Uris Rollhockeyaner verlieren gegen den Angstgegner und siegen danach wieder

Zwei Mal kann der RHC Uri am Wochenende eine 3:1-Führung nicht über die Runden bringen. Am Sonntag reicht es dennoch zu einem Vollerfolg.

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Uris Joshua Imhof (am Ball) erzielt in dieser Doppelrunde drei Tore - eines in Dornbirn und deren zwei in Wimmis. (Bild: Urs Hanhart)

Uris Joshua Imhof (am Ball) erzielt in dieser Doppelrunde drei Tore - eines in Dornbirn und deren zwei in Wimmis. (Bild: Urs Hanhart)

(ji) Das Doppelwochenende startete für die Urner ganz bitter. Das Team von Trainer Simon von Allmen brachte es fertig, eine 3:1-Führung in Dornbirn aus der Hand zu geben und das Spiel 3:4 zu verlieren. Damit sind die Vorarlberger mittlerweile eine Art Angstgegner der Urner. Nicht nur im Cup behielt der RHC Dornbirn die Oberhand, er gewann auch beide Meisterschaftsspiele in dieser Spielzeit. Im Lager der Urner war der Frust ob der neuerlichen Niederlage verständlicherweise gross. «Einen solchen Vorsprung zehn Minuten vor Ende dürfen wir nie und nimmer hergeben. Das nervt», sprach Simon von Allmen Klartext. Dornbirn eröffnete den Torreigen in der 9. Minute per direktem Freistoss. Dazu kam es, weil Joshua Imhof einen Gegenspieler regelwidrig gestoppt hatte und dafür auf die Strafbank wanderte. In der 22. Spielminute schlug das Pendel zurück und ein Spieler des Heimteams musste auf die Strafbank. Zwar scheiterte Felipe Sturla mit seinem direkten Freistoss. In Überzahl traf dann aber Nicola Imhof zum Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel kam es gar noch besser. Felipe Sturla traf in der 31. Minute nach einem schönen Dribbling. Drei Minuten später erzielte schliesslich Joshua Imhof das 3:1. In der Folge drückten die Vorarlberger aufs Tempo. Neun Minuten vor dem Ende nahm dann das Unheil seinen Lauf. Der Topskorer der Liga, Kilian Hagspiel, verkürzte zuerst, um knapp drei Minuten vor Ende den Ausgleich zu erzielen. Als das Heimteam zwei Minuten vor Ende schliesslich den Siegestreffer erzielte, kannte die Freude bei den zahlreichen Zuschauern keine Grenzen.

Auch in Wimmis wird Vorsprung preisgegeben

Mit der Niederlage am Vortag in Dornbirn verkam die Partie vom Sonntag auswärts beim RHC Wimmis zu einer Art Schicksalspiel. Wollten die Urner weiter ein Wörtchen um die Playoff-Qualifikation mitreden, musste dringend ein Sieg her. In der 5. Minute eroberte Felipe Sturla in der Ecke den Ball und bediente Uri-Captain Michael Gerig. Dieser schob gekonnt zum Urner Führungstreffer ein. 30 Minuten waren gespielt, als Wimmis ausgleichen konnte. Die Urner zeigten sich wenig beeindruckt. Zuerst Joshua Imhof (36.) und dann sein Bruder Nicola Imhof (37.) erhöhten bis auf 3:1.

Wimmis bewerkstelligte in der 40. Minute innert 20 Sekunden den Ausgleich. Das Spiel stand nun auf Messerschneide. Das bessere Ende behielten dabei die Urner. Joshua Imhof traf drei Minuten vor Ende zum entscheidenden 4:3. Mit diesem Sieg bleiben die Urner voll im Rennen um die Playoff-Ränge.

NLA. Übrige Spiele: Uttigen – Genf 0:6. Thunerstern – Biasca 3:4. Diessbach – Wimmis 5:1. – Rangliste: 1. Biasca 11/28. 2. Diessbach 11/27. 3. Montreux 13/21. 4. Uri 12/18. 5. Genf 13/18. 6. Dornbirn 13/18. 7. Wimmis 13/12. 8. Uttigen 11/10. 9. Thunerstern 11/10.

Dornbirn – Uri 4:3 (1:1)

Stadthalle Dornbirn. – 280 Zuschauer. – Uri: Blöchlinger, Sturla (1), Gasser, Aschwanden, Schuler, Nicola Imhof (1), Joshua Imhof (1), Gerig, Costa, Marinho.

Wimmis – Uri 3:4 (0:1)

Rollhockeyhalle. – 200 Zuschauer. – Uri: Blöchlinger, Sturla, Gasser, Aschwanden, Schuler, Nicola Imhof (1), Joshua Imhof (2), Gerig (1), Costa, Marinho.