Viele Veränderungen bei Volley Luzern

Die Zukunft war ungewiss, nun steht fest: Volley Luzern wird auch nächste Saison in der NLA spielen – dank neuen Sponsoren und neuen Ausländern. Zudem wird das Team umbenannt.

Stephan Santschi
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Volley Luzerns Strahinja Brzakovic bejubelt einen Punktgewinn im Playoff-Viertelfinalspiel gegen Chênois Genève, nächste Saison wird er in Frankreich spielen. Bild: Nadia Schärli (Luzern, 16. März 2019)

Volley Luzerns Strahinja Brzakovic bejubelt einen Punktgewinn im Playoff-Viertelfinalspiel gegen Chênois Genève, nächste Saison wird er in Frankreich spielen. Bild: Nadia Schärli (Luzern, 16. März 2019)

Es hatte etwas Absurdes an sich. Eigentlich war der 20. März 2019 ein Tag zum Feiern, schliesslich hatte Volley Luzern gerade Chênois Genève in die Knie gezwungen und den Einzug in den Playoff-Halbfinal geschafft. Doch noch während Spieler und Fans den Triumph bejubelten, erklärte der NLA-Verantwortliche Josef Wicki mit tiefen Sorgenfalten auf der Stirn: «Wir sind krampfhaft auf der Suche nach zusätzlichen Sponsoren. Die nächste Saison ist noch nicht gesichert.»

Mittlerweile kann Wicki Entwarnung geben, die kommende Spielzeit auf höchster nationaler Stufe wird definitiv mit Luzerner Beteiligung vonstatten gehen. Zwar muss das Budget von 310000 Franken voraussichtlich etwas reduziert werden, doch die Mannschaft für die kommende Saison steht. «Es haben sich zwei überraschende Entwicklungen ergeben, die wir Anfang Jahr so nicht erwarten durften», erklärt Wicki und präzisiert: «Wir haben mit dem Krankenversicherer Concordia als Goldsponsor und dem Namenssponsor Lindaren zwei neue Geldgeber für uns gewinnen können.»

Letzterer sorgt dabei für die Umbenennung des Teams in Lindaren Volley Luzern. Bereits die Konkurrenz aus Amriswil betitelt sich mit demselben Namenssponsor, «bei unserem Aus im Halbfinal gegen Amriswil kam der Kontakt zu Lindaren denn auch zustande», erklärt Wicki. Neben Winterthur führt dieses Unternehmen auch in Luzern eine Naturheilpraxis. «Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar. Daneben staune ich, wie wenig Firmen die Chance erkennen, dass 30000 Franken bei uns mehr bewirken können als zum Beispiel 300000 beim FC Luzern. Unsere Mittel sind weiterhin bescheiden.»

Brzakovic und Saar gehen wohl nach Frankreich

Neu besetzt sind derweil auch die Ausländerpositionen beim Viertklassierten der letzten Saison: Der serbische Liga-Topskorer Strahinja Brzakovic und der estnische Leistungsträger Kevin Saar haben den Verein verlassen und wechseln wohl in die zweite französische Liga. Auch der Kanada-Brite Chris Newcombe und der Kanada-Grieche Adam Anagnostopoulos sind weg. Neu dazugestossen sind dafür der lettische Nationalspieler Edvard Buivids (Diagonal) und der Bahamaer Shonari Hepburn (Mitte), beide 2,01-Meter gross, sowie der Tscheche Dominique Fort (Aussen). Den Rest des Kaders bilden vor allem Einheimische aus dem Verein oder der Region. «Insgesamt haben wir zehn Schweizer unter Vertrag», sagt Wicki und resümiert: «Wir haben eine gute und entwicklungsfähige Equipe beieinander, die weiterhin von Liam Sketcher trainiert wird.»

Wozu das in der am 12. Oktober beginnenden NLA-Saison reichen wird, sei schwer absehbar, findet Josef Wicki. «Ich gehe davon aus, dass wir uns im Bereich der Ränge fünf und sechs bewegen werden.» Die Liga wird mit den Aufsteigern Traktor Basel und Lutry-Lavaux auf zehn Teams aufgestockt.

Im Europacup wartet ein attraktiver Gegner

Zu einem Highlight könnte es im Dezember im Europacup kommen. Im drittklassigen Challenge Cup wartet im 1/16-Final das französische Team von Montpellier. «Ein Hammerlos», betont Wicki. Vorher muss Luzern am 13. und 27. November aber die Qualifikation gegen Luxemburgs Meister Diekirch überstehen.