Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ueli Schnider schöpft neuen Mut

B-Kaderläufer Ueli Schnider führt die Zentralschweizer Delegation an den Continentalcup-Rennen in Nove Mesto (CZE) erfolgreich an. Der Entlebucher hofft, nun wieder im Weltcup Fuss fassen zu können.
Roland Bösch
Ueli Schnider (vorne) will sich für den Weltcup aufdrängen. (Bild: Edi Zihlmann (Nove Mesto, 5. Januar 2019)

Ueli Schnider (vorne) will sich für den Weltcup aufdrängen. (Bild: Edi Zihlmann (Nove Mesto, 5. Januar 2019)

«Leider bin ich aufgrund einer Viruserkrankung, die ich vor ein paar Wochen eingefangen habe, noch nicht in guter Form. Deshalb ist es mir nicht möglich, an der Tour de Ski mitzulaufen.» Mit dieser Nachricht meldete sich Ueli Schnider am 28. Dezember 2018 auf den sozialen Medien zu Wort. Diese Meldung fasst den schwierigen Saisonstart des B-Kaderläufers aus dem Entlebuch mit wenigen Worten zusammen. Die Geduld von Ueli Schnider wurde in den letzten Wochen einmal mehr auf die Probe gestellt. Schweren Herzens musste der 28-Jährige aus Flühli aufgrund einer Viruserkrankung auch den Heimweltcup von Mitte Dezember 2018 in Davos auslassen.

Dabei verliefen die Vorbereitungen für Ueli Schnider ideal: «In den Sommer- und Herbstmonaten habe ich mich sehr gut gefühlt.» Die Trainingseinheiten absolvierte er zum einen mit dem B-Kader und zum anderen vielfach im Allgäu. Schnider hat dort im Sommer 2018 mit seiner langjährigen Freundin, der 23-jährigen Langläuferin Sofie Krehl aus Deutschland, eigene vier Wände bezogen. «In den letzten Wochen habe ich einmal mehr gemerkt, wie wertvoll dieser Rückzugsort ist. Zudem schätze ich es jemanden an meiner Seite zu wissen, der mir Halt gibt und meine Situation versteht», offenbart Schnider.

WM in Seefeld im Visier

Erfahrungen im Umgang mit aussergewöhnlichen Situationen hat Ueli Schnider in seiner Karriere mehrfach gesammelt. Zuletzt wurde er vor der letztjährigen Olympia-Saison durch einen Muskelfaserriss für mehrere Wochen aus dem Trainingsalltag gezerrt. Schnider glaubte trotzdem bis zuletzt an seine Olympia-Chance und reiste dann auch nach Pyeongchang. «Das Alter und die Erfahrung kommen mir in solchen Situationen sicherlich entgegen. Man darf sich einfach nicht verrückt machen lassen», bringt es der leidenschaftliche Bergsteiger auf den Punkt. Sein Arbeitgeber, das Grenzwachtkorps, gewährt ihm zudem die nötige Rückendeckung.

Ueli Schnider wäre nicht Ueli Schnider, wenn er in der aktuellen Situation nicht nach wie vor die Teilnahme an den Langlaufweltmeisterschaften in Seefeld (AUT) im Visier hätte. Es wären, nach 2013 in Val di Fiemme (ITA) und 2015 im schwedischen Falun, seine dritten Weltmeisterschaften.

Podestplatz in der klassischen Technik

Am vergangenen Wochenende stand der Entlebucher eine Stufe unterhalb des Weltcups im tschechischen Nove Mesto im Einsatz. Mit guten Continentalcup-Rennen verfolgt Ueli Schnider das Ziel, sich für die Weltcup-Rennen in Otepää in Estland (19./20. Januar) aufzudrängen. Die Ränge 6 im Sprint und über 15 Kilometer in der freien Technik bilden eine gute Basis dafür. «Es war schön, wieder einmal einen Prolog sowie Viertelfinal, Halbfinal und Final eines Sprints zu absolvieren. Ich konnte so laufen, wie ich es mir vorgestellt hatte», blickt Ueli Schnider zurück. Den glänzenden Schlusspunkt setzte Schnider, der im Skiclub Flühli gross geworden ist, am Sonntag mit dem zweiten Schlussrang über 20 Kilometer in der klassischen Technik. In den sozialen Medien zog Ueli Schnider folgendes Fazit: «Es liegt ein gutes Wochenende hinter mir. Ich freue mich über diesen Podestplatz. Ich bin überzeugt, es geht in die richtige Richtung.»

Auch Fähndrich kann überzeugen

Neben Ueli Schnider vermochte bei den Rennen im tschechischen Nove Mesto vor allem Cyril Fähndrich zu überzeugen. Der C-Kaderathlet aus dem Eigenthal fasste die drei Rennen wie folgt zusammen: «Es war ein hartes, aber auch erfolgreiches Wochenende.» Die beste Leistung konnte Fähndrich bereits am Freitag im Sprint abrufen. Als Vierter fehlte dem 19-Jährigen nur wenig für einen Podestplatz. Nach einer Viruserkrankung arbeitet sich Fähndrichs C-Kaderkollege Avelino Näpflin mit zwei 25. Rängen Schritt für Schritt wieder an die Besten heran. «Ich weiss, dass ich noch viel leisten kann. Es braucht jetzt einfach ein wenig Zeit, um wieder in Topform zu gelangen», lautet das Fazit des Nidwaldners. (rb)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.