Vier Urner Radball-Teams stehen im Halbfinal

Gleich vier Altdorfer Radballteams haben den Cup-Viertelfinal überstanden. Am überzeugendsten spielte das NLA-Duo Zotter/Marty.

Urs Hanhart
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Altdorf I mit Claudio Zotter (hinten) und Simon Marty (Zweiter von rechts) im Spiel gegen Männedorf.

Altdorf I mit Claudio Zotter (hinten) und Simon Marty (Zweiter von rechts) im Spiel gegen Männedorf.

Bild: Urs Hanhart (10. Januar 2020)

Innerhalb der Radball-Hochburg Altdorf steht schon bald eine Wachtablösung an. Das bisherige Fanionteam mit Torhüter Roman Schneider und Feldspieler Paul Looser wird am kommenden Samstag noch den Weltcupfinal in Möhlin bestreiten. Danach werden die beiden Ausnahmekönner ihre überaus erfolgreichen Karrieren beenden. Künftig werden die Urner Hoffnungen hauptsächlich auf dem langjährigen vereinsinternen Nummer-2-Duo mit Keeper Claudio Zotter und Feldspieler Simon Marty liegen. Eine Rolle, von der sich die beiden keineswegs ins Bockshorn jagen lassen, wie Zotter versichert: «Es war klar, dass wir früher oder später die vereinsinterne Nummer-1-Position übernehmen werden. Ich glaube nicht, dass sich der Druck für uns dadurch erhöhen wird. Es wird sich nicht viel ändern.»

Bei den Saisonzielen gibt er sich recht zurückhaltend: «Wir werden versuchen, vorne mitzuspielen. Schweizer Meister Pfungen ist momentan auf nationaler Ebene sicherlich am stärksten einzuschätzen. Aber das ist ein Team, das uns von der Spielweise her recht gut liegt.» Zotter und Marty haben sicherlich das Zeug, den Zürchern tüchtig einzuheizen, wenn die Form stimmt.

Das künftige Urner Vorzeigeduo ist jedenfalls viel versprechend ins neue Jahr gestartet. Im Cup-Viertelfinal-Turnier, das am Freitag vor heimischer Kulisse in der Altdorfer Radsporthalle ausgetragen wurde, legten Zotter und Marty starke Auftritte aufs Parkett. Sie besiegten den Erstligisten Altdorf III (Valentin Stadler/Jan Brand), den NLB-Vertreter Männedorf sowie auch das NLA-Team Winterthur jeweils ganz deutlich. Gegen den NLB-Vertreter Mosnang II setzte es ein Remis ab.

Finalturnier am 29. Februar in Altdorf

In der Endabrechnung gewannen Zotter und Marty ihren Viertelfinal mit den geholten 10 Punkten überlegen und qualifizierten sich souverän für die Vorschlussrunde. «Mit der aktuellen Form sind wir sehr zufrieden. Wir sind auf einem guten Weg», bilanzierte Zotter. Die Verletzungssorgen der letzten Saison seien jetzt Schnee von gestern.

Doch eher überraschend schaffte auch Altdorf III den Einzug in den Halbfinal. Der vermeintliche Underdog landete einen Exploit, indem er Männedorf besiegte und gegen Winterthur ein Unentschieden herausholte.

Radsport Altdorf wird an den drei Cup-Halbfinalturnieren, die am 5., 6. und 9. Februar durchgeführt werden, mit nicht weniger als vier Teams vertreten sein. Nebst den Duos Zotter/Marty und Stadler/Brand bewerkstelligte auch das zweite Altdorfer NLA-Team mit Beda Planzer und Fabian Hauri, das seinen Viertelfinal in Bremgarten bestritt, den Sprung in die Vorschlussrunde. Ebenfalls weiterhin im Cup-Rennen verbleibt das NLB-Team mit Silvan Betschart und Yannick Fröhlich, das in Oftringen seinen Viertelfinal spielte. Beendet ist hingegen der Cup für die Altdorfer Duos Josip Bajo/Michael Gütter (NLB) und Fabian Betschart/Jan Müller (1. Liga). Beide Teams kamen in ihren Viertelfinalgruppen nicht über den letzten Platz hinaus. Das Cup-Finalturnier wird übrigens am 29. Februar in Altdorf über die Bühne gehen. Man darf gespannt sein, wie viele einheimische Teams beim Showdown dabei sein werden.