Urner Radball-Duos bleiben ohne Exploit

Im Cup-Finalturnier müssen sich die beiden Urner Teams mit den Rängen 6 und 8 begnügen.

Urs Hanhart
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Altdorf I mit Claudio Zotter (am Ball) und Simon Marty (rechts) landet schliesslich auf dem 6. Platz.

Altdorf I mit Claudio Zotter (am Ball) und Simon Marty (rechts) landet schliesslich auf dem 6. Platz.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 29. Februar 2020)

Nach dem doch eher durchzogenen Einstieg in die Saison mit nur zwei Siegen in acht Meisterschaftsspielen waren die Urner Fans gespannt auf das Abschneiden des Fanionteams von Radsport Altdorf mit Torhüter Claudio Zotter und Feldspieler Simon Marty im Cup-Finalturnier, das am Samstag unter Beteiligung von acht Teams vor heimischer Kulisse in der Radballhalle Giessen ausgetragen wurde. Wiedergutmachung war bei diesem ersten Saisonhighlight angesagt. Doch dieses Vorhaben gelang nicht nach Wunsch, sondern nur streckenweise. Vom angepeilten Podestplatz waren die Lokalmatadoren letztlich doch ziemlich weit entfernt.

«Mit der Leistung meines Teams in der Vorrunde kann ich eigentlich ganz zufrieden sein. Einzig die Chancenverwertung liess etwas zu wünschen übrig. Etwas frustrierend war die Tatsache, dass nur ganz wenig zum Einzug in die Finalrunde fehlte. Aber im Vergleich zur Meisterschaft gab es eine klare Aufwärtstendenz zu erkennen», bilanzierte der Coach von Zotter/Marty, Thomas Müller.

Taucher gegen einen Underdog

Tatsächlich präsentierte sich das Fanionteam in den Gruppenspielen schon fast wieder in alter Stärke. In der Auftaktpartie besiegte es den NLA-Vertreter Schöftland deutlich mit 3:0. Anschliessend setzte es gegen den NLB-Club Mosnang I ein 3:3-Remis ab. Im entscheidenden letzten Gruppenspiel gegen Cup-Titelverteidiger Pfungen hätten Zotter und Marty zumindest ein weiteres Unentschieden benötigt, um den Sprung in die Finalrunde zu schaffen. Sie waren diesbezüglich auch auf gutem Weg, lautete doch der Spielstand bis kurz vor Schluss 3:3. In der letzten Minute gelang den Zürchern auf recht glückliche Art doch noch der Siegtreffer. Damit platzte für die Urner der Traum vom Weiterkommen. Altdorf I totalisierte zwar gleich viele Zähler wie Mosnang I, schied jedoch aus, weil die Toggenburger ein Tor mehr erzielt und somit eine geringfügig bessere Torbilanz vorzuweisen hatten. Zum Abschluss ihres Cup-Auftritts mussten sich Zotter und Marty mit dem Spiel um Platz 5 begnügen. Dort trafen sie auf Mosnang II, ein weiterer Vertreter aus der NLB. Auch mit diesem Unterklassigen bekundeten sie grosse Mühe. Letztlich setzten sich die Ostschweizer mit 5:2 nach Penaltyschiessen durch. Dazu meinte Coach Müller: «Mosnang II ist ein sehr unangenehmer Gegner, der meinem Team von der Spielweise überhaupt nicht liegt. Zudem ist es nach dem bitteren Aus in der Vorrunde nicht gelungen, die Motivation wieder voll aufzubauen.» Der sechste Schlussrang war für Zotter und Marty zwar eine Enttäuschung. Dennoch blickt Müller dem weiteren Saisonverlauf durchaus optimistisch entgegen. Er betonte: «Die Formkurve ist im Steigen begriffen. Wenn es dem Fanionteam gelingt, an die Leistungen der Gruppenphase anzuknüpfen, wird es auch in der Meisterschaft aufwärts gehen. Davon bin ich überzeugt.»

Nachwuchsteam sammelt wertvolle Erfahrungen

Das zweite Urner Team mit dem Erstligisten Altdorf III (Valentin Stadler/Jan Brand) hatte erwartungsgemäss einen sehr schweren Stand in diesem hochklassigen Feld. Ihren stärksten Auftritt hatten die beiden Youngsters im Startspiel gegen den NLA-Vertreter Liestal, das sie nur knapp mit 4:5 verloren. In den beiden anderen Gruppenspielen gegen den NLA-Leader Mosnang und gegen Mosnang II kassierten sie hingegen deutliche Niederlagen. Im Spiel um Platz 7 zog Altdorf III gegen Schöftland mit 4:7 den Kürzeren. Diesmal waren Stadler und Brand ziemlich weit davon entfernt, einen ähnlichen Coup zu landen wie noch im Halbfinal. Immerhin konnten sie aber bei diesem Turnier wertvolle Erfahrungen sammeln.

Den Cupsieg sicherte sich NLA-Spitzenreiter Mosnang. Die Ostschweizer holten gleich viele Punkte wie Titelverteidiger Pfungen, setzten sich aber aufgrund einer deutlich besseren Torbilanz durch. Das Direktduell der beiden favorisierten Teams endete mit einem 2:2.