Basketball
Kantersieg: Swiss Central setzt ein Ausrufezeichen

Das NLB-Team von Swiss Central deklassiert die Bären Kleinbasel mit 94:34 (47:20) und freuen sich auf den Playoff-Start.

Daniel Schriber
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Swiss-Central-Talent: Kelechi Obim.

Swiss-Central-Talent: Kelechi Obim.

Bild: Daniel Schriber (Luzern-Reussbühl, 5. Juni 2021)

Zwei Minuten nach dem Start kam es im Spiel zwischen Swiss Central und dem BC Bären Kleinbasel zu einem kleinen Aufreger: Nachdem der amerikanische Spielmacher Jermale Jones gefoult wurde und sich auf die darauffolgenden Freiwürfe vorbereitete, unterbrachen die Schiedsrichter das Spiel. Grund: Die gegnerische Mannschaft beschwerte sich über den Matchball, da es sich bei diesem offenbar um ein älteres Modell handelte. Als das Spiel kurze Zeit später mit einem noch unbenutzten Ball fortgeführt wurde, verwarf der sonst so treffsichere Jones beide Freiwürfe. «In meiner langjährigen Profikarriere habe ich es noch nie erlebt, dass während des Spiels ein Ball ersetzt wurde», sagte Jones nach dem Spiel. Mittlerweile konnte er längst über die kuriose Szene schmunzeln, war sie für den weiteren Verlauf des Spiels doch völlig unbedeutend.

Ob mit altem oder neuem Ball: Die Gäste aus Basel hatten am Sonntag nicht den Hauch einer Chance. Als auf der Anzeigetafel zur Halbzeit der Skore von 47:20 zu Gunsten von Swiss Central aufleuchtete, war die Partie längst entschieden. «Das war eine gute Leistung von uns», meinte Cheftrainer Orlando Bär. «Es hat Spass gemacht, die Mannschaft mit einer solchen Energie zu sehen.»

Gleich fünf Spieler punkten zweistellig

Swiss Central war dem Gegner nicht nur taktisch und technisch, sondern auch in Sachen Tempo und Kampfgeist überlegen. Bemerkenswert war zudem, dass alle zehn Spieler eingesetzt wurden – und gleich fünf davon zweistellig punkteten. Auch Bär freute sich über die «geschlossene Mannschaftsleistung». Überhaupt scheint die Chemie bei der jungen Truppe zu stimmen: Obwohl am Sonntag nie Spannung aufkam, bejubelte die SCB-Bank jeden Treffer der Kameraden. Immer wieder kamen die SCB-Spieler zudem während kurzer Unterbrüche zusammen, um die nächsten Spielzüge zu besprechen. Ein Extra-Lob des Coaches gab es für den jungen Spielmacher Kelechi Obim (16 Punkte, 5 Rebounds) sowie für den ebenfalls 20-jährigen Luc Schärer (15 Punkte, 4 Rebounds).

Kelechi Obim auf Punktejagd .

Kelechi Obim auf Punktejagd .

Bild: Daniel Schriber

Mit dem Heimsieg endet eine kurze und erfolgreiche Qualifikationsphase für Swiss Central. Mit acht Siegen und einer Niederlage beenden die Zentralschweizer die reguläre Saison auf Rang 2. In den Playoffs, die am kommenden Wochenende starten, gehört Swiss Central – nebst GC und Küsnacht-Erlenbach – zu den Favoriten auf den Titel. In der Viertelfinalserie (Best-of-3) trifft SCB am Sonntag (16 Uhr, Staffeln) voraussichtlich erneut auf Kleinbasel. Auch wenn der Bären-Captain auf Social Media schrieb: «Das nächste Spiel wird anders.» Und auch wenn SCB-Coach Bär betont: «In den Playoffs beginnt alles wieder bei null.» Alles andere als ein deutlicher Erstrunden-Erfolg für SCB wäre eine riesige Enttäuschung. Daran will Bär gar nicht denken: «Wir gehen mit Mut und Selbstvertrauen in den Viertelfinal. Jetzt geht es richtig los!»

NLB: Swiss Central – BC Bären Kleinbasel 94:34. – Rangliste: 1. Küsnacht-Erlenbach 9/17. 2. Swiss Central 9/17. 3. GC 8/15. 4. Fribourg U21 9/14. 5. Morges-Saint-Prex 9/13. 6. Kleinbasel 9/12. 7. Pully/Lausanne 8/11. Lavaux 8/10. 9. Sion 8/10. 10. Villars 9/10.

 

Swiss Central – Kleinbasel 94:34 (47:20)
Staffeln. – 100 Zuschauer. – SCB: Birboutsakis, Rodriguez, Mitrovic, Nana (11), Jones (16), Ganic (7), Plüss (6), Obim (16), Leemans (23), Schärer (15).