Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

«Unglaublich, unbeschreiblich»: Spono Nottwil gewinnt den Schweizer Cup

Die Spono Eagles schlagen RW Thun mit 27:25 und sind zum fünften Mal Schweizer Cupsieger. Was nach einem Blitzstart wie eine sichere Sache aussah, entwickelte sich zu einem Handballkrimi.
Stephan Santschi, Muri BE
Spono Eagles ist Cupsieger. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Spono Eagles ist Cupsieger. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Spono Eagles ist Cupsieger. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Spono Eagles ist Cupsieger. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Spono jubelt nach dem Schlusspfiff. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Spono jubelt nach dem Schlusspfiff. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Ivana Ljubas mit dem Pokal. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Ivana Ljubas mit dem Pokal. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Jubel bei Spono nach dem Cupsieg. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Jubel bei Spono nach dem Cupsieg. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Jubel bei Spono. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Jubel bei Spono. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Letzter Freistoss vor der Pause, die Nottwilerinnen stehen alle in der Mauer. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Letzter Freistoss vor der Pause, die Nottwilerinnen stehen alle in der Mauer. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Gianna Calchini von Spono Eagles ist die beste Spielerin der Partie. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Gianna Calchini von Spono Eagles ist die beste Spielerin der Partie. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
2312 Zuschauer kamen in die Arena. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)2312 Zuschauer kamen in die Arena. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Neli Irman von den Spono Eagles beim Abschluss. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Neli Irman von den Spono Eagles beim Abschluss. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Gianna Calchini bei einem Wurfversuch. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Gianna Calchini bei einem Wurfversuch. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Setzt sich gegen die Gegenspielerinnen durch: Gianna Calchini. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Setzt sich gegen die Gegenspielerinnen durch: Gianna Calchini. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Steigt höher als alle Anderen: Neli Irman. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Steigt höher als alle Anderen: Neli Irman. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Ivana Ljubas wird von Emilia Eberhart (rechts) zurückgehalten. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Ivana Ljubas wird von Emilia Eberhart (rechts) zurückgehalten. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
Spono-Torhüterin Lea Schüpbach im Duell mit der Thunerin Adriana Lehmann. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)Spono-Torhüterin Lea Schüpbach im Duell mit der Thunerin Adriana Lehmann. (Bild: Roger Grütter, Muri bei Bern, 17. März 2019)
15 Bilder

Spono Nottwil rettet die Saison mit Cupsieg

Die letzten Sekunden verrinnen, der Sieg ist den Spono Eagles nicht mehr zu nehmen, dann ist Schluss. Die Spielerinnen stürzen jubelnd aufeinander zu, am Spielfeldrand umarmt Trainer Carlos Lima seinen Assistenten, kurz darauf drückt er auch den Präsidenten und die Physiotherapeutin. Die Freude ist grenzenlos, «unglaublich, unbeschreiblich, ich kann das kaum in Worte fassen», sagt Rückraumspielerin Gianna Calchini, als die Siegerzeremonie vorüber ist und die Nottwilerinnen die Goldmedaille um den Hals tragen.

27:25 haben sie gestern im Cupfinal gegen RW Thun gewonnen und damit zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte den Pokal an den Sempachersee geholt. «Give me 5»forderten die Spono-Fans auf ihren pinken T-Shirts schon vor der Partie in der mit 2321 Zuschauern ausverkauften Mobiliar-Arena in Gümligen bei Bern. Und es schien, als ob ihre Lieblinge alles daransetzten, um ihnen diesen Wunsch zu erfüllen. Die Nottwilerinnen überrollten die Gegnerschaft zu Beginn regelrecht, nach fünf Minuten lagen sie mit 5:0 vorne, nach 10 Minuten mit 8:1, nach einer Viertelstunde sogar mit 11:2. «Wir waren parat», stellte Lima fest, während sein Antipode, Thuns Trainer Peter Bachmann, zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Time-outs verbraucht und eine gelbe Karte wegen Reklamierens kassiert hatte.

Gianna Calchini hält Nottwil im Spiel

Alles klar also? Fanden die Eagles auf lockere Weise zum Triumph? Keineswegs. Was in der Folge geschah, hatte surreale Züge, ist aber Teil eines Sports, in dem Tendenzen schnell auf die Gegenseite ausschlagen können. Und im Falle der Spono Eagles muss festgehalten werden, dass nun alle Probleme dieser bisher sehr schwierigen Saison mit voller Wucht an die Oberfläche traten. Die Durchschlagskraft im Angriff, die Selbstverständlichkeit im Abschluss, die Harmonie in der Abwehr – alles verblasste.

Thun, als sehr kampfstark bekannt, reduzierte den Rückstand bis zur Pause auf sechs Tore (14:8) und nach dem Seitenwechsel schaffte es bereits in der 36. Minute erstmals wieder den Anschluss (14:13). «Das ist uns zuletzt ein paar Mal passiert, dass wir eine klare Führung noch preisgaben», stellte Calchini fest. Das könne durchaus an der Verunsicherung aufgrund der Turbulenzen in dieser Saison liegen. Dass die Partie in der ohrenbetäubend lauten Gümligerhalle nicht vollends kippte, lag dabei vor allem an ihr selber. Die 24-Jährige, die im Aufbau meist im Schatten von Pascale Wyder und Ivana Ljubas steht, hielt ihr Team mit dynamischen Angriffsaktionen im Spiel. «Gianna hat erstmals ihr ganzes Potenzial abgerufen», lobte Trainer Lima. Und Calchini selber hielt fest: «Ich wusste, dass ich Raum haben würde, weil die Abwehr den Fokus auf Pascale und Ivana legt.Diesen Raum wollte ich nutzen.»

Am Ende hatte Gianna Calchini sieben Tore auf ihrem Konto und war zurecht zur besten Spielerin ihres Teams gewählt worden. Die Spono Eagles vermochten sich im Verlauf der zweiten Halbzeit wieder zu stabilisieren, kassierten nicht einmal den Ausgleich und setzten sich am Ende knapp durch. «Die Erleichterung ist so gross», sagte Calchini und atmete durch. Nach vier Niederlagen in der Meisterschaft gewann Nottwil erstmals gegen Thun. Eine verkorkste Saison ist gerettet. Die rauschende Party konnte beginnen.

Spono Eagles – RW Thun 27:25 (14:8)

Mobiliar Arena (Gümligen BE). – 2321 Zuschauer (ausverkauft). – SR Boshkoski/Stalder. – Strafen: je 7-mal 2 Minuten. – Spono: Schüpbach (7 Paraden)/Troxler (1 Parade); Wick (1), Irman (1), Spaar, Aselmeyer (3), Amrein (3), Calchini (7), Smitran, Wyder (8/4), Ljubas (4).

Thun: Korenic (13 Paraden)/Peronino (1 Parade); Rotondo (5), Lehmann (3), Kaeslin (1), Zumstein (1), Wyer, Frey (1), Eberhart (2), Schmied (2), Lorenz, Weibelova (10).

Bemerkungen: Troxler hält Penalty von Weibelova (21./12:4). Weibelova schiesst Penalty an die Latte (44./19:17).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.