen riesigen Einsatz der Helferinnen und Helfer möglich. Und ich darf feststellen, dass die Wettkämpfe unter sehr fairen Bedingungen auf dieser wunderbaren Rennstrecke ausgetragen werden können.»

Am Nachmittag war die Reihe bei den rund 50 Nachwuchsrennläufern, die in sieben Kategorien um den Sieg kämpften.

Vollständige Rangliste unter: www.urnerskiverband.ch