Uris Rollhockeyaner stehen vor einer schweren Aufgabe in Wolfurt

Heikle Reise nach Wolfurt für den RHC Uri: Die Österreicher haben sich im NLA-Rollhockey etabliert.

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Uri-Goalie Marc Blöchlinger hat auch in dieser Szene alles im Griff.

Uri-Goalie Marc Blöchlinger hat auch in dieser Szene alles im Griff.

Bild: Kurt Briker

In diesen Tagen meiden weite Teile der Bevölkerung Reisen ins Ausland, sofern nicht dringend notwendig. Nicht anders sieht es bei den Rollhockeyspielern des RHC Uri aus. Aufgrund der aussergewöhnlichen Regelung, wonach auch die grenznahen Vereine an der Schweizer Meisterschaft teilnehmen dürfen, stehen für die Spieler allerdings regelmässig Auslandreisen an. Hintergrund der Bestimmung ist, dass die im Ausland beheimateten Vereine andernfalls entweder sehr lange Reisen auf sich nehmen müssten (Deutschland) oder mangels Vereinen nicht oder nur an einer sehr kleinen Meisterschaft teilnehmen könnten (Österreich).

Die Reise nach Wolfurt mussten die Urner allerdings erst wenige Male in Angriff nehmen. Die Österreicher spielen schliesslich erst das zweite Jahr in der höchsten Spielklasse, weshalb vorher keine Partien zwischen den beiden Teams stattfanden. Den Platz in der NLA haben sich die Wolfurter zweifellos verdient. Das Kader verfügt über Klasse und mit der Neuverpflichtung des Argentiniers Renzo Commandone nun auch über eine ansehnliche Breite. Prompt gelang dem RHC Wolfurt zum Saisonstart vor zwei Wochen mit einem Sieg in Biasca eine kleine Überraschung. Das zweite Spiel in Wimmis ging dann allerdings verloren.

Goalie Blöchlinger ist der erhofft starke Rückhalt

Bei zwei Spielen und drei Punkten stehen zurzeit auch die Urner. Der bisherige Saisonstart entspricht in etwa den Erwartungen. Die Leistungen waren solide, wenn auch nicht überragend. Vor allem in der Offensive lassen die Urner noch zu viele Möglichkeiten aus. Mit zahlreichen Abschlussübungen in den Trainings will Uri-Trainer Carlos Sturla das Defizit beseitigen. Aus dem Kollektiv gibt es einzig Torhüter Marc Blöchlinger hervorzuheben. Der 20-Jährige ist der erhofft starke Rückhalt und ersetzt Ricardo Figueiredo, der aus einer längeren Verletzung zurückkommt, formidabel.

Einen sicheren Rückhalt benötigen die Urner mit Sicherheit auch am Samstag. Mit Nicola Imhof und André Costa fehlen dem Team zwei wichtige Stützen. Letzterer erlebte im Dienstag-Training eine leichte Verletzung, die bis am Samstag voraussichtlich nicht heilt. Carlos Sturla gibt sich trotzdem optimistisch: «Wir haben in der Vorbereitung gezeigt, dass wir Ausfälle kompensieren können. Deshalb erwarte ich trotz alledem ein sehr offenes Spiel. Hoffentlich mit dem besseren Ende für uns.» Schliesslich soll die Auslandreise nicht umsonst sein. (ji)