Unschmeichelhafte Vorrunde der Zentralschweizer 1.-Liga-Fussballteams

Blickt man auf die Tabelle, sucht man in der vorderen Hälfte der Gruppe 2 vergeblich einen Verein aus unserer Region. Fünf hiesige Klubs und Langenthal belegen nach 14 Runden die sechs hintersten Ränge.

René Barmettler
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Schötz-Stürmer Labinot Aziri jubelt über das 1:0 gegen Buochs. (Bild: Philipp Schmidli, 11. August 2019)

Schötz-Stürmer Labinot Aziri jubelt über das 1:0 gegen Buochs. (Bild: Philipp Schmidli, 11. August 2019)

FC Schötz (Rang 9, 18 Punkte): Mit dem Dreizack-Sturm Michael Koch, Elvis Bratanovic und Labinot Aziri hätten die Luzern Hinterländer eigentlich wohl eine der aufregendsten Offensive. Zu lange während dieser Vorrunde war Schötz indes abhängig von Topskorer Labinot Aziri, der 15 Meisterschaftstreffer bejubeln konnte. Das eigentliche Problem der Schötzer ist die Defensive: Zu oft findet das Spektakel vor dem eigenen Tor statt. Trainer André Grüter hat während der Winterpause hauptsächlich an dieser Baustelle zu arbeiten. Kriegt er die bisher drittschlechteste Abwehr in den Griff, kann Schötz im Frühjahr einiges an Boden gut machen.

FC Luzern U21 (Rang 11, 15 Punkte): Im letzten Spiel dieses Herbstes liessen die jungen Luzerner bei Kälte und Nässe ein Feuerwerk sondergleichen steigen. Beim 6:6-Spektakel gegen die viertplatzierten Grasshoppers U21 fielen vier Tore zwischen der 87. und 95. Minute. Fussball total, dabei ging aber zu oft die Defensivarbeit vergessen. Wegen zu vieler naiv erhaltener Gegentore ist der FCL noch nicht aus dem Schneider. Für den Ligaerhalt müsste das Talent eigentlich ausreichen.

SC Buochs (Rang 12, 15 Punkte): Angetreten waren die Nidwaldner mit dem Ziel, das beste Zentralschweizer Team dieser Liga zu werden. Der Plan ging bisher nicht auf. Mit Thomas Heitzmann (zuvor Assistent FCL U21) holte Buochs einen neuen Trainer. Das brauchte eine gewisse Angewöhnungszeit, ausserdem konnte der SCB personell meist nicht aus dem Vollen schöpfen. Auch hier gilt: Wenn im Frühling wieder alle bei Kräften sein sollten, ist genügend Potenzial vorhanden.

SC Goldau (Rang 13, 10 Punkte): 47 Gegentore, mit Abstand die schlechteste Abwehr: Die Schwyzer setzen im neuen Jahr auf die Rückkehr der auslandreisenden Verteidiger Livio Sommaruga und Silvan Büeler. Trainer Sandro Marini hofft so auf mehr Stabilität. Zum Ligaerhalt dürfte es für Goldau trotzdem nicht reichen.

Zug 94 (Rang 14, 5 Punkte): Der Abstieg für das bedauernswerte Team ist eigentlich bereits besiegelt.