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Unterwalder Leichtathletik-Duo lässt aufhorchen

Tina Baumgartner und Nadine Odermatt reiten zurzeit auf der Erfolgswelle. Beide können mit einer Selektion für die U18-Europameisterschaften rechnen. Baumgartner steht sogar vor einem Luxusproblem.
Zeigen auf ihre neuen Bestmarken im Hochsprung: Nadine Odermatt (links) und Tina Baumgartner. (Bild: Thomy Rhymann)

Zeigen auf ihre neuen Bestmarken im Hochsprung: Nadine Odermatt (links) und Tina Baumgartner. (Bild: Thomy Rhymann)

Wie es sich anfühlt, die Schweiz international zu vertreten, durfte Nadine Odermatt im vergangenen Jahr bereits erleben. Die Hochspringerin der LA Kerns, die von Thomi Rymann und Ruedi Nyffenegger trainiert wird, sprang am EYOF – dem «European Youth Olympic Festival» – in den Final und wurde Zehnte. Mitte Mai steigerte die KV-Absolventin im ersten Lehrjahr ihre Bestleistung um zwei Zentimeter auf 1,73 m und schaffte damit die Limite für die U18-Europameisterschaften, die anfangs Juli in Györ (Ungarn) stattfinden.

Vor einer Woche folgte anlässlich der offenen Kantonalmeisterschaften Thurgau/Schaffhausen eine weitere Steigerung auf 1,75 Meter. Diese Höhe ist gleichbedeutend mit dem Obwaldner Kantonalrekord. In verletzungsbedingter Abwesenheit von der Baslerin Salomé Lang ist 2018 erst Siebenkampfspezialistin Géraldine Ruckstuhl höher gesprungen. «Ich habe nach wie vor Luft nach oben und weiss, woran ich noch arbeiten muss. An der EM möchte ich den Final erreichen und wenn möglich meine Bestleistung egalisieren oder gar verbessern.» Die besten elf Athletinnen qualifizieren sich für die Jugendolympia, die im Herbst in Buenos Aires (Argentinien) stattfinden werden. «Das wäre ein Traum. Ich freue mich, auf einen weiteren Start im Nationaldress und darauf, weitere internationale Erfahrungen zu sammeln.»

Überlegener Sieg für Tina Baumgartner

Die Wahrscheinlichkeit, dass sie gemeinsam mit ihrer Cou-Cou-Cousine und Trainingskollegin, der Nidwaldnerin Tina Baumgartner nach Ungarn reisen wird, ist extrem gross. Anlässlich des ILV-Events trat Baumgartner erstmals in ihrer Karriere über 400-Meter-Hürden an. Mit 61,18 Sekunden unterbot sie die Limite für die U18-EM um über zwei Sekunden und stürmte an die Spitze der nationalen U18-Bestenliste. Am vorletzten Wochenende verbesserte sie ihre Hochsprungbestleistung von 1,64 auf 1,70 Meter und scheiterte nur knapp an der Höhe von 1,73 Metern. An den Schweizer Mehrkampf-Meisterschaften in Tenero vom vergangenen Wochenende stellte sie einmal mehr ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Mit einem Gesamttotal von 5099 Punkten und 230 Zählern Vorsprung siegte sie überlegen und knackte dabei auch im Siebenkampf die U18-EM-Limite.

Den Grundstein zu diesem Erfolg legte sie mit persönlichen Bestzeiten über die Hürden (14,56 Sekunden), im Weitsprung (5,54 Meter), über 200 Meter (25,66 Sekunden) sowie im abschliessenden 800-Meter-Lauf.

Beindruckendes 800-Meter-Rennen

Besonders beeindruckend war dabei die Leistung über die zwei Bahnrunden. In 2:14.29 Minuten steigerte Baumgartner ihre Bestzeit um über drei Sekunden und war damit zwölf Sekunden schneller als die zweitplatzierte Athletin. Damit unterbot sie zudem auch in dieser Disziplin die U18-EM-Limite. «Diese Leistung hat mich am meisten überrascht. Auch die Leistungen über die Hürden sowie über 200 Meter waren besser als erhofft. Es bedeutet mir viel, dass ich im Hochsprung mit 1,69 Meter meine PB bestätigen konnte.» Am meisten Potenzial ist in den Wurfdisziplinen und insbesondere im Speerwerfen vorhanden. «Beim Einwerfen lief es besser, im Wettkampf passte dann leider nicht viel zusammen. Da liegt noch viel Arbeit vor mir.» Ob die Beckenriederin in Györ im Mehrkampf oder über die Langhürden an den Start gehen wird, entscheidet sie nach den Regionenmeisterschaften vom kommenden Wochenende, wo sie über 400-Meter-Hürden starten wird.

Für eine weitere Medaille war Sandra Röthlin (LL Kerns) besorgt. Die Juniorin gewann mit 4956 Punkten die Bronzemedaille. (stb)

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