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Team vom FC Sarnen «hat die Botschaft verstanden»

Das 2.-Liga-inter-Team vom FC Sarnen hat eine sensationelle Rückrunde hingelegt. Der Lohn: Der Aufsteiger schaffte den Ligaerhalt. Die Cup-Hauptrunde haben die Obwaldner allerdings verpasst.
Ruedi Vollenwyder
Der Sarner Tiago Almeida Lopes und Usters Dominik Dedic (links) im Zweikampf. Bild: Manuela Jans-Koch (Sarnen, 22. Juni 2019)

Der Sarner Tiago Almeida Lopes und Usters Dominik Dedic (links) im Zweikampf. Bild: Manuela Jans-Koch (Sarnen, 22. Juni 2019)

Die Gründe für die miserable Vorrunde (nur neun Punkte) waren bekannt. Der nach fünf FCS-Jahren scheidende Trainer Ricardo Pereira monierte vor der Winterpause: «Ohne eine gute Vorbereitung sowie eine hohe Anwesenheit bei Trainings und Spielen lässt sich, wie wir schmerzlich erfahren mussten, keinen Blumentopf gewinnen.»

«Die Mannschaft hat diese Botschaft des Trainers verstanden», nennt der 31-jährige, zuverlässige Abwehrspieler André Röthlin den wichtigsten Grund, weshalb dem FC Sarnen eine so tolle Rückrunde gelang. «In dieser zeigte das Team, was möglich ist, wenn alle Beteiligten das gleiche Ziel vor Augen haben und an demselben Strick mitziehen. Und dies, obwohl der Druck in jeder Partie immens war», freute sich der dienstälteste Sarner Akteur über den Ligaerhalt. «Für mich persönlich ist dieser Exploit ein toller Abschluss meiner Karriere.»

Letzte Cupquali-Runde zu Hause mit 2:3 verloren

Neun Saisons lang spielte der Teamplayer für den FC Sarnen. 124 Spiele auf 2.-Liga-inter-Niveau absolvierte der ehemalige Spieler vom FC Alpnach für die Obwaldner. Eine stolze Anzahl, wenn man bedenkt, dass der gelernte Elektriker und jetzige Sekundarlehrer wegen verschiedener Verletzungen (unter anderen ein Kreuzbandriss und ein Wadenbeinbruch) immer wieder ausgefallen ist. Als sportlichen Höhepunkt seiner Karriere nennt er den Titel des 2.-Liga-Regionalmeisters. «Einen Pokal zu gewinnen, ist immer etwas Einzigartiges.» Aber auch die diesjährige Rückrunde, in der jeder Match Cupspielcharakter hatte, bleibt bei ihm als Highlight hängen. In Zukunft will sich André Röthlin in seiner freien, fussballosen Zeit anderen Sportarten wie Klettern oder Biken widmen.

Zum «Dessert» einer tollen Rückrunde hätte sich der FC Sarnen noch ein Sahnehäubchen aufsetzen können. Das Team um Trainer Ricardo Pereira hatte im Cupspiel gegen den FC Uster die Chance, nach zwölf langen Jahren wieder den Einzug in die erste Cup-Hauptrunde zu schaffen. Damals durften die Sarner vor 2520 Zuschauern den FC Aarau aus der damaligen NLA begrüssen. Bei der 1:7-Niederlage besorgte übrigens Ricardo Pereira mit einem Kopfballtor für den Sarner Ehrentreffer. Der Kreis hätte sich für den damaligen Spieler und den nun scheidenden Trainer wunderschön geschlossen. Doch daraus wurde nichts: Der FC Sarnen verlor diesen Cupmatch gegen den FC Uster mit 2:3 (1:2). Für beide Tore zeichnet sich Randy Würsch zur 1:0-Führung und zum 2:2-Ausgleich verantwortlich.

André Röthlin ist nicht der Einzige, der dem neuen Trainer Roger Mathis in der neuen Saison nicht mehr zur Verfügung steht. Mit Dario Schorno (berufliche Gründe), Joshua Ochsenbein (Fussballstipendium im Ausland), Dominic Ineichen, Luca Vogel und Marcel Bühler (Ausland) geht viel an Routine verloren.

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