Volley Luzern macht den Fehlstart perfekt

Das NLA-Männerteam von Volley Luzern verliert auch das dritte Spiel: 1:3-Heimniederlage gegen Chênois Genève.

René Leupi
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Der Genfer Jakub Urbanovizc scheitert mit seinem Smash am Luzerner Block mit Anes Perezic, Nick Amstutz und Tim Köpfli (von links).

Der Genfer Jakub Urbanovizc scheitert mit seinem Smash am Luzerner Block mit Anes Perezic, Nick Amstutz und Tim Köpfli (von links).

Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 18. Oktober 2020).

So hatte sich das NLA-Team von Volley Luzern den Start in die neue Saison nicht vorgestellt. Nach den Niederlagen gegen Schönenwerd (1:3) und Traktor Basel (0:3) musste die Equipe von Coach Alessandro Lodi auch beim zweiten Heimspiel gegen Chênois Genève als Verlierer vom Platz. Eine Niederlage, die unter die Rubrik unnötig eingeordnet werden muss.

Die Luzerner hatten den ersten Satz verschlafen, lagen von Beginn weg mit drei oder mehr Punkten im Rückstand. Mangelnde Konzentration und technische Unsauberkeiten beim Service und den Annahmen ermöglichten den Gästen immer wieder einfache Punkte. Dass ein Rotationsfehler zum Satzverlust führte, war symptomatisch für den Auftritt im Startset. «Uns fehlt die Konstanz, wir befinden uns in einer Spirale, in der sich gute und schlechte Aktionen in bunter Reihenfolge ablösen», weiss Jörg Gautschi.

Im zweiten Umgang sahen die 150 Zuschauer eine verwandelte Luzerner Equipe. Spielfreudig, sicher in den Annahmen, variantenreich im Spielaufbau und treffsicher bei den Smashes. Die Westschweizer fanden wenig Antworten auf diese angriffige Spielweise, wurden so zu Fehlern gezwungen, was den Luzerner den 1:1-Satzausgleich (25:20) brachte. Damit waren sie zurück im Spiel. «Das Potenzial ist vorhanden, um mit allen NLA-Teams mithalten zu können», so Gautschi, das hätte der zweite Satz aufgezeigt.

Sehr junges Team mit wenig Erfahrung

Ein Aufwärtstrend, der im dritten Satz bis zum 9:9 anhielt. Dann schlichen sich wieder Unkonzentriertheiten ein, welche die Genfer ausnützten und sich so ohne nochmals in Bedrängnis zu geraten, die 2:1-Satzführung sicherten. «Wir haben ein System, wir haben auch einen Plan. Doch wenn der Service nicht kommt oder die Annahmen nicht sauber sind, können wir den nächsten Schritt nicht machen», kennt der 36-jährige Teamsenior das Hauptübel. Probleme, die auch im vierten Satz Bestand hatten. Die Luzerner machten zwar dreimal einen Vier-Punkte-Rückstand wieder wett, hatten dann aber beim Stand von 23:24 nicht die Nerven und die Abgeklärtheit, um den Entscheidungssatz zu erzwingen. So verwerteten die Westschweizer nach 96 Minuten den zweiten Matchball. Das sei nicht das Spiel gewesen, wie sie es sich vorgestellt hätten, sagt Gautschi. Doch er mochte auch nach drei Startniederlagen nicht alles in Frage stellen. «Wir sind ein sehr junges Team, dem es primär an Erfahrung fehlt.» Das sei in den ersten drei Spielen klar zum Ausdruck gekommen. Das Saisonziel, die Playoff-Halbfinal werde deshalb nicht in Frage gestellt. Gautschi sagt nochmals: «Wir können mit jedem Team mithalten. Uns fehlt einfach die Konstanz. Diese versuchen wir uns bis zum Playoff-Start anzueignen.»

Männer, NLA

3. Runde: Volley Luzern – Chênois Genève 1:3 (20:25, 25:20, 20:25, 23:25). Amriswil – Lausanne 3:1 (23:25, 25:22, 25:17, 25:14). Jona – Schönenwerd 1:3 (25:23, 23:25, 22:25, 18:25). Näfels – Traktor Basel 3:0 (25:17, 25:13, 25:21). – Rangliste (alle 3 Spiele): 1. Amriswil, Chênois Genève und Schönenwerd, je 9 (9:2). 4. Lausanne 3 (5:6). 5. Näfels und Traktor Basel 3 (3:6). 7. Volley Luzern und Jona, je 0 (2:9).

Volley Luzern – Chênois Genève 1:3

Sporthalle Bahnhof. – 150 Zuschauer. – Sätze: 20:25, 25:20, 20:25, 23:25. – Spieldauer: 96 Minuten. – Volley Luzern: Mladenovic, Dominik Ulrich, Amstutz, Köpfli, Lars Ulrich, Perezic; Gautschi (Libero), Wilmsen, Stig, Neubert. – Chênois Genève: Radic, Caporionda, Zerika, Urbanovizc, Brzakovic, Dzokic; Prönnecke (Libero) Rey, Pittet, Botas Dos Santos.