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Der Traum vom Aufstieg für die Eschenbacher Unihockeyaner ist Geschichte

Der Zweitligist ESV Eschenbach verpasst den Einzug in die Playoffs. Die Seetaler verlieren zu Hause das Derby gegen Ad Astra Sarnen II mit 5:6.
Ruedi Vollenwyder
Der Eschenbacher Andres Kronenberg (am Ball) wird von Fabian Barmettler unter Druck gesetzt. Bild: Roger Grütter (Eschenbach, 2. März 2019)

Der Eschenbacher Andres Kronenberg (am Ball) wird von Fabian Barmettler unter Druck gesetzt. Bild: Roger Grütter (Eschenbach, 2. März 2019)

Die Ausgangslage vor dem letzten Spiel gegen Ad Astra Sarnen II war klar. Wollte der ESV Eschenbach die Qualifikation unter den besten zwei Teams abschliessen, musste ein Sieg her. Denn den um einen der beiden Playoff-Plätze mitbuhlenden Hünenberg und Glattal waren gegen schwächer eingestufte Gegner Siege zuzutrauen. Dieses Szenario traf dann auch ein. Hünenberg (7:6 gegen Zürich Oberland) und Glattal (4:2 gegen Uster) holten das Punktemaximum.

«Wir sind uns dieser Ausgangslage bewusst und auch parat», meldete Eschenbach-Coach Patrick Leibundgut vor dem Match gegen die Obwaldner Zuversicht an. Doch diese Zuversicht musste schon im ersten Drittel einer grossen Verunsicherung Platz machen. Ein krasses Fehlzuspiel (8.) leitete das frühe 0:1 (Roger Christen) ein, zwei Minuten später erwischte Benjamin Haas ESV-Goalie Yves Konzelmann mit einem Hocheckschuss zum 0:2. «Zwei völlig unnötige, einfache Gegentore, die unserem sonst schon nervösen Spiel nicht gut taten», resümierte Patrick Leibundgut die Startphase.

Umstrittenes Tor viertes Tor für Sarnen

Im ausgeglichenen zweiten Drittel scheiterte Christof Ming zuerst mit einem Penalty (28.) am gut reagierenden Sarnen-Goalie Matthias Bucheli, ehe Jan Camadini der 1:2-Anschlusstreffer (33.) gelang. Doch nur drei Minuten später stellte Martin Odermatt in diesem kampfbetonten Spiel mit einem Kontertor zum 3:1 den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Im dritten Spielabschnitt verwandelte Jan Camadini einen weiteren Penalty zum 2:3 (44.). Im Gegenzug fiel das höchst umstrittene 2:4. Der eine Ref pfiff gegen die sehr aggressiv spielenden Sarner ein Foulspiel ab. Der andere Unparteiische sah den von Gianluca Amstutz gespielten Ball schon im Tor, bevor dieses Vergehen geahndet wurde. Nachdem Sarnen das Skore auf 6:3 erhöhen konnte, setzte man bei Eschenbach alles auf eine Karte und nahm schon vier Minuten vor Spielende den Torhüter heraus. Doch zu mehr als dem 5:6-Anschlusstreffer reichte es den Einheimischen nicht mehr.

Der Eschenbacher Traum von den Playoff-Spielen war ausgeträumt. Klar, dass sich die Sarner mit Trainer Manuel Rossacher ob diesem Derbysieg riesig freuten. Zu Recht, denn die Obwaldner zeigten einen beherzten und vom spielerischen Gehalt guten Auftritt. «Eine gewisse Rivalität zwischen den beiden Teams war nicht zu übersehen. Doch unser Sieg geht meiner Meinung nach in Ordnung», resümierte Manuel Rossacher schmunzelnd.

Art und Weise der Niederlage schmerzt

Auf Eschenbacher Seite hingegen war die Enttäuschung ob dieser Niederlage und dem nicht erreichten Saisonziel riesengross. Captain Andreas Kronenberg konnte diese denn auch nicht verbergen: «Bitter, bitter. Aber wir sind auch selber schuld.» Was ihn aufregte, war die «Art und Weise», wie diese Niederlage zustande kam. «Wenn man bei fünf gegnerischen Strafen nur ein Tor schiesst und zudem noch einen Gegentreffer einkassiert, dann ist das schwach», ärgerte er sich ob dieser unbefriedigenden Ausbeute im Überzahlspiel. Für Ad Astra Sarnen war dieser Derbysieg «ein befriedigender Abschluss einer Saison, in der punktemässig mehr drin lag» (Trainer Martin Rossacher). Beim ESV Eschenbach überwiegt der Frust, nachdem das Team um das Coach-Duo Patrick Leibundgut/René Heini nie schlechter als auf dem zweiten Rang platziert war. Bis zum letzten verlorenen Spiel, das die Eschenbacher aus den playoff-berechtigten Plätzen hinaus warf.

Grossfeld, Gruppe 3. 18. und letzte Runde: Zürich Oberland – Einhorn Hünenberg 6:7. Eschenbach – Ad Astra Sarnen II 5:6. Inwil-Baar – Uri 5:7. Uster – Glattal 2:4. Weggis-Küssnacht – Mendrisiotto 7:5. – Schlussrangliste (alle 18 Spiele): 1. Glattal 43 Punkte. 2. Einhorn Hünenberg 42 (128:89). Eschenbach 41 (138:92). 4. Ad Astra Sarnen II 36 (148:117). 5. Uri 28 (146:91). 6. Mendrisiotto 24 (114:160). 7. White Indians Inwil-Baar 16 (98:132). 8. Zürich Oberland 16 (107:151). 9. Uster II 15 (98:111). 10. Weggis-Küssnacht 3 (85:191). – Glattal und Hünenberg in den Aufstiegs-Playoff; Uster und Weggis-Küssnacht steigen ab.

Eschenbach – Sarnen II 5:6 (0:2, 1:1, 4:3)

Sporthalle Neuheim. – 110 Zuschauer. – SR Grimm/Berchtold. – Tore: 10. Christen 0:1. 12. Haas 0:2. 33. Jan Camadini 1:2. 36. Odermatt 1:3. 44. Jan Camadini 2:3. 45. Amstutz 2:4. 47. Ming 3:4. 51. Roman von Wyl 3:5. 56. Amstutz 3:6. 58. Mathis 4:6. 59. Mathis 5:6. – Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Eschenbach; 5-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Minuten (Arregger) gegen Sarnen.

Eschenbach: Konzelmann/ Aregger; Ming, Müller, Andreas Kronenberg, Jan Camadini, Zemp, Bucher, Duss, Mathis, Lukas Kronenberg, Schwegler, Birrer, Koller, Amrein, Keller, Bühlmann, Ziswiler, Buholzer. – Sarnen II: Bucheli; Lukas Abächerli, Sandro Abächerli, Amstutz, Arregger, Barmettler, Christen, Durrer, Flühler, Furrer, Haas, Hottiger, Isler, Kiser, Küng, Lengen, Odermatt, Schäli, Roman von Wyl, Sandro von Wyl, Wintsch.

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