Unihockey-Playouts: Ad Astra verliert nach grossem Comeback

Die Sarner Unihockeyaner unterliegen Uster auch im Spiel 3 und liegen in der NLA-Playout-Serie 0:3 hinten.

Melk von Flüe
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Ein Schuss und das Spiel war vorbei: Usters Siegtreffer zum 7:6 in der Verlängerung bereitete Ad Astra Sarnen ein sehr bitteres Ende eines Abends mit Tiefs und Hochs. Nach dem ersten Drittel hätte wohl niemand mehr darauf gewettet, dass im Spiel 3 der Playout-Serie zwischen Ad Astra und dem UHC Uster noch Spannung aufkommt. Die Gäste hatten sich eine komfortable 5:1-Führung erspielt. Doch Ad Astra kämpft und spielte sich ins Spiel zurück. «Mit dem zweiten und dritten Drittel bin ich sehr zufrieden. Dort hatten wir die Chancen, um das Spiel zu gewinnen», sagte Sarnens Trainer Eetu Vehanen nach dem Spiel. Er gestand ein, dass Uster in der Verlängerung besser spielte, sprach aber dennoch von einer «bitteren Niederlage».

Die Ausgangslage für den weiteren Verlauf der Serie präsentiert sich nun denkbar schlecht. Ad Astra müsste Uster viermal in Folge bezwingen, um den Gang in die Auf-/Abstiegsplayoffs gegen einen NLB-Vertreter noch zu verhindern.

Unglückliches Startdrittel

Das Startdrittel strapazierte die Nerven des Obwaldner Publikums. Ad Astra ging zum dritten Mal in der Serie gegen Uster mit 1:0 in Führung. Gestern Abend hielt das Hochgefühl nach dem Führungstreffer nur gerade zehn Sekunden lang an. Denn bereits kurz nach dem Wiederanspiel kassierte Ad Astra das 1:1. Zwar setzten die Sarner vereinzelt spielerische Akzente, doch zum wiederholten Mal in dieser Saison bremsten individuelle Fehler das Team aus. Dieses Mal agierte Goalie Mario Britschgi bei den Toren zum 1:3 und 1:4 unglücklich. Er liess sich nach dem 1:4 durch Pascal Amrein ersetzen, der eine starke Partie zeigte. Das verkorkste Startdrittel wurde mit einem Shorthander Usters zum 1:5 abgerundet.

Wie verwandelt kamen die Obwaldner aus der Kabine zurück. Sie übernahmen im Mitteldrittel das Spieldiktat und wurden rasch belohnt. Durch einen Doppelschlag innert einer Minute kam Ad Astra auf 3:5 heran und die Hoffnung auf ein positives Resultat kehrte zurück. In der Folge kam die Sarner zu weiteren guten Chancen auf den Anschlusstreffer. Es brauchte aber eine Strafe gegen Uster, bis die Überlegenheit in ein weiteres Tor umgemünzt werden konnte. Cornel von Wyl traf im Powerplay zum 4:5 und kurz nach Beginn des Schlussdrittel gleich nochmals zum 5:5. Auf die neuerliche Führung Usters reagiert Sarnen erst kurz vor Schluss: Basil von Wyl gelang 30 Sekunden vor Ablauf der 60 Minuten das vielumjubelte 6:6. Doch dann schlug Uster in der Verlängerung ein letztes Mal zu.

Telegramm

Sarnen - Uster 6:7 n. V. (1:5, 3:0, 2:1, 0:1)
Dreifachhalle. – 524 Zuschauer. – SR Schuler/Sprecher.
Tore: 2. Markström (Basil von Wyl) 1:0. 2. Berweger (Urner) 1:1. 7. Juhola (Bolliger) 1:2. 13. Beerli (Steiger) 1:3. 17. Bolliger (Beerli) 1:4. 20. Stäubli (Ausschluss Gallati!) 1:5. 23. Kramelhofer (Furrer) 2:5. 24. Kunelius (Cornel von Wyl) 3:5. 38. Cornel von Wyl (Roman Schöni/Ausschluss Beerli) 4:5. 42. Cornel von Wyl (Savinainen) 5:5. 49. Urner (Kanebjörk) 5:6. 60. Basil von Wyl (Cornel von Wyl/Sarnen ohne Goalie) 6:6. 65. Schubiger (Heierli) 6:7.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Sarnen; 2-mal 2 Minuten gegen Uster.
Ad Astra: Britschgi (ab 17. Amrein); Höltschi, Berchtold; Markström, Kunelius; Läubli, Kramelhofer; Marco Schöni, Roman Schöni, Liikanen; Savinainen, Cornel von Wyl, Basil von Wyl; Dubacher, Jonas von Wyl, Furrer.
Bemerkungen: 59. Timeout Sarnen. Ad Astra ohne Bitterli, Boschung, Durot, Gnos und Muff (alle Ersatz).