Stürmer Dario Simion sieht seine Zukunft beim EV Zug

Der EVZ verlängert mit dem Tessiner Simion den Vertrag bis ins Frühjahr 2022.

René Barmettler
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Dario Simion bleibt dem EV Zug sicher bis ins Jahr 2022 erhalten.  Bild: Urs Lindt (Bern, 2. November 2019)

Dario Simion bleibt dem EV Zug sicher bis ins Jahr 2022 erhalten.  Bild: Urs Lindt (Bern, 2. November 2019)

Der Donnerstag stand im Zeichen des Zukunftstags: Jugendliche hatten Gelegenheit, einen Tag lang bei Unternehmen reinzuschauen, wo ein Elternteil arbeitet. Diese Chance wurde auch beim EV Zug wahrgenommen. Mit grosser Neugier schauten Schüler beim Morgentraining der Mannschaft zu.

Die Zukunftsfrage ist inzwischen bei der Personalie Dario Simion geklärt: Reto Kläy ist beim Stürmer auf offene Ohren gestossen. Sportchef Kläy wollte mit Stürmer Simion verlängern, der 25-jährige Tessiner unterschrieb vor besagtem Morgentraining für zwei weitere Jahre bis 2022. Er stiess im Sommer 2018 zu den Zentralschweizern, «bisher ist alles gut gegangen. Ich habe viel Vertrauen in den Trainer und deshalb keinen Grund, wegzugehen.» Kläy lässt mitteilen: «Dario ist ein torgefährlicher und kräftiger Stürmer, der überall einsetzbar ist und sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft hat.» Dem widerspricht Simion nicht. «Ich spielte bisher nicht schlecht, aber auch nicht immer besonders gut», beurteilt er seine Leistung im Dress der Zuger. «Ich muss noch lernen, konstanter zu werden und der Mannschaft Energie zu bringen, wenn es ihr nicht läuft.»

Meeting vor dem Training wegen des Unterzahlspiels

Der Flügelstürmer bewies am Dienstag in der Champions League Entschlossenheit: Beim finnischen Klub Tappara Tampere setzte er sich nach 102 Sekunden Spielzeit mit viel Tempo auf der rechten Seite durch und bezwang auch Torhüter Christian Heljanko zum 1:0. Am Ende erreichte der EVZ ein 3:3 und schuf sich so eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Dienstag. Zuvor aber stehen noch zwei weitere Meisterschaftsspiele auf dem Programm. Heute Freitag gastiert der HC Davos, die Zuger treffen erstmals diese Saison auf die Bündner. Nach einer Saison zum Vergessen hat sich der Rekordmeister wieder aufgerappelt, steht mit über zwei Punkten pro Partie wieder gut da. Simion, zwischen 2014 und 2018 selbst ein Davoser, hat viel Respekt vor dem heutigen Gegner. «Wir müssen in Scheibenbesitz gute Entscheidungen treffen, die Davoser sind bekannt für ihr schnelles Umschaltspiel.»

Grosses Thema bei den Zugern ist das ungenügende Unterzahlspiel. «Wir hatten deswegen vor dem Training noch ein Meeting. Zuletzt kam uns das Vertrauen ins Boxplay abhanden, das müssen wir ändern», sagt Simion. Die fehlende Konstanz seines Teams hat auch EVZ-Coach Dan Tangnes während der Meisterschaftspause beschäftigt. Das mangelhafte Unterzahlspiel akzentuierte sich in Finnland: Die ersten drei Strafen führten zu den drei Gegentoren. «Wir hatten während dieses Spiels viele Hochs und Tiefs wie in fast allen Partien zuvor. Uns gelangen aber auch immer wieder gute Comebacks nach Rückständen in Zürich, Bern oder wie zuletzt in Tampere.» Ausserdem hofft der Trainer: «Die Pause hat der Mannschaft hoffentlich gutgetan. Und auf die Spieler, die mit ihrem Nationalteam unterwegs waren, dürfte die Luftveränderung einen positiven Einfluss gehabt haben.» Dario Simion, der als einziger Zuger mit dem Schweizer Nationalteam unterwegs gewesen war, hat dies bereits in Finnland unterstrichen.