Die Urner Radballer wollen im Schweizer Cup den Heimvorteil nutzen

Am Finalturnier des Schweizer Cups ist Altdorf mit zwei Teams vertreten, jedoch nicht in der Favoritenrolle.

Urs Hanhart
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Die jungen Altdorfer Jan Brand (links) und Valentin Stadler wollen auch am Finalturnier Akzente setzen.

Die jungen Altdorfer Jan Brand (links) und Valentin Stadler wollen auch am Finalturnier Akzente setzen.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 5. Februar 2020)

Morgen Samstag steigt in der Radballhalle Giessen das erste Saisonhighlight. Ab 13 Uhr geht das Finalturnier um den Schweizer Cup über die Bühne. Für diese finale Ausmarchung haben sich acht Teams qualifiziert, darunter fünf Vertreter aus der höchsten nationalen Liga, zwei NLB-Duos und ein Team aus der 1. Liga. Beim Letztgenannten handelt es sich um Altdorf III mit Valentin Stadler und Jan Brand. Die beiden Junioren zeigten in der Vorschlussrunde eine sensationelle Leistung und schafften völlig überraschend den Sprung in den Final. Im Halbfinal brachten die beiden Youngsters gar das Kunststück fertig, das zweite Altdorfer NLA-Team mit Beda Planzer und Fabian Hauri aus dem Cup-Rennen zu werfen.

«Für uns war bereits der Einzug in die Halbfinals ein grosser Erfolg. Mit dem Sprung in den Final hätten wir nie gerechnet», verrät Stadler. Im Hinblick auf den Showdown betont sein Teamkollege Brand: «Wir freuen uns riesig auf den Auftritt vor heimischer Kulisse. Als krasser Aussenseiter haben wir nichts zu verlieren. Wir werden einfach wieder unser Bestes geben und schauen, was dabei herauskommt.» Dass ein Erstligist in die Endrunde einzieht, kommt nur ganz selten vor. Deshalb wäre für die Jungspunde jeder Schlussrang, der besser ist als der Letzte ein grosser Erfolg.

Zotter/Marty auf Formsuche

Mit deutlich höheren Erwartungen steigt das neue Altdorfer Fanionteam mit Zotter und Marty ins Turnier. An einem guten Tag hat es zweifellos das Zeug, um den Pott mitzukämpfen. Allerdings vermochte das neue Urner Vorzeigeduo in der noch jungen Saison noch nicht sonderlich zu überzeugen. Zwar setzte es sich im Cup-Halbfinal problemlos durch, aber in der Meisterschaft lief es bislang alles andere als wunschgemäss. Von den bisherigen acht Partien konnten Zotter und Marty nur gerade deren zwei für sich entscheiden. Zweimal holten sie ein Remis heraus und viermal zogen sie den Kürzeren. Mit der für seine Verhältnisse doch mageren Ausbeute von acht Punkten liegt Altdorf 1 derzeit in der Meisterschaft nur an sechster Stelle. Die Lokalmatadoren brauchen also eine eklatante Leistungssteigerung, wollen sie im Cup-Finalturnier bei der Vergabe der Podestplätze ein ernsthaftes Wörtchen mitreden.

Mosnang – das Team der Stunde

Den Cupsieg und die Medaillenränge werden höchstwahrscheinlich die fünf NLA-Teams Pfungen, Altdorf 1, Möhlin, Mosnang und Liestal unter sich ausmachen. In der Favoritenrolle sind Mosnang und Pfungen, die beiden Führenden in der Meisterschaft. Vor allem Mosang mit Andreas Zaugg und Lukas Schönenberger befindet sich bereits in absoluter Topform. Die Ostschweizer haben alle acht bisherigen Meisterschaftspartien gewonnen und führen doch eher überraschend die Tabelle an. Im Rahmen des dritten Spieltages brachten die Toggenburger sogar das Kunststück fertig, dem amtierenden Schweizer Meister und Cup-Titelverteidiger Pfungen auf nationaler Ebene die erste Saisonniederlage beizubringen. Und diese fiel mit 2:5 erst noch recht deutlich aus. Für die Zürcher dürfte es alles andere als einfach werden, den Pott zum zweiten Mal hintereinander zu holen.

Schweizer Cup, Finalturnier in Altdorf. Samstag: ab 13.00 (Radballhalle Giessen).