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Das Nidwaldner Skitalent Yannick Chabloz bringt viel Motivation aus Sibirien mit

Sein Name klingt französisch, aber wenn er spricht, erkennt man schnell den Nidwaldner Dialekt. Yannick Chabloz verbrachte die letzten Tage in Sibirien und kehrt mit Gold und Bronze von der Universiade in Krasnojarsk zurück nach Beckenried.
Peter Gerber Plech
Die Universiade im russischen Krasnojarsk, war für den Beckenrieder Yannick Chabloz, hier unterwegs beim Kombinationsslalom, das erste grosse Highlight in seiner noch jungen Sportlerkarriere. (Bild: Mikhail Tereshchenko/Getty Images (Krasnojarsk, 11. März )

Die Universiade im russischen Krasnojarsk, war für den Beckenrieder Yannick Chabloz, hier unterwegs beim Kombinationsslalom, das erste grosse Highlight in seiner noch jungen Sportlerkarriere. (Bild: Mikhail Tereshchenko/Getty Images (Krasnojarsk, 11. März )

Sein Ziel ist der Gewinn einer olympischen Medaille. Dafür trainiert Yannick Chabloz Sommer und Winter hart und hofft, diesem Ziel Schritt für Schritt näher zu kommen. Einen kleinen Vorgeschmack auf Olympia und das Drumherum bei einem derart grossen Sportanlass hat der am 17. März 20 Jahre alt werdende Beckenrieder mit Westschweizer Wurzeln in den letzten Tagen bekommen. Die Zeit, die Yannick Chabloz an der Universiade in Krasnojarsk verbracht hat, hat bleibende Eindrücke und Erinnerungen hinterlassen. «Die Organisation in Krasnojarsk war gewaltig. Es war unglaublich, was da alles abgelaufen und wie die Stimmung gewesen ist. Das erlebt zu haben motiviert mich nur noch mehr, dass ich es später einmal an die richtigen Olympischen Spiele schaffe.»

Sein Sport und das Rennen-Fahren an sich seien gleich wie bei einem FIS-Rennen gewesen. Aber alles andere sei mit nichts zu vergleichen, was er bisher erlebt habe, sagt Chabloz. Selbst der Umstand, dass er nach dem Gewinn der Bronzemedaille im Super-G für die Siegerehrung in Stress geraten sei, sei ein positives Erlebnis gewesen. «Ich musste, weil der Zeitplan so knapp bemessen war, nach dem Umziehen zur Medaillenfeier rennen. Das, all die Sicherheitskontrollen oder das Leben im Athletendorf haben mir aufgezeigt wie, gross dieser Anlass ist und was alles dahintersteckt.» Neben den Eindrücken hat aber der Skirennfahrer auch anderes aus Sibiren mitgebracht. Die Trophäen-Sammlung im Hause Chabloz ist, nachdem Yannicks Bruder Maxime unlängst U19-Weltmeister im Kite-Surfing geworden ist, im Anschluss an die Universiade auch gewachsen. Mit einer Gold- (alpine Kombination) und einer Bronzemedaille (Super-G) im Gepäck ist Chabloz am Sonntag an den Vierwaldstättersee zurückgekehrt.

Daheim wird französisch gesprochen

Im Unterschied zum jüngeren Bruder hält sich Yannick Chabloz sportlich mehrheitlich auf dem gefrorenen Wasser auf. Das hat durchaus auch erblich bedingte Gründe, wie der C-Kader-Fahrer von Swiss-Ski erklärt. «Beide Elternteile sind, respektive im Fall von meinem Vater waren, Skilehrer. Ich fuhr Ski – so hat man mir gesagt – bevor ich überhaupt richtig gehen konnte.» Weil Vater Patrick Chabloz bei einem auf Seilbahnsteuerungen spezialisierten Unternehmen in Stans eine gute Arbeit gefunden hat und er dort mittlerweilen Mitglied der Geschäftsleitung ist, zog die Familie aus der West- in die Zentralschweiz. Die in der Romandie liegenden Wurzeln würden sich noch heute darin zeigen, dass zuhause französisch gesprochen werde, sagt Yannick Chabloz, der sich nach abgeschlossener Matura am Sportgymnasium Engelberg an der Eidgenössischen Hochschule für Sport in Magglingen für den Bereich Sportwissenschaften inskribiert hat.

Erste Europacup-Rennen in der Schweiz und in Italien stehen in Chabloz` Resultatlisten. Aber die Teilnahme an der Universiade war der erste richtige grosse Anlass im Sportlerleben des Zentralschweizers. Neu im Winter 2018/19 war, dass er, der ursprünglich aus dem Bereich Slalom und Riesenslalom kommt, vermehrt auch auf die Speed-Disziplinen gesetzt hat. «Das hat auch ganz gut funktioniert. So gut, dass ich heute sagen muss, dass der Super-G aktuell wohl meine stärkste Disziplin ist.» Festlegen auf Speed- oder Technik-Disziplinen möchte er sich aber nicht. «Wenn ich die langen Skier anschnalle, freue ich mich genauso sehr auf das Rennen, wie wenn es die kürzeren für den Slalom wären. Ich möchte die Vielseitigkeit behalten.»

Hüftoperation beeinträchtigt das Slalomtraining

Eine Hüftoperation wegen einer Art Überbein am Gelenkkopf, hatte das Slalom-Training in der Vorbereitung auf den bald zu Ende gehenden Winter etwas beeinträchtigt. Für den Winter 2019/2020 soll das Verhältnis zwischen Slalom und Speed-Bereich wieder etwas ausgeglichener sein, so Chabloz’ Absicht. Generell sei es ihm wichtig, dass er Jahr für Jahr Fortschritte erzielen könne, auch wenn einmal ein Hindernis auftauche, wie eben diese Hüftoperation eines gewesen sei. Die Faszination Skirennen sei für ihn, der mit Teamsportarten wie Fussball oder Handball weniger am Hut habe, darin begründet, dass er nach einem guten Lauf im Ziel eine tiefe Zufriedenheit verspüre. «Und dann wirst du sofort und ohne lange warten zu müssen mit einer guten Zeit und einem guten Resultat belohnt. Beim Skifahren lassen sich Spass und Erfolge für mich perfekt verbinden. Das löst bei mir Glücksmomente aus.» Und solche, wie jüngst in Krasnojarsk verspürt, will Yannick Chabloz in den nächsten Jahren noch viele erleben.

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