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Uri landet Überraschungscoup

Floorball Uri bezwingt in der 2. Liga Einhorn Hünenberg sensationell hoch mit 8:3. Insbesondere im letzten Drittel wachsen die Urner richtiggehend über sich hinaus.
Urs Hanhart
Der Urner Thomas Brand beim Torschuss. Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 27. Oktober 2018)

Der Urner Thomas Brand beim Torschuss. Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 27. Oktober 2018)

Aufgrund der bisherigen Saisonresultate und den in den letzten Jahren durchs Band verlorenen Direktbegegnungen stieg die erste Männer-Mannschaft von Floorball Uri am Samstag vor heimischer Kulisse in der Altdorfer Feldli-Arena als Aussenseiter ins Duell gegen das zu den Liga-Favoriten zählenden Team von Einhorn Hünenberg. Zunächst lief denn auch alles wie erwartet beziehungsweise aus Sicht der Urner befürchtet. Die Zuger starteten dynamischer gingen bereits in der 4. Minute in Führung, wobei diesem vermeidbar scheinenden Gegentreffer ein extrem weiter Pass über fast das gesamte Spielfeld vorausging. Wenig später verhinderte Uri-Keeper Pascal Bucher mirakulös ein weiteres Tor.

Gegen Ende des ersten Drittels kamen die Platzherren besser ins Spiel. Janic Renner bewerkstelligte in der 14. Minute mit einem platzierten Schlenzer den 1:1-Ausgleich. Kurz darauf legte Hünenberg nochmals vor. Doch Renner stellte mit einem nahezu identisch herausgespielten Treffer mittels Schlenzer den Gleichstand (2:2) wieder her. Auch der zweite Abschnitt verlief ausgeglichen, wobei beide Teams je einen Torerfolg feiern konnten. Für Uri skorte Sven Herger mit einem satten Weitschuss.

Uri im Schlussdrittel völlig entfesselt

Im letzten Drittel zeigte sich dann ein völlig anderes und vor allem unerwartetes Bild. Die Gastgeber dominierten das Geschehen beinahe nach Belieben und spielten den vermeintlichen Favoriten richtiggehend an die Wand. Lanciert wurde die Galavorstellung in der 44. Minute durch Thomas Brand, der den Ball mittels Direktschuss aus spitzem Winkel im Netz versenkte. Danach gerieten die Hausherren in einen wahren Torrausch, dem die Einhörner nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Sven Herger erhöhte in der 49. Minute mit einem Kontertreffer auf 5:3 und Goalgetter Janic Renner, der bereits im ersten Drittel zweimal getroffen hatte, krönte seine herausragende Leistung in den letzten zehn Minuten noch mit einem Blitz-Hattrick. Er brachte das Kunststück fertig, innerhalb von neun Minuten drei weitere Tore zu schiessen. Damit avancierte der Youngster beim klaren 8:3-Erfolg zum eigentlichen Matchwinner für Uri.

Mehr Cleverness an den Tag gelegt

«Ich bin sehr stolz auf diese Leistung meiner Mannschaft. Dieser Erfolg ist eine grosse Genugtuung für uns, zumal wir ihn gegen ein deutlich routinierteres Team erringen konnten, das sogar einige Ex-Nationalliga-A-Spieler in seinen Reihen hat», freute sich Headcoach Pirmin Garaventa nach dem Schlusspfiff. Dann fügte er noch an: «Vor allem im letzten Drittel ist es uns endlich gelungen, die Pace durchzuziehen. Wir haben deutlich cleverer agiert als in den vorangegangenen Partien und sind ohne Aussetzer durchgekommen.»

Vor diesem Befreiungsschlag taten sich die Gelb-Schwarzen ziemlich schwer in der Meisterschaft. Sie konnten lediglich einen Sieg landen und musste drei zum Teil recht ärgerliche, weil knappe Niederlagen hinnehmen. «Ob der Knopf nun aufgegangen ist, wird sich dann in den nächsten Spielen zeigen. Aber der Mannschaft tut dieser Kantererfolg gegen einen an sich höher kotierten Gegner moralisch sicherlich sehr gut. Die Spieler wissen nun, wozu sie fähig sind, wenn alles zusammenpasst», so Garaventa. Uri ist dank diesem Überraschungscoup auf einen Schlag vom vorletzten auf den fünften Tabellenplatz nach oben gerückt und liegt jetzt sogar vor Einhorn Hünenberg. Zum Saisonziel sagte der Trainer: «Rangmässig haben wir uns nichts vorgenommen. Aber wir wollen uns stetig verbessern und mit dem Abstieg möglichst nichts zu tun haben.» Nächster Gegner von Uri ist am Sonntag Tabellennachbar Mendrisiotto. Beim Abstecher ins Südtessin gilt es nun zu beweisen, dass der jüngste Erfolg keine Eintagsfliege war.

Grossfeld, Gruppe 3: Glattal – Weggis-Küssnacht 16:1 (3:1, 6:0, 7:0). Ad Astra Sarnen – Mendrisiotto 8:9 (2:2, 3:2, 3:5). Eschenbach – Zürich Oberland 14:1 (4:0. 3:1, 7:0). Uri – Einhorn Hünenberg 8:3. Inwil-Baar – Uster 8:5.

Rangliste (alle 5 Spiele): 1. Eschenbach 15 (46:18). 2. Glattal 13. 3. Indians Inwil-Baar 9 (29:21). 4. Mendrisiotto 9 (35:39). 5. Uri 7 (33:30). 6. Ad Astra Sarnen 7 (39:37). 7. Einhorn Hünenberg 6 (22:27). 8. Zürich Oberland 5. 9. Uster 4. 10. Weggis-Küssnacht 0 (10:45).

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