Die Urner Rollhockeyaner verlieren in Dornbirn im Penaltyschiessen

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André Costa (am Ball) erzielt für den RHC Uri einen Treffer. (Bild: Urs Hanhart)

André Costa (am Ball) erzielt für den RHC Uri einen Treffer. (Bild: Urs Hanhart)

(ji) Uri-Trainer Carlos Sturla sprach nach der 4:5-Niederlage im Penaltyschiessen bei Dornbirn davon, dass man nicht einen Punkt gewonnen, sondern zwei verloren habe. Tatsächlich sündigten die Urner an diesem Abend gleich reihenweise aus aussichtsreichen Positionen. Auch ein Penalty und ein direkter Freistoss blieben ungenutzt. Damit brachte sich das Team um die Früchte der Arbeit, die es an diesem Abend bis auf die genannte Ineffizienz im Abschluss grundsätzlich einwandfrei verrichtet hatte.

Dass beide Mannschaften unbedingt punkten wollten, war von der ersten Sekunde an spürbar. Es entwickelte sich ein nervöses Spiel, das mit dem Dornbirner Führungstreffer von Kilian Hagspiel in der 15. Minute so richtig Fahrt aufnahm. Die Gäste aus dem Urnerland reagierten umgehend durch Manuel Gisler. Nach einem Weitschuss von André Costa stand Gisler goldrichtig und glich in der 17. Minute zum 1:1 aus. In der 23. Minute war es wiederum Manuel Gisler, der traf. Er hämmerte ein Zuspiel von Felipe Sturla von der Strafraumgrenze direkt in die Maschen. Doch anstatt die Führung mit in die Pause zu nehmen, mussten die Urner 20 Sekunden vor der Sirene das 2:2 hinnehmen. Von diesem zwischenzeitlichen Rückschlag liessen sich die Gäste allerdings nicht beirren. Weiterhin suchten sie resolut den Abschluss. In der 28. Minute waren die Bemühungen von Erfolg gekrönt. Felipe Sturla traf aus kurzer Distanz zur neuerlichen Urner Führung.

Zu viele Möglichkeiten ausgelassen

Nun wurde das Spiel so richtig turbulent. Zwei Spieler des RHC Dorbirn handelten sich eine blaue Karte ein. Doch weder der direkte Freistoss noch die vierminütige Überzahl konnten die Urner nutzen. Zu allem Überfluss wanderte Uri-Torhüter Ricardo Figueiredo in der 40. Minute mit einer blauen Karte auf die Strafbank. Pedro Marinho übernahm für ihn. Schliesslich führte ein Penalty des Heimteams zum 3:3-Ausgleich. Bis zum Ablauf der regulären Spielzeit trafen beide Teams noch je ein Mal – Verlängerung.

Das Penaltyschiessen musste entscheiden. Kein Urner und zwei Dornbirner trafen, sodass sich das Heimteam letztlich den Zusatzpunkt holte. Uri-Trainer Carlos Sturla nach dem Spiel: «Diese Niederlage war unnötig. Wir hatten Möglichkeiten für mehrere Spiele und brachten den Ball einfach nicht rein. Gratulation an den Dornbirner-Torhüter. Er machte seine Sache ausserordentlich gut.» Die Urner haben nun zwei spielfreie Wochenenden, bevor es am 24. November 2019 in Wimmis weitergeht.

NLA: Dornbirn – Uri 5:4 n. P. Montreux – Wolfurt 5:4 n. P. Genf – Uttigen 6:2. – Rangliste: 1. Genf 5/15. 2. Montreux 6/14. 3. Dornbirn 5/7. 4. Wolfurt 6/7. 5. Diessbach 4/6. 6. Biasca 5/6. 7. Wimmis 4/4. 8. Uri 5/4. 9. Uttigen 4/3).

Dornbirn – Uri 5:4 (2:2) n. P.
Stadthalle. – 200 Zuschauer. – Uri: Ricardo Figueiredo, Manuel Gisler (2), Tim Aschwanden, André Da Costa (1), Felipe Sturla (1), Michael Gerig, Remo Schuler, Pedro Marinho (40. bis 42. Minute).