Um sich beim HC Luzern durchzusetzen, scheut Stürmer Gian Luca Portmann keinen Aufwand

Gian Luca Portmann ist ein Eigengewächs des HC Luzern. Der 18-Jährige will sich in der 1. Liga beweisen.

Michael Wyss
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Gian Luca Portmann, Stürmer HC Luzern. Bild: Michael Wyss

Gian Luca Portmann, Stürmer HC Luzern. Bild: Michael Wyss

«Als ich mit 16 Jahren das erste Mal mit der ersten Mannschaft auflaufen konnte, war ich schon nervös. Das war bei einem Auswärtsspiel in Sursee, damals noch in der 2. Liga», blickt Gian Luca Portmann zurück. «Trainer Robert Küttel bot mich am Freitag zuvor ins Abschlusstraining auf. Das war ein spezieller Moment für mich», fügt der 18-Jährige an.

Der Krienser, der im vergangenen Sommer seine Ausbildung zum Kaufmann bei einer Bank abgeschlossen hatte, ist kam mit 11 Jahren zum Eishockey. «Ich spielte zuvor Tennis, wurde dann von einen Schulkollegen auf den HC Luzern aufmerksam gmacht. Nach einem Schnuppertraining hat es mich gepackt. Nun spiele ich leidenschaftlich gerne Eishockey.»

Dass der 175 Zentimeter grosse und 75 Kilogramm schwere Krienser auch in der 1. Liga zum Einsatz kommt, macht ihn stolz: «Ich spiele noch bei den U20-Junioren des HC Luzern. Jedes Spiel, das ich zusätzlich im Fanionteam bestreiten kann, ist eine wichtige Erfahrung für mich, denn ich kann auf diesem Niveau viel profitieren. In der 1. Liga wird schnelles und technisch gutes Hockey gespielt.»

«Sehe meine Zukunft hier in Luzern»

Sein grosses Vorbild spielt in Übersee bei den New Jersey Devils und heisst Nico Hischier. «Ich verfolge die NHL mit grossem Interesse», es sei der Traum jedes jungen Eishockeyspielers, einmal in der NHL zu spielen. Der Krienser ist aber Realist genug. «Ich sehe meine Zukunft klar beim HC Luzern. Ich hoffe, möglichst viel zu spielen, damit ich vorwärts komme und weiter reifen kann.» Er betreibt einen grossen zeitlichen Aufwand, um in der 1. Liga Fuss zu fassen: «Ich trainiere drei Mal in der Woche mit dem Fanionteam und zusätzlich ein Mal mit den Junioren. Dazu gehe ich noch bis zu zwei Mal ins Fitness. Diese Spielpraxis ist für meine Entwicklung sehr wichtig.» Welche Ziele verfolgt der Stürmer mit dem HC Luzern? «Wir wollen den Klassenerhalt schaffen.»

Das bisherige Highlight von Gian Luca Portmann war das Cupspiel am 11. September gegen den Swiss-League-Vertreter Langenthal. «Das sind Momente, die man nicht mehr vergisst. Auch wenn wir eine Kanterniederlage kassierten, war das ein einmaliges Erlebnis, eine Erinnerung, die bleibt.»

Anschluss an das hintere Mittelfeld nicht verpassen

Morgen Mittwoch (20.00, Eiszentrum) bestreitet Luzern das letzte Spiel der Vorrunde gegen Burgdorf. Der Aufsteiger ziert liegt mit vier Punkten am Tabellenende und muss punkten, damit der Anschluss an das hintere Mittelfeld nicht verpasst wird. Derzeit beträgt die Hypothek auf den 11. Rang, der den Ligaerhalt bedeuten würde, sieben Punkte.

Was muss besser werden? «Wir müssen effizienter werden. Wir benötigen zu viele Chancen für einen Torerfolg. Und auch in der Defensive müssen wir an Stabilität gewinnen. Ein Siegeserlebnis in der Meisterschaft könnte uns neue Kräfte verleihen», weiss Portmann. Immerhin schaffte der HC Luzern am Sonntag mit einem hauchdünnen 3:2-Sieg in Faido im Schweizer Cup beim Drittligisten Cramosina den Einzug in die 4. Qualifikationsrunde.

Schweizer Cup, 3. Runde, Qualifikation: Zug (2. Liga) – Pikes Oberthurgau (1.) 5:6. Sursee (2.) – Frauenfeld (1.) 3:4. Cramosina (3.) – HC Luzern (1.) 2:3. Seetal (2.) mit Freilos. – Heute. 20.00: Küssnacht SZ (2.) – Osco (3.) (KEB, Faido).
Nächste Spiele. 1. Liga. Mittwoch. 20.00: HC Luzern – Burgdorf. – Samstag. 17.30: HC Luzern – Wetzikon (beide Eiszentrum).
2. Liga. Samstag. 18.00: Chiasso – Zug, (KEB, Chiasso). – 19.45: Seetal – Sursee, (Iceline Seetal, Hochdorf). – Sonntag. 16.45: Bellinzona – Küssnacht SZ (Centro Sportivo, Bellinzona).

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