Viele individuelle Fehler bringen Uris Rollhockeyaner die Niederlage

Der RHC Uri verliert das Gotthardderby in Biasca mit 5:8.

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Doppeltorschütze Joshua Imhof haucht dem RHC Uri kurzzeitig neues Leben ein.

Doppeltorschütze Joshua Imhof haucht dem RHC Uri kurzzeitig neues Leben ein. 

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Wer dem Spiel zwischen dem RC Biasca und dem RHC Uri nicht von der ersten Sekunde an beiwohnte, verpasste einiges. Keine zehn Sekunden nach Anpfiff stand Uris Felipe Sturla bereits mutterseelenallein vor dem Gehäuse der Tessiner, konnte die erstklassige Möglichkeit allerdings nicht verwerten. Aber auch Biasca brauchte keine Anlaufzeit und eröffnete den Torreigen nach 30 Sekunden. Gregorio Boll lenkte einen Weitschuss unhaltbar für Uri-Torhüter Marc Blöchlinger ab. Damit war das Spiel so richtig lanciert. Bei den Urnern, die auf zahlreiche mitgereiste Zuschauer zählen konnten, passte zu Beginn wenig zusammen. Sie kamen immer wieder einen Schritt zu spät, was Biasca in der 6. Minute mit dem 0:2 bestrafte. Uri-Trainer Carlos Sturla sah sich deshalb schon früh zu einem ersten Time-out genötigt.

Fortan präsentierte sich das Team verbessert und ergriff vermehrt auch selbst die Initiative. Felipe Sturla verwertete in der 14. Minute einen Penalty zum 1:2 und belohnte dadurch die Bemühungen von Gelb-Schwarz. Die Wende war damit aber nicht geschafft. Keine zwei Minuten später stellte Biasca den Zweitorevorsprung bereits wieder her. Das Spiel wog nun hin und her mit Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Uri-Captain Joshua Imhof erzielte schliesslich eine Minute vor dem Pausentee den wichtigen Anschlusstreffer zum 2:3.

Kurze Hoffnung nach Joshua Imhofs Doppelpack

Biasca kam besser aus der Kabine und zog bis zur 31. Minute auf 5:2 davon. Bei beiden Toren müssen sich die Urner an der eigenen Nase nehmen. Mit individuellen Fehlern luden sie das Heimteam faktisch zum Toreschiessen ein. Es dauerte acht Minuten, bis die Urner auf diesen vermeintlichen Genickschlag in der Person von Joshua Imhof reagieren konnten. Mit einem direkten Freistoss erzielte er das dritte Tor für seine Farben. Die Fehlerserie der Urner war aber noch immer nicht vorüber, was dem RC Biasca in der 45. Minute erneut zwei Tore zum Spielstand von 7:3 ermöglichte. Das Spiel war damit gelaufen. Die Urner zeigten aber nach der Entscheidung Charakter und steckten nicht auf. Weil Felipe Sturla in der 47. und 48. Minute zweimal traf, keimte kurzzeitig nochmals Hoffnung auf. Das Wunder blieb allerdings aus. Im Gegenteil war es Biasca, das 20 Sekunden vor Ende das letzte Tor des Abends zum 8:5 erzielte.

Uri-Trainer Carlos Sturla sah trotz der Niederlage das Positive: «Abgesehen von den individuellen Fehlern haben wir eine gute Leistung gezeigt. Ich bin stolz auf mein Team.» (ji)

Biasca – Uri 8:5 (3:2)
Palaroller. – 250 Zuschauer. – Uri: Marc Blöchlinger, Adrian Briker, Manuel Gisler, Tim Aschwanden, Jannis Fussen, Joshua Imhof (2), Felipe Sturla (3), Michael Gerig, Remo Schuler, Pedro Marinho.